Libanon

Acht UN-Soldaten bei Raketenbeschuss leicht verletzt

Ein Unifil-Fahrzeug im Süd-Libanon Foto: picture alliance / Xinhua News Agency

Acht österreichische Soldaten der UN-Beobachtermission Unifil im Libanon sind durch Raketenbeschuss auf den Stützpunkt Nakura leicht verletzt worden. Wie das Verteidigungsministerium in Wien mitteilte, handelt es sich um leichte und oberflächliche Verletzungen. »Wir verurteilen diesen Angriff auf das Schärfste und fordern die sofortige Aufklärung des Angriffes«, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP).

Unifil bestätigte, dass eine Rakete aus nördlicher Richtung am Nachmittag das Hauptquartier der Friedensmission in Nakura getroffen habe. Sie sei »wahrscheinlich von der Hisbollah oder einer ihr nahestehenden Gruppe« abgefeuert worden. Eine Fahrzeugwerkstatt sei durch den Beschuss in Brand gesetzt worden. Unifil erinnerte die proiranische Hisbollah und alle anderen Akteure erneut daran, dass jeder vorsätzliche Angriff auf UN-Personal und -Eigentum einen Angriff auf das humanitäre Völkerrecht darstelle.

Das Unifil-Camp Nakura liegt etwa 110 Kilometer südlich der libanesischen Hauptstadt Beirut an der Grenze zu Israel. Die Friedenstruppe ist seit 1978 im Libanon stationiert und umfasst etwa 10.000 Soldaten sowie Zivilkräfte. Österreich ist mit 160 Soldaten an der Mission beteiligt. dpa

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