Braunau

Streit über belastete Straßennamen im Hitler-Geburtsort

Das Geburtshaus von Adolf Hitler in Braunau Foto: dpa

80 Jahre nach Ende des NS-Regimes hat der Hitler-Geburtsort Braunau am Inn in Österreich weiter mit historischen Altlasten zu kämpfen. Darauf macht eine von der Stadtregierung in Auftrag gegebene Historiker-Untersuchung aufmerksam, über die österreichische Zeitungen am Donnerstag berichten. Mehrere Straßen sind demnach immer noch nach bekennenden Nationalsozialisten benannt. Seit Jahren wird den Angaben zufolge ergebnislos über eine Umbenennung debattiert.

Um eine Entscheidungsgrundlage zu haben, wurde eigens ein Experte mit der wissenschaftlichen Prüfung betraut. Sein nun veröffentlichtes Gutachten sieht »erheblichen Diskussionsbedarf« für mehrere öffentliche Flächen.

Mehrere Straßen betroffen

Konkret geht es um eine Straße und eine Stiege, benannt nach dem Komponisten Josef Reiter und dem Mediziner Eduard Kriechbaum. Beide waren NSDAP-Mitglieder, die den »Anschluss« Österreichs an Hitler-Deutschland befürworteten. Daneben sind weitere Straßen nach dem nationalsozialistischen Unterhaltungskünstler Franz Resl und dem NS-Fliegerkorpsfunktionär Wilhelm Scheuba benannt.

Das Mauthausen Komitee Österreich und das oberösterreichische Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus forderten Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher am Donnerstag zu einer zügigen Umbenennung auf. Da Frauen im Stadtbild unterrepräsentiert seien, sollten die Straßen künftig die Namen von NS-Widerstandskämpferinnen tragen, so der Vorschlag. Zudem müsse Reiters nach wie vor gültige Ehrenbürgerschaft aberkannt werden. kna

Israel

Dafür stehen die arabischen Parteien in Israel

Die arabisch geprägten Parteien in Israel haben bei der Parlamentswahl überdurchschnittlich gut abgeschnitten. Wofür setzen sie sich ein, was sind ihre Ziele?

 28.10.2026

Regierungsbildung

Berliner Linke berät erneut über Vanessa Emde

Kurz vor dem geplanten Beginn von Koalitionsgesprächen mit Grünen und SPD diskutiert die Berliner Linke über Antisemitismus - einmal mehr

 27.10.2026

Berlin

Berliner Linke berät zum wiederholten Mal über umstrittene Abgeordnete

Vanessa Emde steht wegen Äußerungen zu Israel und zum Nahost-Konflikt massiv in der Kritik

 27.10.2026

Weimar

Verein will Gedenken an KZ-Außenlager stärken

Buchenwald war mehr als ein einzelnes NS-Konzentrationslager. Mehr als 100 Außenstandorte gehörten zu diesem Lagerkomplex. Längst nicht an alle wird heute erinnert – ein Verein will das ändern

 23.10.2026

Deutschland

Wie hält es die CDU in Sachsen-Anhalt mit der AfD?

AfD-Politiker Siegmund braucht drei Stimmen aus anderen Reihen, um Ministerpräsident in Sachsen-Anhalt zu werden. Ein CDU-Abgeordneter stellt sich nun gegen die CDU-Fraktionslinie

von Christopher Kissmann  22.10.2026

Kino

Film über einen kreativen Geist

»Biermann« ist ein dokumentarisches Porträt des Liedermachers Wolf Biermann, der auch 50 Jahre nach seiner Ausbürgerung aus der DDR noch immer künstlerisch aktiv ist. Allerdings hat der Film auch Leerstellen

von Reinhard Kleber  22.10.2026

Siedlergewalt

Huldai: »Ich schäme mich und schweige nicht mehr«

Tel Avivs Bürgermeister verurteilt die Gewalt gegen palästinensische Olivenbauern und Journalisten scharf. Er warnt vor dem Zerfall rechtsstaatlicher und zionistischer Werte

von Sabine Brandes  22.10.2026

Schwerin

Schwesig wirbt für Bund-Länder-Gruppe zur Prüfung der AfD

Den verfassungsrechtlichen Umgang mit der AfD prüfen? Gut, findet Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin – und spricht sich für den Vorstoß eines CDU-Ministerpräsidenten aus

 22.10.2026

Nahost

Israels Armee erhöht Alarmbereitschaft vor den Wahlen

Vor der Wahl herrscht laut einem TV-Bericht die Sorge vor Anschlagsversuchen, mit denen Einfluss auf die Wahl genommen werden könnte. Der Militärchef ordnet umfassende Sicherheitsmaßnahmen an

 19.10.2026