Vereinte Nationen

Videos mit explizitem Inhalt in der Kritik

Ein UN-Dienstfahrzeug Foto: imago

Die Aktivitäten der Vereinten Nationen im Heiligen Land sind seit längerer Zeit Zielscheibe von Kritik - vor allem von Seiten Israels. Doch jetzt macht die UN vor Ort mit einem Skandal der anderen Art Schlagzeilen: Auf einem 18 Sekunden langen Video, das in Tel Aviv aufgenommen wurde, ist ein Mann in einem weißen Jeep der UN zu sehen; auf dem Schoß des Mannes - in eindeutiger Pose - sitzt eine Frau im roten Kleid.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Auf dem Vordersitz sitzt – offenbar gänzlich unberührt von dem Geschehen hinter ihm – der Beifahrer des Wagens. Gleichzeitig bewegt sich das Fahrzeug langsam fort. Der Chauffeur selbst ist auf dem Video nicht zu sehen. Das Pikante: Bei dem weißen Jeep handelte es sich um einen der offiziellen weißen Einsatzwagen der Vereinten Nationen.

ERMITTLUNGEN Diese versprach umgehend Aufklärung. In New York sagte Stéphane Dujarric, der Chefsprecher von UN-Generalsekretär António Guterres, man sei »schockiert und tief verstört«. Ein derartiges Verhalten von UN-Mitarbeitern sei nicht nur gegen die Regeln, sondern verstoße »gegen alles, für was wir stehen,« so Dujarric.

Mitarbeitern der Vereinten Nationen ist es untersagt, die Dienste von Prostituierten in Anspruch zu nehmen. Vor Kurzem wurde ein Bericht veröffentlicht, demzufolge es im Jahr 2019 175 Beschuldigungen gegen UN-Mitarbeiter wegen sexueller Nötigung  und Vergewaltigung gegeben hatte. 16 davon waren begründet, 15 unbegründet; in den anderen Fällen laufen die Ermittlungen noch.

FRIEDENSMISSION Guterres selbst ließ der britischen BBC mitteilen, die Abteilung für interne Ermittlungen werde den Vorfall eingehend und schnell untersuchen. Ersten Erkenntnisse wurden bereits bekannt. Demzufolge deutet das Kennzeichen des Dienstwagens darauf hin, dass die Wageninsassen für die UNTSO arbeiten. Die Friedensmission, für die insgesamt 400 Mitarbeiter tätig sind, überwacht im Auftrag des Sicherheitsrats seit 1949 die Einhaltung der Waffenstillstandsabkommen im Nahen Osten.

Dujarric sagte, man sei kurz davor, auch die Namen der Beteiligten in Erfahrung zu bringen. Bei der Frau im roten Kleid handelte es sich vermutlich um eine Prostituierte.

DIPLOMATISCHER SCHUTZ Auf Twitter witzelten viele über den Vorfall. »Wo diplomatische Anstrengungen nicht mehr weiterhelfen, handeln die UN nun endlich entschlossen!«, schrieb ein User dort.

In Israel sind die geräumigen weißen Geländewagen mit den aufgedruckten UN-Lettern Teil des öffentlichen Lebens – und gerade abends oft in den Ausgehzonen großer Städte zu sehen. Die Mitarbeiter der verschiedenen Missionen der Vereinten Nationen genießen diplomatischen Schutz. So ist es Polizisten in ihren Einsatzländern nicht gestattet, UNO-Personal zu verhaften oder zu verhören. Stattdessen sind die Heimatstaaten für die Verfolgung möglicher Straftaten zuständig.

Bundesrat

Bessere Renten für jüdische Zuwanderer gefordert

Länderkammer appelliert an Bundesregierung, schnellere Lösungen zu finden

 12.02.2021

Corona-Geimpfte

Israel und Griechenland planen Reise-Korridor

Basis der Abmachung soll die gegenseitige Anerkennung sogenannter Grüner Impfpässe sein

 08.02.2021

Archäologie

Des Königs alte Kleider

Purpurfarbene Stoffreste aus der frühen Eisenzeit in Timna entdeckt

von Sabine Brandes  29.01.2021

Österreich

Ministerin vergleicht Schoa mit Unfalltod ihres Großvaters

Dabei gilt Karoline Edtstadler eigentlich als verlässliche Partnerin der jüdischen Gemeinschaft

von Michael Thaidigsmann  25.06.2020

Kommentar

Mit dem Kreuz gegen religiöse Vielfalt

Wie das neue Humboldt-Forum zu einem Symbol Berliner Intoleranz wird

von Andreas Nachama  28.05.2020

USA

Machanot trotz Corona

In Neuengland öffnet ein Sommercamp mit besonderen Schutzmaßnahmen

 19.05.2020

Extremismus

Zentralrat der Juden warnt vor Zunahme von Verschwörungstheorien

Proteste gegen Corona-Beschränkungen locken auch Hassprediger an. Viele sehen darin eine Gefahr

 10.05.2020

Israel

Maskenpflicht verhängt

Coronavirus: Gesundheitsministerium verschärft Vorschriften. Jerusalemer Stadtviertel abgeriegelt

 12.04.2020

London

Kandidaten für den Labour-Vorsitz stellen sich vor

Bewerber beantworten Fragen zu Antisemitismus und zur Ausrichtung der Partei

von Daniel Zylbersztajn  14.02.2020