Gedenken

»Berlin steht fest an Israels Seite«

Die ersten Männer von Berlin und Tel Aviv sowie der deutsche Botschafter in Israel legen einen Kranz nieder. Foto: Kfir Sivan, Stadtverwaltung Tel Aviv

»Berlin steht fest an der Seite Israels.« Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner hat klare Worte bei seinem Solidaritätsbesuch in Israel gefunden. Am 6. Oktober, einen Tag vor dem dritten Jahrestag des Hamas-Angriffs vom 7. Oktober 2023, besuchte er den Platz der Geiseln in Tel Aviv und gedachte der Opfer des Massakers. Gemeinsam mit dem Bürgermeister der israelischen Metropole, Ron Huldai, und dem deutschen Botschafter in Israel, Alexander Graf Lambsdorff, legte Wegner einen Kranz vor dem Denkmal nieder.

Im Vorfeld seiner Reise hatte er erklärt, dass Berlin fest an der Seite Israels stehe und er mit diesem Besuch die Verbindungen zu Tel Aviv vertiefen und die neue Städtepartnerschaft stärken wolle.

Städtepartnerschaft zwischen den zwei Metropolen

Weiter sagte er: »Der Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 war das größte Massaker und Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Jüdinnen und Juden seit dem Holocaust. Während meines Besuchs und bei den Treffen mit den Bürgermeistern von Tel Aviv und Jerusalem werden wir der Opfer des Terrorangriffs gedenken: Wir werden niemals vergessen. Uns eint die Entschlossenheit, die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland zu stärken und unsere Zukunft gemeinsam zu gestalten.«

Wegners Reise findet vor dem Hintergrund der offiziellen Städtepartnerschaft zwischen Tel Aviv und Berlin statt, die im Jahr 2025 unterzeichnet wurde. Seitdem haben die beiden Städte ihre Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Innovation und Technologie, Nachhaltigkeit, städtische Resilienz, Verkehr, Wohnungsbau und städtische Sicherheit vorangetrieben.

Kai Wegner: »Wir werden niemals vergessen. Uns eint die Entschlossenheit, die Freundschaft zwischen Israel und Deutschland zu stärken und unsere Zukunft gemeinsam zu gestalten.«

»Der Besuch des Berliner Bürgermeisters Kai Wegner in Tel Aviv zeugt von einer langjährigen Partnerschaft, die ihre Stärke gerade in einer der schwierigsten Phasen bewiesen hat, die der Staat Israel je durchlebt hat«, sagte Huldai am Dienstag.

Man habe nach dem 7. Oktober starke Unterstützung durch die Stadt Berlin erfahren, hob er hervor. »Berlin bot uns zudem an, unsere Beziehungen durch ein Städtepartnerschaftsabkommen zu besiegeln. Und jetzt verbindet unsere Partnerschaft zwei dynamische, liberale Städte, die als Zentren für Kultur und Wirtschaft fungieren und für alle offen sind.«

Medaille als Anerkennung für Unterstützung Israels

Er verlieh Wegner, dessen Amtszeit sich dem Ende zuneigt, die Medaille der Stadt Tel Aviv. »Als Anerkennung für seine Unterstützung Israels, seinen Einsatz im Kampf gegen Antisemitismus sowie seinen Beitrag zur Stärkung der Beziehungen und der Partnerschaft zwischen Tel Aviv und Berlin«, teilte die Stadtverwaltung mit.

Wegner, der seit 2023 Regierender Bürgermeister von Berlin ist, hat sich öffentlich stets für Israel ausgesprochen und sich für die Stärkung der Beziehungen zwischen den Metropolen eingesetzt. Nach dem 7. Oktober ordnete er an, die israelische Flagge am Berliner Rathaus wehen zu lassen, bis die Geiseln, die von der Hamas in Gaza festgehalten wurden, nach Hause zurückgekehrt sind.

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