Kurzmeldungen

Auf die Schnelle

Besiegt, berechnet, bestärkt

von Sabine Brandes  02.09.2013 16:59 Uhr

Foto: PR

Besiegt, berechnet, bestärkt

von Sabine Brandes  02.09.2013 16:59 Uhr

Besiegt
Sie ist die erste Israelin, die bei den Judo-Weltmeisterschaften Gold geholt hat: Yarden Gerbi überraschte am vergangenen Dienstag in Rio de Janeiro, Brasilien, die versammelte Sportwelt. Obwohl sie als Weltbeste in der Unter-63-Kilogramm-Klasse ins Rennen gegangen war, verblüffte die junge Israelin. Denn die 24-Jährige erlangte in allen fünf Kämpfen das sogenannte Ippon, die Judo-Version des Knock-out. Nachdem Gerbi fast drei Minuten gebraucht hatte, um die italienische Judoka Valentina Giorgis zu schlagen, gelang ihr der Sieg im Finale gegen Clarisse Agbegnenou in sensationellen 43 Sekunden.

Berechnet
Traditionell am Vorabend des Neujahrsfestes veröffentlicht die Zentrale Statistikbehörde die neuesten demografischen Daten. Danach leben in Israel jetzt 8,081 Millionen Menschen, 148.000 mehr als im Jahr zuvor. 75,1 Prozent der Bevölkerung sind Juden, 20,7 Prozent Araber, 4,2 Prozent gehören einer anderen oder keiner Glaubensrichtung an. Im zu Ende gehenden Jahr wurden 160.749 Babys geboren. Die beliebtesten Namen der neuen Staatsbürger waren: Itay, Daniel, Ori, Yosef, und Noam für Jungen; Noa, Shira, Tamar, Talia und Yael für Mädchen.

Bestärkt
Während der Feiertage geben die Menschen viel mehr Geld aus als gewöhnlich. Auch die Überlebenden der Schoa. Diese Last soll ihnen nun etwas erleichtert werden. Hashava, die Holocaust-Entschädigungs-Organisation Israels, verdoppelt für diesen Monat die finanzielle Unterstützung, die den Menschen gewöhnlich ausgezahlt wird. Hashava wurde vor fünf Jahren gegründet und unterstützt jeden Monat etwa 11.000 Überlebende der Schoa.

Beworben
Wer dieser Tage einen Viererpack Joghurt von Danone kauft, dem lächelt ein ganz besonderer Koch entgegen: Masterchef Tom Franz. Der einstige Kölner, der in Israel den Titel der beliebten Fernsehshow mit gleichem Namen holte, macht jetzt Werbung – und dabei eine richtig gute Figur. Mit weißer Schürze lächelt er auf der Hochglanzbroschüre in die Kamera und erklärt im Klappentext, wie gern er Danone-Joghurt schon als Kind gegessen hat. Heute greift er noch immer zu, allerdings lieber zum Kochen. Auch teilt Franz in der Broschüre köstliche Rezepte mit seinen Anhängern, darunter sommerliches Joghurt-Mousse und Joghurt-Brötchen.

Betanzt
Israelische Soldaten haben ein Talent für Videos, die weltweit zu wahren Klick-Hits werden. Das Jüngste in der Reihe ist ein Film über Soldaten, die (in voller Kampfmontur) in einen Nachtclub im palästinensischen Hebron einkehren. Doch nicht, um zu kämpfen, sondern bei der Hochzeit mitzufeiern. Das Lied »Gang- nam Style« ging den Soldaten offenbar so sehr ins Blut, dass sie sich prompt auf die Tanzfläche schwangen. An einer Stelle werden einige von ihnen sogar von Palästinensern auf die Schultern gehoben. Der Welt gefällt dieser menschliche »Einsatz« der Soldaten, der Armeeführung indes gar nicht. Sie hätten schwere Ausschreitungen auslösen und sogar gekidnappt werden können, heißt es von offizieller Stelle. Die Tanzenden müssen nun mit empfindlichen Strafen rechnen.

Belehrt
Auch in dieses Schofar muss man hineinblasen, um einen Ton zu erhalten. Dennoch es ist anders als alle anderen. Denn leisten kann es sich jeder: Es kommt per App aufs Handy. Die Entwicklerfirma G-dcast will mit ihrer Applikation »Wake Up World« die jüdischen Feiertage vor allem für Kinder zugänglicher machen. Die Chefin des Unternehmens, Sarah Lefton, erklärte, dass es ihres Wissens nach die einzige »jüdische Anwendung mit Input-Technologie ist«. G-dcast hatte bereits mehrere Apps zum Verständnis der Tora herausgegeben, zum Beispiel eine zu Pessach und eine zum Challe-Backen für Schabbat.

Beschwert
Israel ist einer der Vorreiter weltweit in Sachen gleiche Rechte für Homosexuelle. Hier muss sich niemand verstecken. Nicht so in Russland. Nach einer Reihe von neuen Gesetzen gegen Schwule und Lesben zeigen Israels homosexuelle Künstler jetzt Flagge, was sie davon halten. Das Projekt von David und Jonathan Marketing mit dem Titel »Red Flag« porträtiert Sänger, Tänzer, Schauspieler und andere in Uniformen der Roten Armee, Blut rinnt aus ihrem Mund. Der Vergleich mit dem ikonenhaften Foto von Pierre und Gilles, auf dem einem Soldaten eine Träne über die Wange rollt, ist gänzlich beabsichtigt und gewollt.

Ankara

Türkei ernennt nach vier Jahren wieder Botschafter für Israel

Im Zuge der Wiederannäherung mit Israel hat nun auch die Türkei einen Botschafter für ihre Auslandsvertretung ernannt

 07.10.2022

Politik

Nahöstlicher Realismus

Die Zweistaatenlösung ist wieder in den Schlagzeilen. Aber Experten und Bevölkerung glauben immer weniger an eine Vereinbarung mit den Palästinensern

von Sabine Brandes  07.10.2022

Demonstrationen

Iraner bitten Israelis um Hilfe

Tausende iranische Frauen schreiben der israelischen Sängerin Rita – weltweit wird Solidarität bekundet

von Sabine Brandes  06.10.2022

Politik

Netanjahu wieder aus Krankenhaus entlassen

Oppositionsführer war nach Unwohlsein an Jom Kippur am Mittwoch ins Shaare Zedek Medical Center eingeliefert worden

von Sabine Brandes  06.10.2022

Jom Kippur

Fasten, Fahrräder, Friedensgebete

In Israel steht am höchsten jüdischen Feiertag alles still – die Sicherheitskräfte sind in Alarmbereitschaft

von Sabine Brandes  04.10.2022

Terror

IS-Zelle plante Anschlag auf Schule in Nazareth - wegen Sexualkunde  

Schin Bet: »Die Terrororganisation arbeitet weiter hartnäckig daran, ihre Ideologie unter israelischen Bürgern zu verbreiten»

 02.10.2022

Berlin

Lars Windhorst, Hertha BSC und die Detektei aus Israel

Es wird heftiger. Nun wehrt sich Lars Windhorst und greift auch die neuen Hertha-Bosse an. Es geht um eine Detektei aus Israel, eine Klage, die zurückgezogen wurde - um Geld, Vertrauen und mehr

 02.10.2022

Sport

»Schach ist vielleicht nichts für Frauen«

Nach sexistischen Äußerungen: Schach-Weltverband setzt israelischen Kommentator ab

 30.09.2022

Gesellschaft

Nach 30 Jahren erstmals wieder Kibbuz-Gründung in Israel

Nahe Arad wird erstmals nach über 30 Jahren wieder ein neuer Kibbuz gegründet

 30.09.2022