Israel

Brandstiftung nicht ausgeschlossen

Ein großer Waldbrand in Jerusalem hat sich am Sonntag der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem bis auf wenige Meter genähert. Mehrere hundert Polizisten und Feuerwehrleute waren im Einsatz, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Alle Mitarbeiter und Besucher seien in Sicherheit gebracht worden, sagte Esti Yaari, Sprecherin der Gedenkstätte. Die zentrale Zufahrtsstraße nach Yad Vashem wurde gesperrt.

Es bestehe keine Gefahr mehr für die Gebäude und Gedenkeinrichtungen, sagte Polizeisprecher Mickey Rosenfeld am Sonntag der Nachrichtenagentur dpa. »Es gibt noch drei kleinere Brandherde, aber insgesamt sind die Flammen unter Kontrolle«, so der Sprecher. Acht Menschen erlitten leichte Rauchverletzungen. In der Gegend gelegene Gaslager seien durch das Feuer aber nicht in Gefahr, betonte Rosenfeld.

Ursache Um dem Brand unter Kontrolle zu bringen, setzte die Feuerwehr Löschflugzeuge sowie einen Polizeihubschrauber ein. Insgesamt zerstörte das Feuer mehr als 15 Hektar Wald. Laut Asaf Abras, Sprecher der Feuerwehr, ist die Brandursache noch unklar. Der israelischen Zeitung Jerusalem Post sagte er, dass Brandstiftung nicht ausgeschlossen werden könne. So sei das Feuer im Jerusalemer Wald an vier Stellen gleichzeitig ausgebrochen.

Im vergangenen Jahr wurden bei den schlimmsten Bränden in der Geschichte des Landes mehr als 40 Menschen getötet. Der Schaden, den die tagelange Feuersbrunst verursachte, ging in Millionenhöhe.

Jerusalem

Isaac Herzog reist nach Australien

Der israelische Präsident trifft Vertreter der jüdischen Gemeinschaft, Hinterbliebenen und Überlebenden des Anschlags am Bondi Beach und Premierminister Anthony Albanese

 28.01.2026

Jerusalem

Netanjahu macht Joe Bidens Waffenpolitik für Tod israelischer Soldaten verantwortlich

»Helden sind gefallen, weil sie nicht die Munition hatten, die sie gebraucht hätten«, sagt der Ministerpräsident. Frühere US-Regierungsbeamte weisen den Vorwurf zurück

 28.01.2026

Nachrichten

Eurovision, Syrien, Ehrung

Kurzmeldungen aus Israel

von Sabine Brandes  27.01.2026

Nachkriegsordnung

Hamas will 10.000 eigene Polizisten im Gazastreifen

Die Terroristen begründeten ihre Forderung unter anderem damit, dass sich entlassene Polizisten so nicht zu Terrorgruppen zusammenschließen würden

 27.01.2026

Jerusalem

Rekord: Über 1000 Nieren-Spender auf einem Foto

Der Organisation Matnat Chaim zufolge ist Israel führend bei Lebend-Spenden. Das wird mit diesem Foto besonders deutlich

 27.01.2026

Nahost

Grenzübergang Rafah soll diese Woche geöffnet werden

Zunächst wird offenbar nur der zivile Personenverkehr passieren dürfen – zum ersten Mal seit mehr als zwei Jahren

 27.01.2026

Tel Aviv

»Die Leute weinten, wir umarmten uns«

Der Kommandeur der israelischen Such- und Rettungseinheit der Armee, Oberstleutnant Eliasaf V., spricht im Sender »Kan« über die Bergung der sterblichen Überreste der letzten Gaza-Geisel Ran Gvili

 27.01.2026

Sydney

Australien verweigert jüdischem Islamgegner die Einreise

Australien hat in der vergangenen Woche seine Gesetze gegen Hassverbrechen verschärft. Ein jüdischer Influencer, der ein »Islamverbot« fordert, darf das Land nicht betreten

 27.01.2026

Interview

»Es tut mir weh, so viel Antisemitismus zu sehen«

Die Schoa-Überlebende Zuzi Hamori spricht über die mutige Aktion, mit der ihre Mutter ihr das Leben rettete, den schweren Neuanfang in Israel und den Judenhass in der alten Heimat

von Sabine Brandes  27.01.2026