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Bereitet Ärger: der Pelikan Foto: Thinkstock

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Reisewarnung, »Milky«-Mann und Pelikane

von Ingo Way  31.08.2015 18:24 Uhr

Reisewarnung
An den Hohen Feiertagen reisen israelische Urlauber besonders gerne ins Ausland. Die Regierung hat zu diesem Anlass jetzt neue Reisewarnungen herausgegeben, in denen sie ihre Bürger mahnt, sich vor IS-Kämpfern, die aus dem Irak und aus Syrien in den Westen zurückgekehrt sind, in Acht zu nehmen. Jüdische Zentren in West- und Nordeuropa könnten potenzielle Anschlagsziele sein, heißt es darin. Israel selbst sei höchstens »sekundäres Ziel« – die potenziellen Terroristen hätten eher ihre eigenen westlichen Länder im Visier. Die Liste umfasst 27 Länder mit unterschiedlich hohem Gefährdungspotenzial – darunter Dänemark, Frankreich, Belgien, Kanada und Australien. Auch von Reisen in die Türkei, eines der beliebtesten Reiseziele für Israelis, rät die Regierung ab. Als »gefährlich« klassifiziert werden zudem Chabad-Häuser sowie jüdische Gemeindezentren. Neben dem IS stelle auch die Hisbollah im Ausland eine Bedrohung dar.

Mundwasser
Der »Milky-Mann« ist zurück. Im Sommer vergangenen Jahres hatte Naor Narkis einige Internet-Berühmtheit erlangt, nachdem er auf Facebook den Kassenbon einer Berliner Aldi-Filiale gepostet hatte, auf dem der Preis für einen Schokopudding (in Israel als »Milky« bekannt) mit 19 Cent ausgewiesen war. Damit wollte er zeigen, wie viel billiger doch die deutschen Lebensmittelpreise im Vergleich zu den israelischen sind. Kurz darauf kehrte Narkis allerdings in seine Heimat zurück. Nun lässt der 26-Jährige wieder von sich hören. Seit dem 1. September bietet er auf seiner Website deutsche Drogerieprodukte in Israel an. Seine Produkte seien bis zu 70 Prozent billiger als in einheimischen Läden, verspricht er. So kostet etwa ein After Shave statt umgerechnet 19 Euro nur noch 4,50 Euro, ein Mundwasser statt 10,25 Euro nur 2,95 Euro. Dabei kommt dem findigen Unternehmer der schwache Euro-Kurs zugute, durch den Europa für Israelis immer günstiger wird. Die Lebenshaltungskosten sind in Israel in den vergangenen Jahren massiv gestiegen.

Pelikane
Zwei Kibbuzim haben die Naturschutzbehörde auf Schadenersatz verklagt, wie die Tageszeitung Haaretz berichtet. Der Grund: Zehntausende Pelikane hätten während des letzten Vogelzugs ihre Fischteiche leergefressen. Weil die Regierung angeblich nichts dagegen unternommen hat, wollen die Kibbuzim Maagan Michael am Mittelmeer und Gan Schmuel bei Haifa nun fünf Millionen Schekel (etwa 1,2 Millionen Euro) haben. Doch die für Naturschutz und Nationalparks zuständige Behörde will nicht zahlen. Die Landwirte selbst hätten angebotene Hilfsmaßnahmen abgelehnt, heißt es.

Spielfilm
Gideon Raff kehrt zu seinen Wurzeln zurück. Nachdem der israelisch-amerikanische Regisseur, Produzent und Drehbuchautor in den vergangenen Jahren vor allem mit Fernsehserien erfolgreich war – mit dem Kriegsgefangenendrama Hatufim, dessen US-Ableger Homeland und zuletzt mit Dig und Tyrant –, will er jetzt wieder einen Film fürs Kino drehen, seinen ersten seit 2008. Der Produktionsgesellschaft Fox Searchlight, einer Tochterfirma von 20th Century Fox, unterbreitete er den Vorschlag, einen Spielfilm über die Rettung der äthiopischen Juden in den 80er-Jahren zu machen – und Fox Searchlight sagte zu. Bei Operation Brothers wird Raff das Drehbuch schreiben, Regie führen und den Film produzieren. Die Story beginnt im Jahr 1977, als Premier Menachem Begin dem Mossad den Auftrag gab, die äthiopischen Juden nach Israel zu bringen. Wann die Dreharbeiten anfangen, ist bisher noch nicht bekannt.

Wohlbefinden

Zwar nicht der erste, aber doch ein guter vierter Platz: Israel zählt zu den familienfreundlichsten Ländern der Welt. Das ist das Ergebnis einer Studie der Organisation »Inter- Nations«, die sich an Expats und Auswanderer in aller Welt richtet. Auf den Plätzen eins bis drei des »Family Life Index« finden sich Österreich, Finnland und Schweden. Deutschland belegt den siebten, die USA nur den 25. Platz. Auf dem letzten Platz der 41 untersuchten Länder liegt Saudi-Arabien. Befragt wurden pro Land mindestens 30 Emigranten, die ihre Kinder in dem jeweiligen Land aufziehen. Kriterien sind Verfügbarkeit, Qualität und Kosten von Betreuungs- und Bildungsangeboten, Auswahlmöglichkeiten sowie das generelle Wohlbefinden von Familien. In der letzteren Kategorie erzielte Israel besonders gute Umfragewerte und liegt darin sogar auf Platz drei hinter Australien und Österreich.

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