Nahost

Armee reagiert auf Angriffe aus Gaza

Raketenabwehrsystem »Iron Dome« im Einsatz Foto: Flash 90

Nach Attacken extremistischer Palästinenser mit Mörsergranaten und Sprengstoff-Ballons hat die israelische Armee am späten Donnerstagabend Angriffe auf den Gazastreifen geflogen. Es war der zweite Tag, an dem die Gewalt an der fragilen Grenze eskalierte. Nach Angaben der Sicherheitsbehörden gab es auf keiner Seite Verletzte.

Eines der Objekte an den Ballons detonierte sofort nach dem Aufprall, ein anderes verfing sich in einem Baum in der Region Sdot Negev unweit des Grenzgebietes. Spezialkräfte der Polizei entschärften den Sprengstoff. Bereits am Tag zuvor hatten Anwohner die Sicherheitskräfte informiert, dass einige zusammengebundene Ballons mit einem verdächtigen Objekt inmitten eines Wohngebietes gelandet waren.

Grenzzaun Palästinenser hatten sich dieser Art der Attacken im Rahmen der gewalttätigen Proteste am Grenzzaun bedient, die unter dem Motto »Marsch der Rückkehr« im Jahr 2018 begonnen hatten. Vor rund einem halben Jahr waren sowohl die Demonstrationen als auch die Zahl der Brandbomben extrem zurückgegangen. Die Ballons, bestückt mit brennenden Materialien, hatten im Sommer riesige Feuer im israelischen Süden entfacht und Tausende Quadratmeter Felder vernichtet.

Die Mörsergranaten stammen nach IDF-Angaben von der Terrorgruppe Islamischer Dschihad.

Die Mörsergranaten stammen nach Angaben der IDF von der Terrororganisation Islamischer Dschihad, die ebenfalls im Gazastreifen agiert. Zwei wurden vom Abwehrsystem »Iron Dome« (Eiserne Kuppel) abgefangen. Zwei andere landeten auf offenem Feld und richteten keinen Schaden an.

Video Am Donnerstag veröffentlichte die Armee die Nachricht, dass »ein Helikopter der IDF eine Infrastruktur beschossen hat, die für unterirdische Aktivitäten der Terrororganisation Hamas genutzt wird«.

Ein Video, das im öffentlich-rechtlichen Sender Kan ausgestrahlt wurde, zeigt, wie Menschen eilig weglaufen. Von sporadischen Ausnahmen abgesehen, waren die vergangenen Monate in der Grenzregion zum Gazastreifen relativ ruhig verlaufen.

Nahost

Israelischer Soldat schlägt auf Jesus-Statue ein

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verurteilte die Attacke »aufs Schärfste«. Das israelische Militär kündigte »angemessene Maßnahmen« gegen alle Beteiligten an

 20.04.2026

Nahost

Iran richtet zwei Männer hin

Den Verurteilten wurde vorgeworfen, für den Mossad spioniert zu haben. Menschenrechtler sprechen jedoch davon, dass es sich um politische Gefangene gehandelt habe

 20.04.2026

Nord-Israel

Kiryat Schmona: Bewohner demonstrieren gegen Waffenruhe mit Hisbollah

Die Demonstranten werfen der Regierung vor, die Sicherheitsinteressen des Nordens preiszugeben

 20.04.2026

Staatsbesuch

Milei sagt Israel Unterstützung zu – Direktflüge und Botschaftsumzug angekündigt

Neben der Politik kommt die Kultur nicht zu kurz: Für eine israelische Fernsehsendung zum morgigen Jom Haatzmaut singt der argentinische Präsident einen Song

 20.04.2026

Bevölkerungswachstum

Mehr als 10,2 Millionen Menschen leben in Israel

Wie setzt sich die Bevölkerung des Landes heute zusammen?

 20.04.2026

TV-Tipp

Der Elvis der Violine

Ivri Gitlis ist ein Phantom. Er bespielte mit seiner Geige die großen Bühnen und musizierte mit den Stars der Musikbranche. Seinen Namen kennen heute aber nur die wenigsten. Eine Arte-Doku begibt sich auf Spurensuche

von Manfred Riepe  19.04.2026

Gesellschaft

IDF: Drei Wochen Gefängnis fürs Grillen

In der Armee mehren sich Strafen wegen des Nichteinhaltens »religiöser Disziplin«. In der Bevölkerung sorgt dies für Empörung über Ungleichbehandlung

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

Mehr als 1000 Prominente verteidigen Israels ESC-Teilnahme

Helen Mirren, Amy Schumer und Co: Internationale Persönlichkeiten unterzeichnen einen offenen Brief

von Sabine Brandes  19.04.2026

Eurovision Song Contest

»Der Künstler aus Israel kann per se natürlich nichts dafür, dass er aus Israel kommt, aber …«

Der deutsche Sänger und frühere ESC-Teilnehmer Michael Schulte ruft Israel zum freiwilligen Verzicht auf seine Teilnahme am Eurovision Song Contest auf

 19.04.2026