Jerusalem

50 jüdische Kriegswaisen feiern Bar Mitzwa an der Klagemauer

Die Klagemauer in Jerusalem Foto: picture alliance /

Rund 50 junge Kriegswaisen begehen an diesem Donnerstag an der Klagemauer in Jerusalem ihre Bar Mitzwa- oder Bat Mitzwa-Feier. Rund 200 Menschen werden zur Zeremonie erwartet, die der für den Bereich zuständige Rabbiner Schmuel Rabinowitz zusammen mit Militär-Oberrabbiner Eyal Moshe Krim leitet, wie israelische Medien melden.

Nach einer gemeinsamen Zeremonie teilen sich die Jungen und Mädchen in den getrennten Bereichen zu separaten Feiern auf. Außerdem soll es einen dritten Bereich für nicht-jüdische Kinder geben, vor allem Drusen und Beduinen, die in die Initiative einbezogen werden. Vorbereitet wurde die Zeremonie von der »Orphans and Widows Organization« der israelischen Armee. Von den geladenen Kindern ist während des Gaza-Kriegs ein Elternteil getötet worden, fünf von ihnen haben nach dem 7. Oktober beide Elternteile verloren.

Mit der Verlesung eines Abschnitts aus der Thora werden die Kinder - Jungen meist mit 13, Mädchen mit 12 Jahren - offiziell in die jüdische Gemeinde aufgenommen. - Die Klagemauer ist die Stützmauer des im Jahr 70 von den Römern zerstörten jüdischen Tempels. Am Fuß der Mauer befindet sich die wichtigste jüdische Gebetsstätte. kna

Oktoberfest

Wiesn am Mittelmeer

Die bayerische Festtradition wird in Israel neu interpretiert

von Sabine Brandes  13.10.2026

Glosse

Wir stehen zum Existenzrecht Pakistans!

Absurder als im rot-rot-grünen Berlin wird’s nicht mehr

von Philip Fabian  13.10.2026

Replik

Einspruch, euer Ehren!

Der Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ging in diesem Jahr an Philippe Sands. Ausgerechnet ein Mann, dessen Autorität auf juristischer Präzision und universellen Maßstäben gründet, nimmt es mit dem Völkerrecht erstaunlich ungenau

von Leeor Engländer  13.10.2026

Medien

Israel verweigert »taz«-Korrespondentin Arbeitsvisum

Diaspora-Ministerium: »Antiisraelische Akteure und diejenigen, die Israel verleumden, sollten keinen Fuß in das Land setzen«

 13.10.2026

Israel

Ein Toter und 24 Verletzte bei Explosion von Blindgänger

Ein mutmaßlicher Blindgänger explodiert in Nordisrael. Es gibt ein Todesopfer und zahlreiche Verletzte. Berichten zufolge waren Schüler und ein Lehrer in der Gegend gewandert

 12.10.2026

Katharina von Schnurbein

»Ich habe das Gefühl, den richtigen Weg gegangen zu sein«

Die EU-Antisemitismusbeauftragte Katharina von Schnurbein wechselt von Brüssel nach Berlin. Sie folgt dort Felix Klein nach. Ein Porträt

von Michael Thaidigsmann  12.10.2026

Korruption

Bestechungsring in der Vorstadt

Umschläge voller Bargeld, Luxusuhren und teure Autos: Der Bürgermeister von Kfar Saba und seine Frau sollen Geschäftsleuten gegen Zahlungen lukrative Aufträge verschafft haben. 17 Verdächtige wurden festgenommen

von Sabine Brandes  12.10.2026

Gesellschaft

Herzog: Gewalt übersteigt Kapazitäten der Polizei

Israels Präsident nennt die Kriminalität in arabischen Gemeinden eine Katastrophe. Die Aufklärungsquote bei Tötungsdelikten liegt bei nur zwölf Prozent

von Sabine Brandes  12.10.2026

Avi Gil (in Uniform), links von Benjamin Netanjahu

Explosives Interview

»Die Geiseln hätten früher zurückkehren können«

Der ehemalige Militärsekretär des Premiers, Avi Gil, erhebt schwere Vorwürfe: Warnungen vor dem 7. Oktober seien ignoriert, Abkommen aus politischen Gründen verhindert und Protokolle manipuliert worden. Netanjahu weist die Anschuldigungen zurück

von Sabine Brandes  11.10.2026