Israel

Israel führt Gedenktag für marokkanische Juden ein

Marokkanische Juden 1952 Foto: picture alliance / akg-images / Paul Almasy

Israel

Israel führt Gedenktag für marokkanische Juden ein

Die Knesset hat beschlossen, einen Tag zur Erinnerung an die marokkanisch-jüdische Einwanderung zu schaffen

 31.12.2025 16:25 Uhr

Am 2026 soll es in Israel einen Tag zur Erinnerung an die marokkanische jüdische Einwanderung geben. Wie die »Times of Israel« berichtet, wird der 23. Tag des hebräischen Monats Tevet zukünftig laut einem am Mittwoch in der Knesset verabschiedeten Gesetzesentwurf als Nationalfeiertag zur Erinnerung an die Einwanderung marokkanischer Juden nach Israel und zur Erinnerung an die auf dem Weg Verstorbenen gedenken.

Das Datum entspricht dem 10. Januar 1961, als das Schiff »Egoz« sank, auf dem 44 marokkanische Juden mithilfe des Mossad nach Israel gelangen wollten. Bei hohem Seegang war der Rumpf des Schiffes gerissen. 22 Leichen konnten geborgen werden und wurden in Jerusalem beigesetzt, die anderen wurden nie gefunden.

Lesen Sie auch

Laut dem Gesetzentwurf, der vom Shas-Fraktionsvorsitzenden Yinon Azoulay eingebracht wurde, werden an diesem Tag Schulen in Zukunft über das Erbe des marokkanischen Judentums unterrichten, und es werde eine Sondersitzung in der Knesset stattfinden.

Noch in den 50er-Jahren lebten in Marokko bis zu 300.000 Juden. In der Zeit nach der Staatsgründung Israels wanderte der größte Teil aus. Heute sollen noch rund 2000 Juden in Marokko leben. In Israel ist etwa eine Million Menschen marokkanisch-stämmig. ja

Demonstrierende schwenkten am Montag israelische und iranische Flaggen vor der israelischen Botschaft in Berlin und riefen „Danke, IDF!“.

Berlin

Zeichen gegen Teheran

Exil-Iraner demonstrierten vor Israels Botschaft in Berlin und drücken ihre Hoffnung auf einen Neuanfang aus

 03.03.2026

Botschafter Ron Prosor: Das Regime in Teheran steht mit dem Rücken zur Wand

Interview

»Ich bin für die klare Haltung Deutschlands dankbar«

Israels Botschafter Ron Prosor zu deutschen Reaktionen nach den Angriffen auf den Iran, zur Sicherheitslage israelischer und jüdischer Einrichtungen sowie zu einer Nachricht zu Purim

von Detlef David Kauschke  02.03.2026

Nahost

Iran greift erstmals europäisches Ziel an: Drohne trifft britischen Stützpunkt auf Zypern

Nach Ausrufung einer Sicherheitswarnung erschütterten Explosionen die Basis. Kampfjets der Royal Air Force hoben nach Angaben von Flugbeobachtern ab, um den Luftraum zu sichern

 02.03.2026

Zusammenfassung

Israels Armee: Wir greifen Ziele des iranischen Terrorregimes im Herzen von Teheran an

Der Iran hat mittlerweile bestätigt, dass etliche hochrangige Militärs wie Generalstabschef getötet wurden

 01.03.2026

Analyse

»Der Iran hat nicht die Schlagkraft«

Das iranische Regime kann den Angriffen von Israel und den USA aus Sicht des Politologen Maximilian Terhalle militärisch wenig entgegensetzen - und durchaus gestürzt werden

 28.02.2026

Deutschland

Höhere Sicherheitsmaßnahmen nach Angriff auf Iran

Hessen verstärkt die Sicherheitsvorkehrungen. Laut Innenministerium betrifft dies besonders jüdische, israelische und amerikanische Einrichtungen

 28.02.2026

Rabbinerausbildung

»Sehr bedeutsamer Schritt«

Die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und die Nathan Peter Levinson Stiftung beabsichtigen Kooperation

 19.02.2026

Brandenburg

Gesetzestreue Jüdische Landesgemeinde kritisiert Ministerium

Seit vielen Jahren versucht eine streng orthodoxe jüdische Gemeinde in Brandenburg, höhere staatliche Zuschüsse zu bekommen. Dafür werden auch immer wieder die Gerichte eingeschaltet

 18.02.2026

Die Universität Pennsylvania will nicht auf die Forderung eingehen, Daten jüdischer Mitarbeitenden zu veröffentlichen.

USA

Müssen US-Unis Informationen über jüdische Mitarbeiter herausgeben?

Die Universität Pennsylvania wehrt sich gegen die Forderung, persönliche Daten jüdischer Mitarbeitender auszuhändigen. Der Fall wird vor einem US-Bundesgericht verhandelt.

von Nicole Dreyfus  29.01.2026