Kompakt

Rückfall

geschichte In einem mehrjährigen Forschungsprojekt hat die Universität Tübingen ihre Geschichte in der NS-Zeit aufgearbeitet. Dabei sei deutlich geworden, wie bereitwillig sich führende Köpfe der Hochschule dem Denken der Nazis angeschlossen hätten, teilte die Universität mit. An den angesehenen theologischen Fakultäten sei Hitler als Geschenk Gottes gesehen worden. Die Universität sei nach 1933 regelrecht in die Barbarei zurückgefallen, sagte der Leiter des For- schungskreises, Urban Wiesing. »Die Schutzschicht der Zivilisation kann auch bei einer altehrwürdigen Universität sehr dünn sein. Forschung und Wissenschaft schützen offensichtlich nicht vor ungeheuerlichen Abweichungen von der Zivilisation.« Die Mediziner hätten keinerlei Bedenken gehabt, bei als minderwertig angesehenen Menschen Zwangssterilisationen auszuführen. Der Rassen- diskurs sei an der Hochschule nach 1933 zu einem besonderen Schwerpunkt der Forschung geworden. »So behauptete der katholische Dogmatiker Karl Adam, die Ziele des Christentums und des politischen Antisemitismus stimmten weitgehend überein.« Auch habe es Wissenschaftler gegeben, die die Ermordung aller Juden als sinnvolle Option diskutiert hätten. Wiesing betonte: »Die Universität Tübingen hat keinen exponierten Vertreter des Widerstands hervor- gebracht.«

www.nationalsozialismus.uni-tuebingen.de

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Eisenach/Karlsruhe/Unna/Hagen

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 02.10.2026

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Berlin

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 01.10.2026

UN-Kongress

Experten diskutieren strafrechtliche Verfolgung sexueller Gewalt in Konflikten

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Westjordanland

Neue Gewalt radikaler Siedler

Mehr als 100 Extremisten waren an den Ausschreitungen im Bereich der Ortschaft Dschalud südlich von Nablus beteiligt. Regierungsmitglieder verurteilen die Angriffe, die Opposition kritisiert sie als Folge »einer gefährlichen Politik«

 29.09.2026