Aliza Olmert

Der Schatz des Vaters

Der Schatz
des Vaters
Aliza Olmert las aus
„Ein Stück vom Meer“

Zwei Frauen treffen sich auf dem Podium des großen Saals im Literaturhaus. Beide haben sich in den Bereichen Kunst und Literatur einen Namen gemacht. Was beide noch mehr verbindet, ist die Tatsache, dass sie Nachkriegskinder von Holocaust‐Überlebenden sind: Rachel Salamander von der Literaturhandlung hat gemeinsam mit dem Aufbau Verlag und der B‘nai B‘rith Loge zur Lesung eingeladen.
Dass die Autorin von „Ein Stück vom Meer“ die Ehefrau von Israels Ministerpräsident Ehud Olmert ist, spielte an diesem Abend keine Rolle. Aliza Olmert führte ihre Zuhörer zurück in die frühen 50er‐Jahre, als sie mit ihren Eltern aufbrach in den neuen Staat. Gleichaltrige, wie Rachel Salamander, blieben in Deutschland. Die Schilderung des Aufbruchs, der Träume und Ängste der Eltern, aus der Sicht des kleinen Mädchens Aliza, war für die Anwesenden auch ein Stück Aufforderung zur Rückkehr in längst vergangene Jahre.
Bei allen Schwierigkeiten und dem großen Wunsch des kleinen Mädchens, in der neuen Heimat Anerkennung zu finden, verliert die Erwachsene beim Schreiben nie den Humor und das Gefühl für pointiert gesetzte Akzente. In der Übersetzung von Mirjam Pressler, vorgetragen von der Schauspielerin Christiane Paul, erlebten die Besucher im Literaturhaus, wie die Schülerin für eine Theateraufführung den „Schatz“ ihres Vaters plünderte. Diesen hatte er aus Europa mitgebracht um damit in Israel die materielle Basis für die Zukunft der Familie zu legen. gü

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