Ramallah/Gaza

»Ihr Hundesöhne, übergebt jene, die ihr festhaltet und beendet diese Situation«

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Foto: picture alliance / NurPhoto

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat die Terrororganisation Hamas zur Freilassung der Geiseln aufgerufen. Bei einer Versammlung in Ramallah sagte Abbas, erste Priorität habe ein Ende des Krieges. Der Präsident nannte die Hamas »Hundesöhne« und forderte: »Übergebt jene, die ihr festhaltet und beendet diese Situation.«

Man dürfe Israel keine Vorwände für eine Fortsetzung des Kriegs liefern, erklärte er weiter. Jeden Tag würden Hunderte Palästinenser im andauernden Krieg getötet.

Im Gazastreifen werden nach israelischen Angaben noch 24 Geiseln festgehalten sowie die Leichen von 35 Entführten. Israel will mit neuen Angriffen in dem Küstenstreifen den Druck auf die Hamas erhöhen, damit diese einer Freilassung weiterer Geiseln endlich zustimmt.

Lesen Sie auch

Abbas will Kontrolle in Gaza

Abbas forderte auch, die Hamas müsse seiner Palästinensischen Autonomiebehörde die Kontrolle im Gazastreifen überlassen. Israel will weder die Hamas noch die PA als Teil einer Regierung des Küstenstreifens akzeptieren.

Nachdem Hamas 2006 die letzte Parlamentswahl gewonnen hatte, riss sie ein Jahr später mit Gewalt die Kontrolle über den Gazastreifen an sich und vertrieb die gemäßigtere Fatah. Abbas, der sowohl die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) als auch die Fatah leitet, regiert seitdem de facto nur noch im Westjordanland. Seit Jahren laufen Versöhnungsgespräche zwischen den beiden Palästinenserorganisationen, bisher jedoch ohne nennenswerte Fortschritte.

Der vor 18 Jahren für vier Jahre gewählte Präsident Abbas selbst ist Terrorunterstützer. Immer wieder verteidigte er die Zahlung von Terror-Renten an sogenannte Märtyrer, die Israelis ermordeten. Auch verbreitet er regelmäßig antisemitische Verschwörungsmythen. Sogar mit dem Massaker von München, bei dem 1972 elf israelische Sportler starben, wird er in Verbindung gebracht. dpa/ja

Wetter

Sandsturm zieht über Israel und Gazastreifen

Die Luftverschmutzung im ganzen Land ist aufgrund von Feinstaubpartikeln hoch bis sehr hoch

 14.03.2026

Raketen aus Iran

Ein Kind und ein Erwachsener in Eilat verletzt

In der südisraelischen Stadt gab es mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen

 14.03.2026

Beit Zazir

Herzog weist Trumps Angriffe zurück: Israels Souveränität »nicht zu verkaufen«

Der israelische Präsident spricht von einem »unverhohlenen Angriff auf die Symbole der Staatsführung« seines Landes

 13.03.2026

Alltag im Krieg

Mitgehört im Bunker ...

Schlaflos in Tel Aviv: Iranische Raketen halten in den Nächten die Israelis wach

von Sabine Brandes  13.03.2026

Meinung

Iran: Der Verrat des Westens

Die Islamische Republik ist angeschlagen, doch ihre Unterstützer im Westen sind nach wie vor aktiv

von Jacques Abramowicz  13.03.2026

Analyse

Der strategische Fehler Teherans – und die Chance auf eine neue Ordnung im Nahen Osten

Wie der Krieg gegen das iranische Regime die Machtverhältnisse der Region dauerhaft verändern könnte

von Sacha Stawski  13.03.2026

Jerusalem

Netanjahu: Kriegsziel ist Zerstörung der Atom- und Raketenprogramme

An die Iraner gerichtet sagt der Ministerpräsident, Israel versuche, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Menschen selbst gegen die Führung in Teheran vorgehen könnten

 13.03.2026

Jerusalem

Israel sieht erste Risse in iranischer Führung

Israels Außenminister: Es gibt bereits Anzeichen für Differenzen zwischen politischen Entscheidungsträgern und militärischen Verantwortlichen in Teheran

 13.03.2026

Nahost

Iranische Zivilisten schicken Israel Hinweise auf Regime-Ziele

Menschen im Iran informieren die israelischen Streitkräfte über Einrichtungen des Regimes. Die Angaben werden geprüft und führen dann zu Angriffen

 13.03.2026