Spanien

Barcelona kündigt Partnerschaft mit Tel Aviv auf. Jetzt springt Madrid ein

José Luis Martínez-Almeida ist Bürgermeister von Madrid. Foto: picture alliance / AA

In Madrid will José Luis Martínez-Almeida einen Schaden wieder gut machen, den Ada Colau, seine Kollegin aus Barcelona, angerichtet hat. Vor wenigen Tagen verfügte sie per Dekret eine Aussetzung der Städtepartnerschaft mit Tel Aviv, während ein entsprechendes Abkommen mit Gaza unberührt blieb. Madrids Bürgermeister Martínez-Almeida will die Partnerschaft nun übernehmen.

Der konservative Christdemokrat warf der linken Politikerin einen »antisemitischen Schlag« vor und kündigte an, er werde einen Brief mit einem entsprechenden Angebot an seinen Tel Aviver Amtskollegen Ron Juldaí schicken.

Pluralismus »Für die Linken ist der Täter immer derselbe: Israel«, sagte Martínez-Almeida der Zeitung Periódico de Catalunya. Er kritisierte, antisemitische Verhaltensweisen schadeten sowohl Israel als auch »dem Zusammenleben in einer pluralistischen, vielfältigen Gesellschaft.«

Der Bürgermeister erklärte, er wisse nicht, warum Madrid und Tel Aviv nicht schon längst Partnerstädte seien. Es handle sich hier um eine hervorragende Gelegenheit, Tel Aviv und dem gesamten israelischen Staat zu zeigen, »dass Madrid weiß, welche Seite die richtige ist.« Unsere Beziehungen »zur Demokratie, zum Rechtsstaat Israel müssen wir stärken.«

Kritik Die antisemitischen Töne aus Barcelona will José Luis Martínez-Almeida »weder tolerieren noch fördern oder zulassen.« Zuvor hatten bereits jüdische Organisationen heftige Kritik an Ada Colau und ihrer Entscheidung geübt.

Colau hatte wenige Monate vor den nächsten Bürgermeisterwahlen einen skandalösen Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu geschickt und Israel darin in BDS-Manier eine »eklatante und systematische Verletzung der Menschenrechte« sowie »Apartheid und Verfolgung« vorgeworfen.

Die israelitische Gemeinde in Barcelona hielt Colau daraufhin »ausgeklügelten Antisemitismus« vor.

Be'eri

Nach dem 7. Oktober

Daniel Neumann hat den Kibbuz Be’eri besucht und fragt sich, wie es nach all dem Hass und Horror weitergehen kann. Er weiß, wenn überhaupt, dann nur in Israel

von Daniel Neumann  02.01.2026

Libanon

Israel greift Hisbollah-Ziele an

Getroffen wurden unter anderem ein Waffenlager und ein Trainingsgelände der Terror-Miliz

 02.01.2026

Gazastreifen

Katz: Armee soll sich auf Kämpfe gegen Hamas vorbereiten

Die Terroristen der Hamas halten noch immer die Leiche von Ran Gvili in ihrer Gewalt und weigern sich, die Waffen niederzulegen

 02.01.2026

Israel

Sinkendes Bevölkerungswachstum in Israel

Die demografische Entwicklung in Israel ändert sich. Neueste Zahlen manifestieren den Trend der vergangenen Jahre

 01.01.2026

Israel

Hightech-Gründer und Philantrop: Morris Kahn ist tot

Er wollte Israel zum Mond bringen. Der israelische Unternehmer und Philanthrop Morris Kahn starb im Alter von 95 Jahren

 01.01.2026

Gesundheit

»Trinken, Schlafen und Bewegung«

Damit 2026 ein gesundes Jahr wird: Jonathan Rabinowitz empfiehlt kleine Veränderungen im Alltag für mehr Wohlbefinden

von Sabine Brandes  01.01.2026

Terror

Warum?

Die nichtjüdische Deutsche Carolin Bohl wurde am 7. Oktober 2023 von der Hamas brutal ermordet. Hier nimmt ihre Mutter Abschied von der geliebten Tochter

von Sonja Bohl-Dencker  31.12.2025

Gaza

Bericht: USA und Israel setzen Hamas Frist für Waffenabgabe

Die USA und Israel haben sich auf eine Frist für die Entwaffnung der Hamas geeinigt. Diese ist Voraussetzung für Frieden in Gaza

 31.12.2025

USA

Die Eltern der letzten Geisel treffen Trump

Die Eltern von Ran Gvili kämpfen dafür, dass die zweite Phase von Trumps Gaza-Plan erst beginnt, wenn ihr Sohn wieder zu Hause ist

 31.12.2025