Berlin

Zentralrat: Linke muss Mitglieder bei Antisemitismus ausschließen

Josef Schuster
Josef Schuster Foto: Rolf Walter

Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, pocht gegenüber der Partei »Die Linke« auf klare Konsequenzen aus Antisemitismus-Vorfällen. Wenn etwa Bundestagsabgeordnete ihr Mandat ein bisschen ruhen ließen, sei das für ihn keine klare Konsequenz, sagte Schuster am Montag in Berlin. Er erwarte, dass diejenigen, die sich eindeutig antisemitisch äußern, aus der Partei ausgeschlossen werden.

Ferat Koçak und Cansin Köktürk besonders in der Kritik

Der Linken-Abgeordnete Ferat Koçak steht wegen seiner Nähe zu Israelfeinden und zur Organisierten Kriminalität in der Kritik. Er hat als Konsequenz angekündigt, sich aus dem Innenausschuss zurückzuziehen, aber sein Mandat zu behalten. Zunächst hatte er seine Arbeit einige Tage ruhen lassen.

Zuletzt wurde zudem ein Instagram-Video der Linken-Bundestagsabgeordneten Cansin Köktürk bekannt, in dem diese gegen Israel, US-Präsident Donald Trump und Medien wütet. Darüber hatte zuerst die »Bild«-Zeitung berichtet.

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»Fickt den genozidalen Apartheidsstaat Israel«, sagt die Linken-Abgeordnete in ihrer schnell gesprochenen verbalen Attacke. »Befreit die besetzten Gebiete Palästinas«, so die NRW-Bundestagsabgeordnete in dem in Bochum aufgenommenen Video weiter. Eingeblendet sind dabei die Worte »Free Palestine«.

In diesem Duktus geht es weiter: »Fickt die Kriegsverbrecher Bibi Netanjahu und Donald Trump. Fickt die Mainstream-Medien und jeden, der anderer Meinung ist als wir!« Und Köktürk macht weiter: »Es heißt ›Free Palestine‹ bis zu unserem letzten Atemzug oder bis Palästina befreit ist, was auch immer zuerst passiert.« ja/KNA

"Two serious people sit on outdoor metal stairs in casual, tactical clothing, appearing tired or contemplative, with sunlight casting shadows behind them against a plain wall in a rugged environment."

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