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Bamba, Betten, Uni

Neue Bamba-Fabrik in Kiriat Gat Foto: Flash 90

Betten
Im Gesundheitssektor steht eine Krise bevor. Die Zahl der Krankenhausbetten im Verhältnis zur Bevölkerungszahl ist auf einem historischen Tiefstand angelangt. Das teilte das Gesundheitsministerium jetzt mit. Dem Bericht zufolge gab es 2017 weniger als 1,8 Betten für 1000 Menschen. Im Jahr 2010 waren es mehr als 1,9. 1988 allerdings gab es pro 1000 Einwohner noch 2,7 Betten. Die Bevölkerung Israels ist von 2010 bis 2017 um 1,1 Millionen Menschen gewachsen, die Bettenzahl jedoch lediglich um 358 in absoluten Zahlen. Der Durchschnitt der OECD-Nationen liegt bei 3,6, und Israel ist bei der Hälfte dieser Zahl angekommen, beklagt das Pflegepersonal. »Die Zahl der Betten ist nicht auf dem Standdes natürlichen Bevölkerungswachstums, vor allem, wenn die höhere Lebenserwartung in Betracht gezogen wird«, so das Ministerium.

Verhandlungen
Auf politischer Ebene herrscht Funkstille. Doch hinter den Kulissen gehen die Verhandlungen weiter. Das Leon Charney Resolution Center hat jetzt den größten israelisch-palästinensischen Studentenkongress in der Region veranstaltet. Das Thema: Frieden. 100 Universitätsstudenten und 50 Oberschüler trafen sich in der Uni Haifa, um Vertrauen aufzubauen und Vereinbarungen zu erarbeiten. Der Kongress wird von dem Konfliktforscher Sapir Handelman veranstaltet, der im In- und Ausland öffentliche Diskussionsveranstaltungen zwischen Israelis und Palästinensern leitet und dafür schon den Peter-Baker-Preis für Frieden und Konfliktstudien erhielt. Die Teilnehmer haben nur zwei Regeln: Sie dürfen einander nicht erniedrigen und keine Debatte über die historischen Wurzeln des Konflikts eröffnen. Es gehe darum, wie man das Jetzt verbessern und eine friedliche Zukunft erarbeiten kann. Am Ende der Konferenz lagen zwei Vereinbarungen auf dem Tisch.

Bamba
Bamba wird international. Der israelische Erdnuss-Snack wird demnächst auch in verschiedenen Supermarktketten in Europa und den USA angeboten, darunter bei Walmart. Dafür hat der Hersteller, Osem, seine Produktion verdoppelt. Möglich wurde das durch eine neue Fabrik in Kiriat Gat. Die 16.000 Quadratmeter große Anlage hatte 55 Millionen US-Dollar gekostet. Bislang wurde Bamba durch Osem US und Osem UK in Amerika und Großbritannien vertrieben. »Wir haben Bamba vor 55 Jahren erfunden und niemals gedacht, dass es so ein Hit werden würde«, so der Vorsitzende der Osem Group, Dan Propper. Doch das ist er zweifellos. Denn praktisch in jedem israelischen Haushalt ist Bamba zu finden – und jetzt auch bald auf weiteren Kontinenten.

Uni
Zwei Professoren ziehen gegen die geplante medizinische Universität in der jüdischen Siedlung Ariel im Westjordanland vor Gericht. Der Computerwissenschaftler David Harel am Weizmann-Institut und sein Kollege Alon Harel von der Faktultät für Rechtswissenschaften der Hebräischen Universität in Jerusalem haben beim Obersten Gerichtshof eine Petition eingereicht. Darin fordern sie, dass die Entscheidung des Rates für die Höhere Bildung in Judäa und Samaria, der Uni grünes Licht zu geben, zurückgezogen wird. Außerdem versuchen sie, die Finanzmittel der Regierung für die Medizinschule zu blockieren. Sie argumentieren, dass es Unregelmäßigkeiten im Planungs- und Budgetkomitee des Rates für die Höhere Bildung gegeben habe, als die Einrichtung der Hochschule zum ersten Mal diskutiert wurde. Richter David Mintz erklärte, man werde die Petition so bald wie möglich hören.

Streit
Der Sohn des israelischen Regierungschefs, Yair Netanjahu, und der Enkel des 1995 ermordeten Premierministers Yitzhak Rabin, Yonatan Ben-Artzi, teilen gegenseitige Beleidigungen in den sozialen Netzwerken aus. Ben-Artzi hatte dem älteren Netanjahu vorgeworfen, als Soldat ein »Feigling« gewesen zu sein, nachdem dieser wiederholt Ex-Stabschef Benny Gantz’ militärische Karriere angegriffen hatte: »Jeder, der in der Einheit Sayeret Matkal gedient hat, weiß, dass er aus einem Boot gesprungen ist, weil er Angst hatte, bei einer Operation von Kugeln getroffen zu werden.« Yair Netanjahu, der für seine extremen und kontroversen Aussagen bekannt ist, twitterte daraufhin, dass Rabin ein Mörder von Schoa-Überlebenden gewesen sei. »Während der Altalena-Affäre hat er stolz die Operation geleitet, die Überlebenden zu erschießen, die an Land schwimmen wollten. Nur weil sie rechtsgerichtet waren.« Viele Kommentatoren auf Twitter zeigten sich schockiert über Netanjahus Behauptung.

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