Israel

Archäologen entdecken 1600 Jahre altes Samaritaner-Anwesen

Israelische Archäologen haben Überreste eines rund 1600 Jahre alten landwirtschaftlichen Anwesens gefunden, das vermutlich einem wohlhabenden Samaritaner gehörte. Teil des Anwesens nordöstlich von Tel Aviv war eine Weinpresse mit einer griechischen Inschrift, wie die israelische Altertumsbehörde am Mittwoch mitteilte.

Die Inschrift »Nur Gott hilft dem schönen Besitz von Meister Adios, Amen« gelte als weiterer Hinweis auf eine intensive Besiedlung durch die Samaritaner während der byzantinischen Periode. Dies sei die Hochphase der Ansiedlung durch die Glaubensgemeinschaft in der Region gewesen.

glaubensgemeinschaft Die Samaritaner sind eine Glaubensgemeinschaft, deren rund 800 Mitglieder heute in Israel und dem Westjordanland leben. Der Glauben grenzt sich trotz vieler Gemeinsamkeiten vom Judentum ab. Samaritaner sehen den Grisim-Berg bei Nablus im nördlichen Westjordanland als heiligen, von Gott auserwählten Ort.

Die griechische Inschrift werde auf das frühe fünfte Jahrhundert nach Christi Geburt datiert, hieß es in der Mitteilung der Altertumsbehörde. »Die Inschrift wurde in einer beeindruckenden Weinpresse entdeckt, die offenbar Teil des landwirtschaftlichen Anwesens einer reichen Person namens Adios war«, sagte die Ausgrabungsleiterin Hagit Torge. Dies sei erst die zweite in Israel entdeckte Weinpresse mit einer entsprechenden Inschrift, die auf die Samaritaner hindeute.

Die Weinpresse sei nahe Tel Zur Natan entdeckt worden, wo sich auch Überreste einer samaritanischen Synagoge befänden. Dort gebe es ebenfalls eine Inschrift, die Adios‘ hohen Status offenbare, sagte Torge.  dpa

BDS

Boykottversuch gegen israelische Stadtbahn gescheitert

Eine spanische Gewerkschaft fordert von der Firma CAF, die Arbeiten an den Tel Aviver Wagen einzustellen. Doch die weigert sich standhaft

von Sabine Brandes  18.06.2026

Pride

»Wir verstecken uns nicht mehr«

In Tel Aviv erlebt die LGBTQ+-Szene Akzeptanz und Freiheit. Doch bis dahin war es ein langer Weg

von Sabine Brandes  18.06.2026

Libanon

Bericht: Israel führt »hartnäckige« Verhandlungen mit USA

Während Trump das Rahmenabkommen unterzeichnet, gehen die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah weiter. Aus israelischen Kreisen heißt es, man werde nicht nicht von der Positionen abrücken, Truppen in der »Pufferzone« südlich des Litani-Flusses zu halten

von Sabine Brandes  18.06.2026

Diplomatie

Israel bricht Beziehungen zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab

Außenminister Gideon Sa’ar will mit Kaja Kallas so lange nicht mehr reden, bis sie sich für ihren angeblichen Vorwurf, Israel praktiziere Apartheid, entschuldigt

von Michael Thaidigsmann  18.06.2026

Essen

»Schakschuka ist der Favorit«

Der deutsch-israelische Koch Tom Franz hat ein Buch über das Frühstück geschrieben. Hier spricht er über geflochtenen Lachs, clevere Vorräte und die Frage, warum er die erste Mahlzeit des Tages auslässt

von Katrin Richter  18.06.2026

Krieg

Hisbollah-Sprengsatz tötet israelischen Soldaten, verletzt sieben weitere

Eigentlich soll das Rahmenabkommen der USA mit dem Iran auch die Front im Südlibanon umfassen. Vorerst setzen die vom Iran unterstützte Hisbollah und Israel ihre Angriffe hier aber fort

 18.06.2026

Jerusalem

Netanjahu unter Druck: Wird der Iran-Krieg zum Bumerang?

Der Ministerpräsident versprach einen Triumph, Kritiker sprechen von einer Niederlage. Wie der Iran-Krieg Israels Verhältnis zu den USA und Trumps Loyalität auf die Probe stellt

von Sara Lemel  18.06.2026

Meinung

Letzte Chance für die Linke

Viele Juden haben »Die Linke« schon abgeschrieben. Doch nach wie vor gibt es dort Mitglieder, die den Antisemitismus innerhalb der Partei bekämpfen. Hoffentlich setzen sie sich auf dem Bundestreffen in Potsdam durch

von Mascha Malburg  18.06.2026

Terror

Juden für Iran ausgespäht: Spionageprozess beginnt

Vor dem Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg beginnt der Prozess gegen zwei Männer, die im Auftrag des Irans gezielt Juden und Israel-Freunde für Anschläge ausgespäht haben sollen

 17.06.2026