Jerusalem

Alfred Landecker Stiftung fördert israelische Menschenrechtsstudien mit elf Millionen Euro

Der Campus der Hebräischen Universität auf dem Jerusalemer Scopus-Berg Foto: imago

Mit umgerechnet knapp elf Millionen Euro unterstützt die »Alfred Landecker Stiftung« die Forschung zu Menschenrechten und Minderheitenschutz angesichts von wachsendem Nationalismus und Autoritarismus an der Hebräischen Universität Jerusalem.

Es handelt sich um den bislang größten akademischen Zuschuss, heißt es in einer Mitteilung der HU. Die Spende sei »ein Eckpfeiler, der auf den Lehren aus dem Zusammenbruch demokratischer Institutionen in den 1930er-Jahren aufbaut«, so die Universität.

Die 2019 in Berlin gegründete Stiftung unterstützt die Aufklärung über den Holocaust und setzt sich für ein freies und demokratisches Europa ein.

Konkret sollen mit der Zuwendung drei Initiativen gefördert werden, darunter die Einrichtung des »Jacob Robinson Institute for the History of Legal Thought and Practice«, die Schaffung eines Lehrstuhls zu Studien zum Schutz von Minderheiten und verletzlichen Gruppen sowie des »Alfred Landecker Digital Humanities Lab«, das sich mit der Untersuchung mündlicher Zeugnisse von Überlebenden befassen soll. Ebenfalls unterstützt werde das »Minerva Center for Human Rights« der HU.

Die 2019 in Berlin gegründete Stiftung unterstützt die Aufklärung über den Holocaust und setzt sich für ein freies und demokratisches Europa ein. Sie hat ihren Sitz in Berlin und unterstützt direkt Überlebende von Zwangsarbeit und des Holocaust und finanziert sorgfältig ausgewählte Projekte aus den Bereichen Bildung, Erziehung und Bewusstseinsbildung.

Die Organisation wird Partnerschaften mit führenden Institutionen eingehen, die sich aktiv mit Themen der Wissenschaft, der öffentlichen Politik, Erziehung, Geschichte und Erinnerung auseinandersetzen. Die Stiftung operiert unabhängig von der Stifterfamilie Reimann, die die Alfred Landecker Foundation gegründet hat. kna/ja

Großbritannien

Applaus für britischen Außenminister von der Hamas

Ein hochrangiger Funktionär der Terrorgruppe begrüßt die Sanktionen, mit denen das Vereinigte Königreich Israel belegt hat. Das sei ein »wichtiger Schritt in die richtige Richtung«

 10.09.2026

Skandal

Hasswelle gegen Ex-Soldaten bringt Adidas in Bedrängnis

Shalev Biton wurde wegen seiner Teilnahme an einer Adidas-Kampagne zur Zielscheibe israelfeindlicher Aktivisten. Nun entschuldigt sich der Sportartikelhersteller

von Sabine Brandes  10.09.2026

Syrien

Grossi: Von Israel zerstörter Reaktor hätte atomwaffenfähiges Material produzieren können

2007 zerstörte Israel den Atomreaktor Deir ez-Zor. 19 Jahre später bestätigt Atom-Aufseher Rafael Grossi, dass die Anlage atomwaffenfähiges Material hätte produzieren können

 10.09.2026

Jerusalem

Israels Nationalbibliothek errichtet Abteilung für Terrorgedenken

Der Hamas-Terrorangriff vom 7. Oktober 2023 gilt als traumatisches Ereignis in der israelischen Gesellschaft. Mit einer umfassenden Materialiensammlung will die Nationalbibliothek es im kulturellen Gedächtnis verankern

von Burkhard Jürgens  10.09.2026

Diplomatie

Herzog wirbt für Dreiertreffen mit Zypern und Libanon

Derzeit gibt es zwar Gespräche zwischen Vertretern Israels und dem Libanon - aber auf Botschafterebene. Ein Traum von Israels Präsident Herzog geht weiter

 10.09.2026

Taglit

Emotionales Bootcamp mit Lior Raz

Israels Superstar kam kurz vor dem Start der fünften »Fauda«-Staffel nach Berlin, um sich für »Birthright« starkzumachen. Und für einen optimistischeren jüdischen Staat

von Sophie Albers Ben Chamo  10.09.2026

Westjordanland

Das System der Gewalt

Wie extremistische Siedler und politische Kräfte das Gebiet destabilisieren – und warum Ex-General Gadi Shamni vor einer Eskalation warnt

von Sabine Brandes  10.09.2026

Meinung

Wahlkampf in Israel: Schluss mit der Schlammschlacht!

Niemand erwartet, dass Politiker einander mit Samthandschuhen anfassen. Aber eine Wahl in einer Demokratie ist keine Realityshow voller Gekreische

von Sabine Brandes  10.09.2026

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

Netflix

Wenn Fiktion auf Realität trifft

Die israelische Erfolgsserie »Fauda« meldet sich mit einer eindrucksvollen neuen Staffel zurück

von Sarah Cohen-Fantl  10.09.2026