USA

Terrorexperte: Attentatsbilder könnten Trump zum Märtyrer machen

Donald Trump reckte nach dem Angriff demonstrativ die Faust in die Luft, um seinen Anhängern zu signalisieren, dass es ihm gut geht Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS

Mit blutendem Kopf die Faust in die Luft gestreckt - die Bilder vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump nach den Schüssen auf ihn können aus Sicht des Terrorismusexperten Peter R. Neumann wahlentscheidend sein. »Welche Kraft dieses Bild haben würde, dessen war sich Trump sofort bewusst.

Peter NeumannFoto: picture alliance / SZ Photo

Er hat gleich verstanden, dass die für ihn so bedrohliche Situation wahrscheinlich die entscheidende für den gesamten Wahlkampf sein wird«, sagte der Forscher vom Londoner King’s College der »Rheinischen Post«: »Das Bild wird ab jetzt überall auftauchen. Trump ist jetzt in den Augen seiner Anhänger der Märtyrer für die USA.«

Die Schüsse auf Trump werden nach Einschätzung des Experten einen »Mobilisierungseffekt« für den Ex-Präsidenten haben. Das erschwere die Situation zusätzlich für Trumps Konkurrenten und Amtsinhaber Joe Biden. Dieser müsse das Attentat natürlich verurteilen, so Neumann. »Auf der anderen Seite bleibt er sein Gegner.«

Biden könne aktuell nicht mehr tun, als sich zu präsentieren »als der Kandidat der für Zusammenhalt, nicht für Spaltung steht«. Dabei habe der amtierende Präsident schon jetzt Probleme, die Menschen in seiner eigenen demokratischen Partei zu begeistern. kna

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