Lexikon

Alles auf Jeckit

Jeckes unterwegs: Buchcover Foto: dpa

Lexikon

Alles auf Jeckit

Deutsches Wörterbuch wird Bestseller

von Sivan Wüstemann  05.11.2012 18:00 Uhr

Drei Jahre lang sammelten sie fleißig jedes einzelne Wort, jeden Satz und jeden Ausdruck. Dann war so viel »Jeckit« zusammengekommen, dass ein ganzes Buch entstand. Das Lexikon der Ben-Jehuda-Straße, herausgegeben von der Vereinigung der Israelis mitteleuropäischer Herkunft, ist in israelischen Buchhandlungen der Renner.

Binnen vier Wochen schafften es die Sprichwörter, Redewendungen und Flüche der deutschsprachigen Juden auf die Bestsellerliste Israels. Die vierte Auflage ist gerade gedruckt worden. »Beim Durchforsten, Durchsuchen und Sammeln überfielen uns Erinnerungen, wir beschworen Vergessenes herauf, prüften nach und nahmen alles auf«, schreibt Alisa Hart, Schriftstellerin in zweiter Jecke-Generation, die sich am Verfassen des Werkes beteiligt hat, auf der Website der Vereinigung.

Schlafstunde Etwa 900 Einträge seien so zusammengekommen. »Klischees, Sprüche, Statuten, Gebote und Verbote, Drohungen, Strafen sowie Lobesworte (schmerzhaft wenige), die früher einmal durch unsere Jeckeswohnungen zogen und nun schon leicht verblichen wirkten, im Verlöschen begriffen. Damit sie erhalten bleiben und nicht leise verschwinden wie unsere Jeckesvorfahren, deren Zahl schrumpft und die bald der Geschichte angehören werden«, so Hart.

Doch viele Begriffe haben Bestand. Sie schlichen sich über die Jahre in den Alltagsgebrauch des Hebräischen. So macht man in Israel das Licht am »Schalter« an und aus, hält mittags eine »Schlafstunde« und lässt sich anschließend ein Schälchen »Kompott« schmecken. Die Ausdrücke in dem Wörterbuch sind in sechs Kategorien eingeteilt. Von Küche über Kleiderschrank bis zu strikten Regeln. Denn Ordnung muss sein – vor allem bei den Jeckes.

Krieg

Netanjahu ruft Iraner zum Sturz der Führung auf

In den kommenden Tagen wolle man Bedingungen schaffen, die es den Menschen im Iran ermöglichen sollen, »ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen«, kündigte der israelische Regierungschef an

 10.03.2026

Jerusalem

Israels Außenminister: Wir wollen keinen endlosen Krieg

Wann die Ziele im Krieg mit dem Iran erfüllt sind, wolle Israel mit den US-Partnern abstimmen, sagte Gideon Saar

 10.03.2026

Cyberkrieg

Vom Iran im Netz für tot erklärt

Hackerangriffe gegen Israel nehmen zu und Teheran verbreitet gezielt Falschmeldungen – auch über einzelne Personen

von Sabine Brandes  10.03.2026

Jerusalem

Wadephul macht Solidaritätsbesuch in Israel

Knapp eineinhalb Wochen nach Beginn der Angriffe auf den Iran reist der deutsche Außenminister nach Israel. Während eines Raketenalarms muss er Schutz in einem Bunker suchen

 10.03.2026 Aktualisiert

Nahost

Iran: Neue Raketen auf Israel gefeuert - Sirenen heulen

Die 34. Angriffswelle erfolgt laut Angaben des Mullah-Regimes in Teheran mit präzisionsgelenkten ballistische Raketen

 10.03.2026

Tel Aviv

Zwischen Alltag und Angriffen: So erleben Israelis den Krieg

Mal Espresso, dann wieder Sirenengeheul: Die Menschen versuchen, sich ein Stück Normalität zu bewahren. Eindrücke aus einer Stadt zwischen Alltag und Ausnahmezustand

von Cindy Riechau  10.03.2026

Rettungskräfte am Einschlagsort in Yehud

Nahost

Zweiter Todesfall nach iranischem Streubombenangriff in Yehud

Bürgermeister Greenberg spricht den Familien der Opfer sein Beileid aus

 10.03.2026

Analyse

»Regimewechsel in absehbarer Zeit nicht sehr wahrscheinlich«

Iran-Experte Raz Zimmt: Israel und USA wollen iranisches Atomprogramm und Raketenpotenzial schwächen, Fähigkeit zum Wiederaufbau dauerhaft einschränken

 10.03.2026

Israel

Ärzte warnen: Kriegsstress kann Herzinfarkt auslösen

Zwei Kardiologen verweisen auf medizinische Daten, die nach dem 7. Oktober 2023 gesammelt wurden. In diesem Zeitraum hätten Krankenhäuser ungewöhnliche Entwicklungen registriert

 10.03.2026