Wahlen

Ausgang ungewiss

Anhänger des Zentrumsbündnisses Blau-Weiß feiern nach der Bekanntgabe der ersten Ergebnisse. Foto: Flash 90

Nur zwei Minuten nach den Hochrechnungen um 22 Uhr israelischer Zeit verkündeten Benny Gantz und Yair Lapid von der Zentrumsunion Blau-Weiß: »Wir haben gewonnen.« Doch auch der amtierende Premier Benjamin Netanjahu erklärte sich mit dem Likud zum Sieger und kündigte an, noch in derselben Nacht eine Koalition zu formen.

»Der Rechtsblock, der vom Likud angeführt wurde, hat einen klaren Sieg errungen. Ich danke den Bürgern Israels für ihr Vertrauen«, erklärte Netanjahu auf Twitter. »Ich werde mit unseren natürlichen Partnern noch heute Abend eine Koalition zusammenstellen.«

»Wir haben gewonnen«, verkündet das Bündnis von Benny Gantz und Yair Lapid nach den ersten Auszählungen.

AUSZÄHLUNG Die ersten Zahlen auf Kanal elf zeigen 37 Mandate für Blau-Weiß und 36 Mandate für Premier Benjamin Netanjahu. Auf Kanal zwölf sind es ebenfalls 37 Mandate für die Zentrumsunion und nur 33 für den Likud. Die Stimmen der Soldaten, die meist mehr nach rechts tendieren, sind noch nicht ausgezählt.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Viele Überraschungen gab es bei den kleineren Parteien. Die Minister der jetzigen Regierung, Naftali Bennett und Ayelet Shaked von Hajamin Hachadasch, werden wahrscheinlich nicht die parlamentarische Hürde von 3,25 Prozent schaffen. Ebenso wenig der extremistische Politiker Mosche Feiglin (Sehut), dem zuvor sieben oder sogar mehr Mandate vorausgesagt wurden.

Die offiziellen Ergebnisse werden in der Nacht nach und nach eintreffen und am Morgen bekannt gegeben.

ARABER Avigdor Lieberman mit seiner Partei Israel Beiteinu wird es voraussichtlich in die 21. Knesset geschafft haben, ebenso die Union aus rechten Parteien mit fünf Sitzen. Wegen der geringen Wahlbeteiligung der arabischen Bevölkerung kann es sein, dass statt drei nur noch eine arabische Partei, Chadasch/Taal, im nächsten Parlament sitzen wird.

Blau-Weiß feierte nach den ersten Auszählungen. »Wir sind erst seit zwei Monaten überhaupt auf der politischen Landkarte. Wir haben so hart gearbeitet«, sagte Yael German von Blau-Weiß auf Kanal 11. »Heute haben wir es verdient, glücklich zu sein.«

Die offiziellen Ergebnisse werden in der Nacht nach und nach eintreffen und am Morgen bekannt gegeben.

Verstrickungen

Geschäfte mit einem Mörderregime

Wie ein iranischer Banker ein europäisches Immobilienimperium aufbaute – inklusive Hilton-Hotels in Deutschland

von Philip Plickert  24.02.2026

Nahost

US-Botschafter irritiert mit Aussagen über Israels Grenzen

Der US-Gesandte in Israel, Mike Huckabee, verärgert arabische Staaten im Interview mit Tucker Carlson

von Sabine Brandes  24.02.2026

Aliya

»Ich habe gewonnen«: Auschwitz-Überlebende (96) wandert nach Israel aus

Charlotte Roth will mehr Zeit mit ihrer Familie bringen, die zum größten Teil aus den USA nach Israel eingewandert ist

 24.02.2026

Jerusalem

Netanjahu warnt Iran vor Angriff – Opposition würde hinter ihm stehen

Ein iranischer Angriff wäre »vielleicht der schwerwiegendste Fehler« in der Geschichte der Islamischen Republik, sagt der israelische Ministerpräsident

 24.02.2026

Nahost

US-Botschaftspersonal soll Libanon verlassen

Das amerikanische Außenministerium hat alle Mitarbeiter, die »nicht für den Notfall« benötigt werden, nach Hause beordert

 23.02.2026

Mailand

Israel schließt eigenes Bobteam von Olympia aus

Die Aktionen eines Athleten hätten gegen olympische Werte verstoßen, so die Begründung des Komitees

 23.02.2026

Nahost

Tucker Carlson blamiert sich in Israel

Der rechte Moderator hatte behauptet, er sei am Flughafen Ben-Gurion festgesetzt worden. Doch Videoaufnahmen zeigen ein anderes Bild

 22.02.2026 Aktualisiert

Kommentar

Eure Masche zieht nicht mehr!

Mittlerweile hat es sich selbst im Kulturbetrieb herumgesprochen, dass die Bigotterie der sogenannten pro-palästinensischen Aktivisten allzu durchschaubar ist, wenn Menschenrechte gepredigt und im gleichen Atemzug »Genozid« und »Boykott« geschrien wird

von Sophie Albers Ben Chamo  22.02.2026

Kino

Wegen israelfeindlicher Propaganda-Rede bei Berlinale: SPD-Minister verlässt die Preisverleihung 

 21.02.2026