Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Bleibt billig: Kaffee bei Cofix Foto: Flash 90

Essen
Die Europäische Union investiert 7,7 Millionen Euro in das Projekt »NanoPack«. Die Erfindung des Technions in Haifa verlängert die Haltbarkeitsdauer von Lebensmitteln erheblich. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen von Horizon 2020, dem EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Ester Segal, Leiterin des Projekts, erläutert: »NanoPack wird eine Lösung für eine längere Haltbarkeit bieten, indem es intelligente antimikrobielle Oberflächen benutzt, die in die Verpackungen der Lebensmittel integriert sind.« Die Erfindung soll dabei helfen, die 1,3 Milliarden Tonnen von Lebensmittelabfall zu reduzieren, die jedes Jahr anfallen und einen riesigen Verlust für die Wirtschaft und die Ressourcen der Erde darstellen.

Erklärung
Der Such- und Rettungsdienst ZAKA stellt klar: »Im späten Januar hatten wir im guten Glauben auf die Bitte des israelischen Außenministeriums und der Familie Hassin reagiert, das Leben von Ben Hassin zu retten. Wie sein Vater berichtet hatte, droht seinem Sohn möglicherweise die Todesstrafe in einem nahöstlichen Land, zu dem Israel keine diplomatische Beziehung unterhält. Die Zahlung eines hohen Geldbetrages könne zu einer leichteren Strafe führen, wie es in diesem Staat üblich sei, hieß es.« Ben Hassin wird vorgeworfen, in dem Land einen Taxifahrer ermordet zu haben. Er selbst sagt, er habe in Notwehr gehandelt. In einer Crowdfunding-Aktion waren innerhalb von 24 Stunden die benötigten 120.000 Dollar zusammengekommen. »Seitdem ist das Geld sicher hinterlegt, bis die Anwälte von ZAKA überzeugt sind, dass die Summe durch legale Kanäle dort ankommt, wo sie ankommen soll«, heißt es in der Erklärung von ZAKA weiter. »Dies ist wichtig für eine Organisation wie die unsere, die auf finanzielle Transparenz besteht.« Zwei Wochen später wartet ZAKA jedoch noch darauf, dass die Familie des Opfers in dem islamischen Land reagiert und dem Deal zustimmt. Sollte dies nicht geschehen, so die Hilfsorganisation, werde man die gesamte Summe an die Spender rücküberweisen. Ben Hassins Vater wirft ZAKA nun vor, die Angelegenheit verschleppt zu haben.

Kaffee
Sie sind mit der Zahl Fünf bekannt geworden. Die Kette Cofix, die den israelischen Kaffeemarkt seit 2013 mit ihren Läden revolutionierte, in denen alles fünf Schekel kostet, setzt nun auf die Sechs. Auf seiner Facebook-Seite veröffentlichte Cofix die Nachricht, dass ab Sonntag alles in den 131 Filialen nun einen Schekel mehr kosten wird (umgerechnet 1,40 Euro). Grund seien die gestiegenen Marktpreise. »Diese Erhöhung wird es uns ermöglichen, eine starke Marke zu bleiben«, heißt es. In den 20 Cofix-Supermärkten aber wird weiterhin jedes Produkt für fünf Schekel zu haben sein.

Skandal
Fünf Angestellte des Haifaer Altenheimes Neot Kipat Hasahav sind unter dem Verdacht der Misshandlung von Bewohnern festgenommen worden. Die Verdächtigen, darunter eine leitende Krankenschwester, sollen die alten Menschen brutal geschlagen, geschüttelt und anderweitig misshandelt haben, damit sie schlafen gehen. Premierminister Benjamin Netanjahu sagte bei der Kabinettseröffnung, er sei schockiert über den Bericht. »Das geht gegen unsere jüdischen Werte und die grundlegenden Werte unseres Staates.« Außerdem seien in dem Heim erschreckende Hygienemängel festgestellt worden. Ein Sprecher des Hauses sagte nach dem Bericht: »Es ist unsere Absicht, mit den Familien der Betroffenen in voller Transparenz zusammenzuarbeiten, damit wir das Unrecht wieder gut machen können.«

Tüten
Wer geglaubt hatte, dass die Israelis an ihren Tüten hängen, der irrte. Die Umstellung in den Supermärkten von Plastik auf Stoff lief viel besser als erwartet. Sogar so gut, dass der landesweit einzige Produzent von wiederverwendbaren Beuteln, RavSal Technologies, mit der Herstellung kaum hinterherkommt. Seit Anfang Januar gibt es in den meisten Geschäften keine Plastiktüten mehr umsonst. Pro Stück müssen zehn Agorot (2,5 Cent) gezahlt werden, ein Stoffbeutel kostet drei bis fünf Schekel. Jetzt vermelden die Supermärkte bereits einen Rückgang des Plastiks um 80 Prozent.

Ausstellung
30 Fotos sollen der ganzen Welt die einzigartige Schönheit Israels zeigen. Die Ausstellung der Naturfotografien wird jetzt im Gebäude der Vereinten Nationen in New York gezeigt. Sie ist eine Kooperation der nationalen Natur- und Parkbehörde und dem israelischen Gesandten bei den Vereinten Nationen, Danny Danon. Die Bilder zeigen die Vielfalt der Natur, von den geografischen Besonderheiten Israels über Schutzmaßnahmen für das Mittelmeer bis zu gefährdeten Tierarten.

Ranking

Das sind die 50 einflussreichsten Juden weltweit

von Michael Thaidigsmann  23.09.2026

Wohltätigkeit

Gal Gadot ganz großzügig

Die Hollywood-Schauspielerin spendet Geld vom Genesis-Preis an Organisationen für die Rehabilitation psychisch Kranker

von Sabine Brandes  23.09.2026

Emmanuel Macron spricht vor der UN-Vollversammlung

Vereinte Nationen

Jerusalem nennt Macrons Behauptung zur Hamas »absurd«

Der französische Präsident behauptet vor der Vollversammlung, die Terrororganisation sei im Westjordanland nie aktiv gewesen. Tatsächlich verübt sie dort regelmäßig Anschläge

von Sabine Brandes  23.09.2026

Jerusalem

Israel startet Kampagne gegen Voreingenommenheit der UN

Ein Video zeigt Papageien bei der UNO-Vollversammlung, die »Beschuldigt Israel!« durch den Versammlungssaal schreien

 23.09.2026

Jerusalem

Lucien Lazare gestorben

Der Historiker und Pädagoge schloss sich während der deutschen Besatzung Frankreichs dem Widerstand an. In Israel gehörte er zur Kommission von Yad Vashem

 23.09.2026

Jerusalem

Israel droht mit Räumung Gazas im Falle neuer Entführung

Fast drei Jahre nach dem beispiellosen Hamas-Massaker am 7. Oktober droht Israels Verteidigungsminister mit drastischen Folgen, sollte erneut ein Israeli verschleppt werden

 23.09.2026

Israelische Zeitungen

Wahlergebnisse

»Sieg der Extreme«

Nach dem AfD-Erfolg in Mecklenburg-Vorpommern wächst in Israel die Aufmerksamkeit für Deutschlands politische Verschiebung

von Sabine Brandes  22.09.2026

Debatte

Wehret den Anfängen gilt rechts und links

Ein Offener Brief an Bischof Christian Stäblein vom Evangelischen Arbeitskreis der CDU Berlin/Brandenburg

von Cornelia Seibeld  22.09.2026

Reaktionen

Besorgnis in Israel nach Berlin-Wahl

Der Wahlsieg der Linken sorgt vor allem mit Blick auf Antisemitismus und das jüdische Leben in der deutschen Hauptstadt für Aufmerksamkeit in israelischen Medien

von Sabine Brandes  22.09.2026