Israel

Archäologen entdecken 1600 Jahre altes Samaritaner-Anwesen

Israelische Archäologen haben Überreste eines rund 1600 Jahre alten landwirtschaftlichen Anwesens gefunden, das vermutlich einem wohlhabenden Samaritaner gehörte. Teil des Anwesens nordöstlich von Tel Aviv war eine Weinpresse mit einer griechischen Inschrift, wie die israelische Altertumsbehörde am Mittwoch mitteilte.

Die Inschrift »Nur Gott hilft dem schönen Besitz von Meister Adios, Amen« gelte als weiterer Hinweis auf eine intensive Besiedlung durch die Samaritaner während der byzantinischen Periode. Dies sei die Hochphase der Ansiedlung durch die Glaubensgemeinschaft in der Region gewesen.

glaubensgemeinschaft Die Samaritaner sind eine Glaubensgemeinschaft, deren rund 800 Mitglieder heute in Israel und dem Westjordanland leben. Der Glauben grenzt sich trotz vieler Gemeinsamkeiten vom Judentum ab. Samaritaner sehen den Grisim-Berg bei Nablus im nördlichen Westjordanland als heiligen, von Gott auserwählten Ort.

Die griechische Inschrift werde auf das frühe fünfte Jahrhundert nach Christi Geburt datiert, hieß es in der Mitteilung der Altertumsbehörde. »Die Inschrift wurde in einer beeindruckenden Weinpresse entdeckt, die offenbar Teil des landwirtschaftlichen Anwesens einer reichen Person namens Adios war«, sagte die Ausgrabungsleiterin Hagit Torge. Dies sei erst die zweite in Israel entdeckte Weinpresse mit einer entsprechenden Inschrift, die auf die Samaritaner hindeute.

Die Weinpresse sei nahe Tel Zur Natan entdeckt worden, wo sich auch Überreste einer samaritanischen Synagoge befänden. Dort gebe es ebenfalls eine Inschrift, die Adios‘ hohen Status offenbare, sagte Torge.  dpa

Knesset-Wahlen

Ein Wegweiser durch den Dschungel der israelischen Politik

Am 27. Oktober wählt Israel. Sie wollen mitreden, aber können die Parteien nicht auseinanderhalten? Willkommen im Klub. Die Israelis können es auch nicht

von Guy Katz  31.08.2026

Interview

»Israel ist stärkste Macht in der Region«

Dan Schueftan war Sicherheitsberater unter Israels Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin und Ariel Scharon. Heute sieht er das Land so dominant wie nie zuvor – und Europa auf einem ideologischen Irrweg

von Detlef David Kauschke  31.08.2026

Rehovot

Israelische Forscher melden Erfolg bei Krebsforschung

Forscher des Weizmann Institute of Science entdeckten gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern einen bislang unterschätzten Mechanismus bei der Entstehung genetischer Mutationen

 31.08.2026

Ofer Winter

Analyse

Wer hat Angst vorm Winter?

Vor den Wahlen wächst im Likud die Sorge vor Ofer Winter. Der Ex-General will das rechte Lager verändern und unterstützt trotzdem Netanjahu als Premier

von Sabine Brandes  31.08.2026

Jerusalem

Frauen in Israels Politik: Der nächste Rückschritt droht

Eine »Ynet«-Recherche zeigt: Von Gleichberechtigung kann bei den meisten Parteien keine Rede sein. Es gibt nur eine echte Ausnahme

 31.08.2026

Gedenken

Die »schönen Sechs« - wir vergessen nicht

Vor zwei Jahren wurden Hersh Goldberg-Polin, Carmel Gat, Almog Sarusi, Ori Danino, Eden Yerushalmi und Alexander Lobanov von der Hamas in Gaza ermordet

von Sabine Brandes  31.08.2026

Jerusalem

Bennett für Begnadigung Netanjahus – unter einer Bedingung

»Ich möchte nicht, dass er im Gefängnis landet«, sagt der frühere Ministerpräsident und Oppositionspolitiker

 31.08.2026

Jerusalem

Netanjahu: Protokolle werden »die Wahrheit« über den 7. Oktober zeigen

»Sie haben mich gefragt, was passiert wäre, wenn sie mich geweckt hätten. Es wäre nicht passiert«, so Israels Ministerpräsident

 31.08.2026

Geiselverhandlungen

Israels geheimer Draht zur Hamas

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Geheimdienstes Schin Bet enthüllt in einem Interview erstmals direkte Gespräche mit der Führung der Terrororganisation nach dem 7. Oktober 2023

von Sabine Brandes  30.08.2026