Tu Bischwat

Artischocken für den Präsidenten

Geschenke für Reuwen Rivlin zu Tu Bischwat Foto: Beit Hanasi

Gut, dass Israels Präsident Gemüse mag. Körbe voller grüner Köstlichkeiten trafen am Montag im Beit Hanasi, dem Amtssitz von Reuven Rivlin, in Jerusalem ein. Drei Generationen von Artischocken-Anbauern präsentierten ihre Produkte zu Tu Bischwat, dem Neujahrsfest der Bäume, das am Sonntagabend begann. »Tu Bischwat sameach«, begrüßte Reuven Rivlin die Besucher und wünschte eine »gute Ernte mit Regen zur richtigen Zeit«.

Rivilin sagte: »Ich freue mich immer, unsere Bauern hier bei uns zu sehen.« Die Familien Schmilovitz aus Neve Yarak, die Mazors aus Nir Banim und die Yakoba-Rahmani-Familie aus Schafir brachten Produkte ihrer Ernte mit. Außerdem sagten sie, sie hätten gehört, der Präsident sei ein großer Fan von Artischocken, und seine verstorbene Frau Nechama habe sie ihm oft zubereitet.

»Nechama achtete darauf, dass wir eine Verbindung zu Israels Natur haben, der Erde und den Jahreszeiten.«

Rivlin bewunderte das Gemüse und dankte den Bauern: »Obwohl ich durch und durch Jerusalemer bin, hat die Moschawnikit (Bewohnerin einer Gemeinschaftssiedlung) Nechama immer darauf geachtet, dass wir eine Verbindung zu Israels Natur haben, der Erde und den Jahreszeiten.« Ihre Artischocken seien oft Mittelpunkt des Schabbat-Abendessens gewesen. »Also erfüllt mich diese Gabe mit besonderer Sehnsucht.«

Der Vorsitzende der Artischockenanbauer im Land, Noam Yakoba, teilte mit, dass die von Rivlin erwähnten Exemplare aus dem Gemeindegarten im Beit Hanasi stammten, der von Nechama Rivlin angelegt wurde.

Kommentar

Tote Juden stören nicht

Unsere Erinnerungskultur liebt Stolpersteine, aber stolpert nicht über den Antisemitismus vor der eigenen Haustür. Wie der Kampf gegen Judenhass am Nekrosemitismus scheitert

von Nelly Eliasberg  31.05.2026

Libanon

Israel stellt sich auf mehr Angriffe der Hisbollah ein

Am Wochenende griff die Hisbollah Kiriat Schmona im Norden Israels in vier Wellen an. Die israelische Armee bereitet sich auf einen verstärkten Raketenbeschuss vor und weitet ihre Bodeneinsätze im Südlibanon aus

 31.05.2026

Hintergrund

Israel über Guterres: »Sind mit diesem Generalsekretär fertig«

Die Beziehungen zwischen Israel und dem bald aus dem Amt scheidenden UN-Generalsekretär António Guterres sind auf einem neuerlichen Tiefpunkt. Dabei hatte alles ganz anders begonnen

von Michael Thaidigsmann  29.05.2026

Tourismusbranche

Trotz anhaltender Konflikte: Israel wirbt wieder verstärkt um Touristen

Eine Werbeoffensive in Nordamerika soll ausländische Urlauber zurückholen

 29.05.2026

Spendensammlung

Nova-Massaker: Gedenkstätte bei Re’im bittet um Spenden für Fertigstellung

Täglich kommen Tausende Menschen zu der provisorischen Anlage nahe der Gaza-Grenze. Der Gedenkort für 378 von Terroristen ermordete Menschen soll nun ausgebaut werden

 29.05.2026

Jordantal

Netanjahu: Israel wird 70 Prozent des Gazastreifens kontrollieren

Auch bestätigt der Ministerpräsident erstmals öffentlich, israelische Bodentruppen hätten während der jüngsten Operationen im Südlibanon den Litani-Fluss überschritten

 29.05.2026

Meinung

Kein Boykott – nur Abscheu

Die irische Schriftstellerin Sally Rooney möchte ihren neuesten Roman doch auf Hebräisch übersetzen lassen. Zuvor sortiert sie aber Israelis aus - und das Mitgefühl gleich mit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Gesellschaft

Charedische Wehrdienstverweigerer erstmals festgenommen

Ultraorthodoxe Regierungspolitiker rufen zum Boykott der Polizei auf, nachdem die Behörden härter gegen Wehrdienstverweigerer vorgehen

von Sabine Brandes  28.05.2026

Ungelöster Fall

Wo ist die kleine Haymanut?

Mehr als zwei Jahre nach dem Verschwinden des Mädchens schaltet sich der Schin Bet ein – begleitet von wachsendem Druck auf Polizei und Regierung.

von Sabine Brandes  28.05.2026