Trotz Corona

60.000 Israelis besuchen Parks und Reservate

Ein Gedi Foto: Sabine Brandes

Angesichts möglicher neuer Beschränkungen im Zuge der zweiten Corona-Welle haben viele Israelis das Wochenende für Ausflüge und Besuche im Land genutzt.

Ein Gedi Rund 60.000 Menschen besuchten zum Schabbat die Nationalparks und Naturreservate, teilte die zuständige Park-Behörde am Samstag laut israelischen Pressemeldungen mit.

Wegen einer neuen Hitzewelle sperrte die Parkbehörde ab Sonntag alle Hiking Trails.

Begehrt waren, trotz Temperaturen um die 37 Grad, das Ein Gedi-Reservat oberhalb des Toten Meeres mit fast 2.000 Wanderern. Auch der Bethsaida-Park, unmittelbar vor dem Jordan-Einfluss in den Kinneret, wurde von je 1500 Personen aufgesucht, ebenso sowie das Jordan-Quellgebiet bei Banias.

Wegen einer neuen Hitzewelle sperrte die Parkbehörde ab Sonntag alle Hiking Trails in der judäischen Wüste, zunächst bis kommenden Freitag. 

Insgesamt sind in Israel fast 60.000 Menschen an Covid-19 erkrankt, 32.230 Fälle sind derzeit aktiv.

Die israelische Regierung und das Corona-Komitee hatten in den vergangenen Tagen beschlossen, insbesondere an den Wochenenden die Touristenattraktionen geöffnet zu halten.

Ansammlung Es sei notwendig, die Menschen geografisch an möglichst viele Orte zu verteilen, um eine zu starke Ansammlung an wenigen Punkten zu vermeiden, hieß es.

»Wir werden versuchen, eine allgemeine Schließung zu vermeiden, aber wenn wir müssen, werden wir es tun«, hatte auch Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gesagt.

Seit Anfang Juli stieg die Zahl der an der Corona-Infektion Erkrankten in Israel wieder stark an und ging in den vergangenen Tagen mehrfach über die Marke von 2000 Neuansteckungen. Insgesamt sind in Israel fast 60.000 Menschen an Covid-19 erkrankt, 32.230 Fälle sind derzeit aktiv, 448 Personen starben bisher.

Behörden und Medien diskutieren derzeit unterschiedliche Modelle, wie die neue Pandemie-Welle gestoppt werden kann. Die Vorschläge reichen von der Entwicklung einer Herdenimmunität bis zu einem erneuten strikten Lockdown, zumindest an den Wochenenden. kna

Jerusalem

Streit um Iran: Will Netanjahu den Generalstabschef entlassen?

Ejal Zamir soll sich als einziger ranghoher Sicherheitsvertreter gegen eine von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu gewünschte Militäraktion gegen den Iran vor der heutigen Parlamentswahl ausgesprochen haben

 27.10.2026

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt heute über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  27.10.2026 Aktualisiert

26. Knesset

Umfrage: So könnten die Israels heute abstimmen

Das Israel Democracy Institute hat die Israelis zu ihren politischen Wünschen befragt

von Sabine Brandes  27.10.2026 Aktualisiert

Korruptionsprozess

Der Milliardär und der Premier

Der australische Superreiche James Packer soll Benjamin Netanjahu mit Luxus versorgt haben und kaufte eine Villa nebenan – nun floss mehr als eine Millionen Dollar an den Anwalt des israelischen Ministerpräsidenten

von Sabine Brandes  26.10.2026

Ben-Gurion-Universität

Israelische Studenten entwerfen Konzepte für kleine Atomkraftwerke

Sieht so die Zukunft der Energiegewinnung aus?

 26.10.2026

Jerusalem

Herzog: Trumps Einmischung in Wahlkampf hat keinen Einfluss auf Regierungsbildung

»Ich glaube nicht, dass der Präsident der Vereinigten Staaten oder irgendjemand sonst in meinen Ermessensspielraum eingreifen kann«, sagt das israelische Staatsoberhaupt

 26.10.2026

Jerusalem

Armeechef Zamir soll Befehle von Premier Netanjahu verweigert haben

Der Ministerpräsident soll eine bislang nicht näher beschriebene Militäraktion angeordnet haben, die nach Einschätzung von Sicherheitsvertretern eine neue Konfrontation mit dem Iran auslösen könnte

 26.10.2026

Wahl in Israel

Trump wirbt erneut für Netanjahu

»Wenn ihr zur Wahl geht, denkt bitte daran, dass Bibi ein herausragender Kriegsministerpräsident gewesen ist!«, schreibt Trump auf seinem sozialen Medium Truth Social

 26.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 25.10.2026 Aktualisiert