Konvertierte Ordensfrau

Edith Stein vor 25 Jahren heiliggesprochen

Undatierte Aufnahme von Edith Stein Foto: picture-alliance / dpa

Konvertierte Ordensfrau

Edith Stein vor 25 Jahren heiliggesprochen

Im August 1942 wurde sie in Auschwitz ermordet

 01.10.2023 19:36 Uhr

Die als Jüdin geborene Ordensfrau Edith Stein (1891-1942) kann nach Worten einer Expertin auch heute ein Vorbild sein. »Edith Steins Wirken für die Wertschätzung der Frauen in ihren vielfältigen Berufungen und Begabungen als Familien-, Ordens- oder Singlefrau, als Berufstätige, je nach Kraft und Begabung, ist auch heute aktuell«, sagte Beate Beckmann-Zöller, Präsidentin der Edith-Stein-Gesellschaft Deutschland, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Stein habe kein »enggeführtes Männer- und Frauenbild« vertreten, sondern bereits Intersexualität in ihre Forschung einbezogen.

Stein spreche heutzutage auch Menschen an, die wie sie als Kind und Jugendliche keine religiöse Sozialisation in der Kirche erfahren hätten, so Beckmann-Zöller. »Erst Mitte 20 erlebte sie Menschen, die einen lebendigen und freudigen Glauben an Jesus Christus hatten, vor allem auch jüdische Freunde, die vorher agnostisch waren wie sie.«

Lazarett Vor 25 Jahren, am 11. Oktober 1998, sprach Papst Johannes Paul II. Edith Stein heilig. Sie wurde am 12. Oktober 1891 als jüngstes von elf Kindern einer jüdischen Familie in Breslau (Wroclaw) geboren. Nach dem Abitur widmete sie sich an der Universität Breslau der Germanistik, Geschichte und Philosophie. Später ging sie zu dem Phänomenologen Edmund Husserl nach Göttingen, bei dem sie in Freiburg nach Dienst in einem Lazarett im Ersten Weltkrieg 1917 promovierte.

Im Anschluss an ihre Stelle in Freiburg hielt sich Stein an unterschiedlichen Orten auf, schrieb und lehrte. Am Neujahrstag 1922 ließ sie sich dann katholisch taufen. Die Nazis ermordeten Stein am 9. August 1942 in Auschwitz. kna

Holocaust-Gedenken

Wagner und Mendel kritisieren Yad-Vashem-Entscheid

In Deutschland sollen zwei Niederlassungen der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem entstehen. Der jüdische Wissenschaftler Meron Mendel und der Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora, Jens-Christian Wagner, sehen das in Teilen kritisch

 29.05.2026

Reisen

Kein Parkplatz am Ben-Gurion-Flughafen

US-Militärjets blockieren 70 Prozent des Flughafens. Flüge fallen aus, Airlines bleiben weg und kurz vor dem Sommer herrscht große Unsicherheit

von Sabine Brandes  29.05.2026

Diplomatie

Israels Präsident begrüßt ersten Botschafter Somalilands

Als weltweit erstes Land hatte Israel vor einem halben Jahr die muslimisch geprägte Region im Norden Somalias als unabhängigen Staat anerkannt. Jetzt kommt der erste Botschafter nach Israel

 18.05.2026

Internationaler Strafgerichtshof

Bericht: Geheime internationale Haftbefehle gegen Ben-Gvir und andere

»Haaretz« berichtet über mögliche neue Schritte gegen mehrere israelische Minister und Militärvertreter

von Sabine Brandes  17.05.2026

Stuttgart

Die Vorfreude steigt

Die Jüdische Allgemeine berichtet weiterhin live von der Jewrovision. Die Jugendzentren sind inzwischen nach und nach angekommen, das Madrichim-Team empfängt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor Ort. Die Vorfreude auf die Show steigt!

 15.05.2026

Genf

Döpfner fordert beim World Jewish Congress entschlossenen Kampf gegen Antisemitismus

Mit Blick auf die Hamas-Massaker vom 7. Oktober kritisiert der Springer-Chef die Reaktion: »Unmittelbar nachdem die Bilder der Opfer zu sehen waren, begann die Verharmlosung.«

 12.05.2026

In eigener Sache

Wir suchen Verstärkung

Wir suchen zum 1. Juli 2026 einen Politik-Redakteur (m/w/d) in Vollzeit

 07.05.2026

Jerusalem

Israel fordert von Großbritannien mehr Einsatz gegen Antisemitismus

Nach einem weiteren Terrorangriff auf Juden wirft Jerusalem London vor, die Lage nicht mehr unter Kontrolle zu haben. Präsident Herzog: »Es ist an der Zeit, dass die Welt aufwacht.«

 30.04.2026

Polen

Israel fordert Konsequenzen nach Eklat mit Hakenkreuz-Flagge

Im Parlament hatte ein rechtsradikaler Abgeordneter eine israelische Flagge mit einem Hakenkreuz an Stelle des Magen David gezeigt

 22.04.2026