Archäologie

1000 Jahre alter Verteidigungsgraben in Jerusalem freigelegt

Im vergangenen Sommer wurde in Jerusalem ein altes Ritualbad gefunden. (Symbolbild) Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Entlang der Jerusalemer Altstadtmauer haben israelische Archäologen einen in Fels gehauenen Graben ausgegraben. Die Verteidigungsanlage stamme aus dem zehnten Jahrhundert, möglicherweise sie noch älter, teilte die israelische Antikenbehörde am Mittwoch mit.

Bei den Grabungen im Vorfeld von Infrastrukturarbeiten entlang der nördlichen Altstadtmauer wurde demnach auch ein in den Fels geritzter Handabdruck gefunden. Seine Bedeutung oder Funktion gebe den Forschern Rätsel auf, hieß es.

Der freigelegte Graben ist nach Angaben des Grabungsleiters Zubair Adawi Teil einer Verteidigungsanlage, die die gesamte Altstadt Jerusalems umgibt. Er ist rund zehn Meter breit, zwischen zwei und sieben Metern tief und sollte eine Annäherung möglicher Feinde an die Stadtmauer verhindern, so Adawi.

Die Vorgänger der heutigen Mauern und Tore der Altstadt aus dem 16. Jahrhundert seien »viel stärker« gewesen, erklärte der für Jerusalem zuständige Regionaldirektor der Behörde, Amit Re’em.

Zusätzlich zu dem Graben und zwei Verteidigungsmauern habe es im Mittelalter in den Befestigungsanlagen geheime Tunnel gegeben, durch die die Verteidiger der Stadt Zugang zum Verteidigungsgraben gehabt hätten. Entsprechende Beschreibungen finden sich laut Re’em bei Historikern, die die Ankunft der Kreuzfahrer im Ersten Kreuzzug dokumentieren. kna

Jerusalem

Netanjahus drei Wohnsitze kosteten Israel in 18 Monaten rund 783.000 Euro

Neue Badewannen, »zubereitete Speisen« und andere Posten sowie unkenntlich gemachte Einträge sorgen für Kritik

 29.07.2026

Jerusalem

Iran verstärkt Pläne für Anschläge auf israelische Spitzenpolitiker

Die verschärfte Sicherheitslage soll auch erklären, warum Ministerpräsident Benjamin Netanjahu seine Reise in die USA ungewöhnlich diskret organisierte

 29.07.2026

Bahnverkehr

Mehr »Regios« für Israel

Auf der gerade eröffneten »Ostroute« sollen bald neue Züge aus Deutschland fahren

von Valentin Suckut  28.07.2026

Jerusalem

Umfrage: Eisenkots Partei bleibt vor Likud

Wie viele Mandate würden »Yashar!« und Likud in der Knesset bekommen?

 28.07.2026

Gazastreifen

Morgens Krankenpfleger, nach Feierabend Terrorist

Sie waren Krankenpfleger, Ärzte und Terroristen: Anhand von Nachrufen des Islamischen Dschihad und der Hamas konnte das Doppelleben von 18 Mitarbeitern des Gesundheitswesens enthüllt werden

 28.07.2026

USA-Besuch

Netanjahu reist zu Gesprächen mit Trump nach Washington

Der israelische Regierungschef soll gegenüber seinen Ministern erklärt haben, die US-Regierung wolle einen Abzug Israels Truppen aus dem Libanon, Syrien und Gaza. »Ich werde Nein sagen«, so der Ministerpräsident

 27.07.2026

Aufruf

Zwei Moscheen im Westjordanland angezündet – Siedler sprühen Parolen auf Moschee

In der Westbank ist es zu einer Serie mutmaßlicher Angriffe radikaler Siedler gekommen. Unterdessen forderten zahlreiche frühere Vertreter von Armee und Geheimdiensten Trump auf, gegenüber Netanjahu das Thema anzusprechen

 27.07.2026

Jerusalem

Netanjahu wirft Mamdani Hetze gegen Juden vor

Die Äußerungen des New Yorker Bürgermeisters über Israel schürten Hass, spalteten die Stadt spalten und trügen dazu bei, dass sich viele jüdische Einwohner nicht mehr sicher fühlten

 27.07.2026

Meinung

Bringt Israel die Vereinten Nationen zu Fall?

Die obsessive Fixierung der UN auf den jüdischen Staat steht im Widerspruch zu ihren ursprünglichen Werten. Diese Heuchelei wird der Staatengemeinschaft irgendwann noch zum Verhängnis werden

von Daniel Neumann  26.07.2026