Tu Bischwat

Artischocken für den Präsidenten

Geschenke für Reuwen Rivlin zu Tu Bischwat Foto: Beit Hanasi

Gut, dass Israels Präsident Gemüse mag. Körbe voller grüner Köstlichkeiten trafen am Montag im Beit Hanasi, dem Amtssitz von Reuven Rivlin, in Jerusalem ein. Drei Generationen von Artischocken-Anbauern präsentierten ihre Produkte zu Tu Bischwat, dem Neujahrsfest der Bäume, das am Sonntagabend begann. »Tu Bischwat sameach«, begrüßte Reuven Rivlin die Besucher und wünschte eine »gute Ernte mit Regen zur richtigen Zeit«.

Rivilin sagte: »Ich freue mich immer, unsere Bauern hier bei uns zu sehen.« Die Familien Schmilovitz aus Neve Yarak, die Mazors aus Nir Banim und die Yakoba-Rahmani-Familie aus Schafir brachten Produkte ihrer Ernte mit. Außerdem sagten sie, sie hätten gehört, der Präsident sei ein großer Fan von Artischocken, und seine verstorbene Frau Nechama habe sie ihm oft zubereitet.

»Nechama achtete darauf, dass wir eine Verbindung zu Israels Natur haben, der Erde und den Jahreszeiten.«

Rivlin bewunderte das Gemüse und dankte den Bauern: »Obwohl ich durch und durch Jerusalemer bin, hat die Moschawnikit (Bewohnerin einer Gemeinschaftssiedlung) Nechama immer darauf geachtet, dass wir eine Verbindung zu Israels Natur haben, der Erde und den Jahreszeiten.« Ihre Artischocken seien oft Mittelpunkt des Schabbat-Abendessens gewesen. »Also erfüllt mich diese Gabe mit besonderer Sehnsucht.«

Der Vorsitzende der Artischockenanbauer im Land, Noam Yakoba, teilte mit, dass die von Rivlin erwähnten Exemplare aus dem Gemeindegarten im Beit Hanasi stammten, der von Nechama Rivlin angelegt wurde.

Ende des Schuldkults: Wenn Claudia Roth plötzlich wie Björn Höcke klingt

Eine Einordnung von Georg M. Hafner

 07.11.2026

Berlin

Merz fordert Ausreise bei Judenhass unter Muslimen

Bei einem Empfang jüdischer Sportler äußert sich der Kanzler deutlich zum Antisemitismus unter muslimischen Einwanderern

 07.11.2026

Nach den Wahlen

Streit um Regierungsbildung in Israel eskaliert

Israels amtierender Ministerpräsident Netanjahu fordert eine breite Koalition unter Einschluss der Rechtsextremisten. Oppositionspolitiker Eisenkot weist das Angebot umgehend als PR-Manöver zurück

 07.11.2026

Interview

Kann Israel ohne Amerikas Waffen bestehen?

Der Politikwissenschaftler Jonathan Rynhold erklärt, was ein Ende der US-Militärhilfe für Israels Sicherheit bedeuten würde und wie sich das Verhältnis zu Washington in Zukunft entwickeln könnte

von Sabine Brandes  07.11.2026

Jerusalem

Israels Präsident vergibt Auftrag zur Regierungsbildung

In Israel beginnt der Countdown zur Regierungsbildung. Präsident Herzog vergibt den Auftrag wahrscheinlich an den Oppositionspolitiker Eisenkot

 07.11.2026

Medizin

Eine neue Lunge und zur Genesung nur Paracetamol

In Israel ist erstmals eine Lungentransplantation mithilfe eines Operationsroboters gelungen. Für den Patienten bedeutet das eine deutlich schnellere Genesung

von Sabine Brandes  06.11.2026 Aktualisiert

Israel

Was sich mit Eisenkot ändern könnte

Eine Mehrheit der Abgeordneten empfiehlt Gadi Eisenkot für den Auftrag zur Regierungsbildung. Doch der Weg ins Amt ist steinig. Und wie weit könnte ein Kurswechsel unter ihm tatsächlich gehen?

von Sara Lemel  06.11.2026

Wahlen

Netanjahus Partner gehen von Bord

Die Charedim erklären sich für ungebunden und entziehen dem Rechtsblock ihre Unterstützung. Herausforderer Gadi Eisenkot hat deutlich mehr Empfehlungen hinter sich

von Sabine Brandes  05.11.2026

Israel

Herzog setzt Gespräche über Regierungsbildung fort

Erst Gespräche mit den kleinen Parteien, am Abend dann mit den stärksten in der neuen Knesset: Präsident Herzog sondiert die Möglichkeiten für eine neue Regierung

 05.11.2026