Israel

Abschied von Nechama Rivlin

Nechama Rivlins Sarg wurde am Mittwoch für einige Stunden im Jerusalem-Theater aufgebahrt. Foto: Flash 90

Israel hat am Mittwoch von Nechama Rivlin Abschied genommen, der Ehefrau des Staatspräsidenten. Sie war am Dienstag an den Folgen einer Lungenkrankheit gestorben, einen Tag vor ihrem 74. Geburtstag.

Rivlins Sarg, eingehüllt in eine israelische Flagge, wurde am Nachmittag im Jerusalem-Theater für die Öffentlichkeit aufgebahrt. Anschließend sollte die Frau des Präsidenten Reuven Rivlin auf dem Herzlberg beigesetzt werden, Israels Nationalfriedhof in Jerusalem.

Botschaft Aus aller Welt kamen Beileidsbekundungen, unter anderem von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und US-Präsident Donald Trump. Die deutsche Botschafterin in Israel, Susanne Wasum-Rainer, würdigte Rivlins »Güte, Großzügigkeit und Weisheit«. Deutschland stehe in dieser Zeit der Trauer an der Seite des Präsidenten und seiner Familie.

Nechama Rivlin hatte seit Jahren mit einer Lungenfibrose zu kämpfen und auch bei offiziellen Anlässen stets ein Sauerstoffgerät bei sich. Im März unterzog sie sich einer Lungentransplantation. Von der Operation erholte sie sich aber nicht mehr.

Jerusalem Nechama Rivlin wurde am 5. Juni 1945 als Tochter ukrainischer Einwanderer in der Gemeinschaftssiedlung Cherut geboren. 1971 heiratete die studierte Botanikerin und Zoologin Reuven Rivlin, das Paar zog nach Jerusalem.

2014 wurde Rivlin Israels Staatspräsident. Wegen seines volksnahen und bescheidenen Auftretens wurde das Paar in Israel sehr beliebt. Als First Lady kümmerte Nechama Rivlin sich vor allem um Naturschutz, Kunst sowie Kinder mit Behinderungen. Sie hinterlässt ihren Mann, drei Kinder und mehrere Enkelkinder.  dpa

Terror

Israel: Wir wollen ein echtes Friedensabkommen mit dem Libanon

Israel und der Libanon wollen erstmals seit Jahrzehnten direkte Gespräche auf politischer Ebene führen. Premier Netanjahu fordert als Ziel ein Friedensabkommen, das über Generationen halten soll

 13.04.2026

Nahost

Israel stellt sich auf Wiederaufnahme des Iran-Kriegs ein

Nach ergebnislos beendeten Gesprächen zwischen den USA und dem Iran versetzt Israel sein Militär Berichten zufolge in erhöhte Gefechtsbereitschaft. Geht der Krieg mit dem Iran bald wieder los?

 13.04.2026

Wahlen

Die Herausforderer

Der einstige Premier Naftali Bennett und Ex-Generalstabschef Gadi Eizenkot holen in Umfragen auf

von Sabine Brandes  12.04.2026

Nahost

Friedensgespräche im Raketenhagel

Während die Regierungen von Israel und dem Libanon verhandeln wollen, feuert die schiitische Terrororganisation Hisbollah weiter Geschosse auf den Norden ab

von Sabine Brandes  12.04.2026

Kommentar

Empathie für alle?

Dunja Hayali hat zu mehr Mitgefühl mit Betroffenen von Kriegen aufgerufen. Zurecht. Was in den deutschen Medien jedoch kaum vorkommt: das Leid der Israelis, die unter dem ständigen Beschuss der Hisbollah stehen

von Jenny Havemann  10.04.2026

Beirut

Hisbollah-Chef: Machen weiter »bis zum letzten Atemzug«

Während die libanesische Regierung an Verhandlungen mit Israel arbeitet, zeigt sich die Hisbollah unbeeindruckt: Es sei nicht die Zeit, um Zugeständnisse zu machen, betont ihr Anführer

 10.04.2026

Iran-Krieg

Israel vermeldet insgesamt 31 Kriegstote und 7500 Verletzte

Nach der Waffenruhe zieht Israel eine erste Bilanz des Krieges mit dem Iran – die IDF spricht von einer erfolgreichen Kampagne

 10.04.2026

Iran-Krieg

Hält die Waffenruhe?

In Pakistan wollen die USA und der Iran ab heute über eine dauerhafte Friedenslösung beraten. Doch vorab gibt es bereits Streit über wichtige Punkte

 10.04.2026 Aktualisiert

Iran-Krieg

Europa darf Israel nicht im Stich lassen

Während die USA und Israel der Bedrohung durch das Mullah-Regime militärisch begegneten, standen die Europäer an der Seitenlinie und übten Kritik. Die nun herrschende Feuerpause gibt ihnen Gelegenheit, ihre Haltung zu überdenken

von Rafael Seligmann  10.04.2026