Kurznachrichten

Auf die Schnelle

Gerüchte um Refaeli und Jagger Foto: Flash 90

Tüten
Bislang werden in Israels Geschäften Plastiktüten noch immer kostenlos ausgegeben. Doch nun schlägt das Umweltministerium vor, dem ein Ende zu setzen. 60 Agorot (etwa zwölf Cent) sollen Kunden demnächst für einen Beutel zahlen müssen. Die Gebühr soll den Importeuren und Herstellern von Tüten berechnet werden. Doch man geht davon aus, dass sie den Betrag komplett an die Kunden weitergeben. Die Einnahmen will das Ministerium in einen Fonds für die Umwelt stecken. Wer sich nicht an die neue Regelung hält, kann mit Strafen von bis zu 4000 Euro für Individuen und 8000 Euro für Unternehmen belegt werden. Ausgenommen sind Medikamente sowie Waren, die offen verkauft werden, darunter fallen etwa Obst und Gemüse. Während die Zahl der Plastiktüten in Europa in den vergangenen Jahren extrem zurückgegangen ist, benutzen Israelis jährlich noch immer mehr als 440 Millionen der umweltschädlichen Tragetaschen.

Konzert
Nach dem erfolgreichen Konzert der Rolling Stones in Tel Aviv hat sich jetzt ein weiterer Superstar im Heiligen Land angekündigt: Die wildeste Lady des Pop wird Israel am 13. September einen Besuch abstatten – und die Fans sind schon jetzt ganz gaga. Karten für das Konzert von Lady Gaga werden ab etwa 75 Euro über den Ladentisch gehen. Das ist im Vergleich zur Stones-Show am 4. Juni vergleichsweise billig, bei der Rockliebhaber für ein Ticket mindestens 150 Euro berappen mussten. Die schrille Sängerin wird zum zweiten Mal über die Tel Aviver Bühne tanzen. Ihren ersten Auftritt hatte Lady Gaga 2009, als sie gerade am Anfang ihrer kometenhaften Karriere stand.

Verkauf
Sie sind kein Start-up, und doch hatte der Kibbuz Sdot Jam an der nördlichen Küste jetzt einen »Exit«, also einen lukrativen Verkauf seines Unternehmens. Caesarea Stone ist der weltweit größte Hersteller von Quarzstein-Küchentheken. Für umgerechnet rund 180 Millionen Euro wurde ein Drittel der kibbuzeigenen Aktien verkauft, wodurch große Summen an die 400 Mitglieder der Gemeinschaft fließen, die sich deshalb kaum mehr Sorgen um die Zukunft machen müssen. Außerdem gehört der Kooperative nach wie vor ein Drittel von Caesarea Stone. Noch vor wenigen Jahren war die Kollektivsiedlung am Strand des Mittelmeeres so arm, dass sie ihre Straßenbeleuchtung nachts ausschalten musste. Diese Zeiten sind nun wohl für immer vorbei.

Streit
Bar Refaeli und Mick Jagger? Nicht wirklich! Doch für den Geschmack von Adi Ezra, den Ex-Freund des israelischen Supermodels, scheinen sich die beiden dennoch viel zu nahe gekommen zu sein. Auf der After-Show-Party des Rolling Stones Konzerts in Tel Aviv soll die schöne Bar in der Nähe des Band-Frontmanns getanzt haben, was für Ezra offenbar zu viel des Guten war. Augenzeugen berichteten, dass der Geschäftsmann seine Liebste daraufhin von der Tanzfläche zog, die das allerdings gar nicht lustig fand. Nach einem lautstarken Streit vor 150 Gästen – inklusive Jagger – verließen die beiden die Party getrennt und sollen seitdem nicht mehr miteinander gesprochen haben. Weder Refaeli noch Ezra äußerten sich zu der misslungenen Partynacht.

Schmitta
Nach Rosch Haschana ist Schluss. Dann werden die Böden in Israel nichts mehr hergeben. Denn das kommende jüdische Jahr ist das siebente und damit Schmitta, in dem die Felder brachliegen müssen. Die Regierung verabschiedete jetzt kostspielige Maßnahmen für das Schmitta-Jahr. 20 Millionen Euro sollen den Landwirten helfen, durch die für sie schwere Zeit zu kommen. Zur Kasse gebeten werden vor allem die Konsumenten, die teureres, oft importiertes Obst und Gemüse kaufen müssen. Fast zehn Millionen Euro sollen die Farmer erhalten, die ihre Felder nicht bestellen können, und fünf all jene, die nicht in ihren Obstplantagen arbeiten. Außerdem sollen rund 1,4 Millionen für den Bau von Gewächshäusern auf Land ausgegeben werden, das Nichtjuden gehört.

Vereinbarung
Sie ist unterzeichnet. Am Sonntag setzten Israel und die EU ihre Unterschriften unter die Vereinbarung »Horizon 2020«, die Israel denselben Zugang zu EU-Forschung und Innovation erlaubt wie Mitgliedsstaaten. Mit seinem 80-Milliarden-Euro-Budget in sieben Jahren gehört das Programm zu einem der größten weltweit. »Israel ist ein starker Spieler im Bereich von Forschung und Entwicklung und daher ein wichtiger Partner für die EU, um soziologische Probleme der Gesellschaft wie Altern, Lebensmittelsicherheit, Umweltschutz und anderes anzugehen«, sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso bei der Unterzeichnung.

Party
Von einer kleinen Parade auf der Hayarkonstraße hat sich die Gay Pride Tel Aviv in den vergangenen Jahren zu sieben vollen Tagen Feiern entwickelt. In dieser Woche findet die 16. Veranstaltung für die LBGT-Gemeinde statt. Regenbogenfahnen, schrillbunte Kostüme und viel nackte Haut sind Zeichen der Schwulen und Lesben, die Tel Aviv in diesen Tagen wieder einmal zur Hauptstadt ihres Stolzes machen. Die Veranstaltungen beginnen mit der alljährlichen Parade entlang der Promenade, die traditionell in wilden Strandpartys endet, bei denen unter anderem Künstler wie Dana International und Ninet auftreten. Verschiedene Veranstaltungen wie Filme, Ausstellungen und Lesungen gibt es gleichzeitig in der ganzen Stadt.

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