Nahost

150 Hisbollah-Raketen auf Israel abgefeuert

Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah droht Israel regelmäßig. Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com

Die Terrororganisation Hisbollah hat vom Libanon aus 150 Raketen auf Israel abgeschossen. Israelische Medien berichteten gegen 13 Uhr Ortszeit, Sirenen und Detonationen seien in Ortschaften im Norden des Landes zu hören gewesen.

Kurz zuvor hatten die israelischen Behörden Bewohner im Norden aufgefordert, in der Nähe von Schutzräumen zu bleiben, denn der jüngste Hisbollah-Angriff war erwartet worden. Medienberichten zufolge waren unter anderem die Stadt Safed sowie Ortschaften in Galiläa und auf den Golanhöhen von Raketenalarmen betroffen.

Eine Stunde später berichteten Zeitungen, 60 Terror-Raketen seien in Richtung Israel geflogen. Nach einer weiteren Stunde waren insgesamt 130 Raketen gezählt worden. Am frühen Nachmittag waren es 150.

Lesen Sie auch

Wie viele der Raketen von der israelischen Abwehr abgefangen werden konnten und ob es Verletzte oder gar Tote gibt, war nach 14:00 Uhr noch unklar. Ersten Erkenntnissen der israelischen Streitkräfte (IDF) zufolge konnten »einige« Geschosse in der Luft zerstört werden. Die Bevölkerung in den bedrohten Gebieten wurde erneut angewiesen, in der Nähe der Bombenschutzräume zu bleiben.

Aufgrund der andauernden Angriffe der Hisbollah auf Israel hatten die IDF zuvor den Druck erhöht. Über 100 Stellungen der Terroristen wurden in der vergangenen Nacht angegriffen. Zuvor war es zu Explosionen Tausender von Hisbollah-Mitgliedern genutzten Pagern und Funkgeräten gekommen. Israel wird von den Terroristen beschuldigt, verantwortlich zu sein. ja

Analyse

Israel hat die Wahl

Der jüdische Staat stimmt über eine neue Knesset ab. Alles deutet auf eine Richtungsentscheidung hin

von Guy Katz  26.10.2026

26. Knesset

Nur noch ein Tag: Umfrage zu Israels Richtungswahl

Das Israel Democracy Institute befragte die Israelis zu ihren politischen Wünschen. Scheitert die Mehrheitsbildung, wollen die Israelis erneut wählen

von Sabine Brandes  26.10.2026

Korruptionsprozess

Der Milliardär und der Premier

Der australische Superreiche James Packer soll Netanjahu mit Luxus versorgt haben und kaufte eine Villa nebenan – nun floss mehr als eine Millionen Dollar an den Anwalt des israelischen Ministerpräsidenten

von Sabine Brandes  26.10.2026

Ben-Gurion-Universität

Israelische Studenten entwerfen Konzepte für kleine Atomkraftwerke

Sieht so die Zukunft der Energiegewinnung aus?

 26.10.2026

Jerusalem

Herzog: Trumps Einmischung in Wahlkampf hat keinen Einfluss auf Regierungsbildung

»Ich glaube nicht, dass der Präsident der Vereinigten Staaten oder irgendjemand sonst in meinen Ermessensspielraum eingreifen kann«, sagt das israelische Staatsoberhaupt

 26.10.2026

Jerusalem

Armeechef Zamir soll Befehle von Premier Netanjahu verweigert haben

Der Ministerpräsident soll eine bislang nicht näher beschriebene Militäraktion angeordnet haben, die nach Einschätzung von Sicherheitsvertretern eine neue Konfrontation mit dem Iran auslösen könnte

 26.10.2026

Wahl in Israel

Trump wirbt erneut für Netanjahu

»Wenn ihr zur Wahl geht, denkt bitte daran, dass Bibi ein herausragender Kriegsministerpräsident gewesen ist!«, schreibt Trump auf seinem sozialen Medium Truth Social

 26.10.2026

Zeitungsinterview

Ronald Lauder rechnet mit Netanjahu ab: »Er hat Politik über Frieden gestellt«

»Eines der Dinge, die Israel im Vergleich zu anderen Ländern so besonders gemacht haben, war seine echte Demokratie«, so der WJC-Präsident. »Was wir jetzt erleben, erinnert eher an eine Bananenrepublik«

 25.10.2026 Aktualisiert

Knessetwahl

Die Israel-Wahl in Zahlen

Rund 7,3 Millionen Wahlberechtigte, mehr als 12.000 Wahllokale und 450 Millionen Stimmzettel: Der Zentrale Wahlausschuss nennt Details zur Abstimmung am Dienstag

 25.10.2026