Makkabi Deutschland

Dabei sein

Mit der Überschrift »Tolle Niederlage – Halbfinale erreicht« verwöhnt die deutsche Damenhockeymannschaft ihre daheimgebliebenen Fans. Das Team, das sich erstmals bei einer Makkabiade präsentiert, verweist auf seiner Website stolz darauf, dass es nach einem Sieg (über Argentinien) und zwei Niederlagen (gegen die USA und die Niederlande) das Halbfinale erreicht hat. Alles ist noch drin für das Team, das Gert Rosenthal extra für die Makkabiade zusammengestellt hat. Überhaupt ist kurz vor Abschlussfeier in Israel noch vieles möglich, auch wenn das deutsche Team seine eher bescheidene Bedeutung im internationalen jüdischen Sport schon in den ersten Tagen aufgezeigt bekam.
Israel siegt und siegt und siegt, und nicht mal die USA können mithalten. Dennoch ist die 180-köpfige deutsche Mannschaft mit ihrer Leistung zumindest nicht unzufrieden. »Man muss auch die Kirche im Dorf lassen«, sagt Isabella Farkas von Makkabi Deutschland. Dass Israel alles dominiere, habe man schließlich vorher gewusst. »Die kommen ja auch mit ihren Nationalmannschaften.« Und im amerikani- schen Team fänden sich ja auch einige Weltklassesportler. Bis zum Dienstag konnte man sich immerhin mit einer Goldmedaille brüsten: Judith Weber aus Hannover und Greta Golberg aus Hohenrode gewannen Gold in der Juniorinnenkonkurrenz im Tischtennisdoppel (siehe Interview). »Wir freuen uns über andere Erfolge«, sagt Farkas. »Zum Beispiel haben un-
sere Fußballjungs zwar keine Medaille erreicht, aber früher sind sie immer in der ersten Runde ausgeschieden, jetzt nicht.« Außerdem sind eine Bronzemedaille im Judo und im Juniorentennis zu vermelden.
Der Wert der Makkabiade wird in der deutschen Delegation ohnehin nicht so sehr im Spitzensport gesucht. »Wir sind an einem Tag zur Klagemauer gefahren, wo einige Jungs Barmizwa wurden«, erzählt Isabella Farkas. Und vor Beginn der Makkabiade hatte das Team eine Trauerfeier für die elf beim Terroranschlag auf die Olympischen Spiele 1972 in München ermordeten israelischen Sportler organisiert. »Elf Jugendliche haben die Lebensgeschichte von jedem getöteten Sportler vorgetragen«, erzählt Farkas stolz. »Das hat Gänsehaut bewirkt. Und es gab einen Riesenapplaus. Auf welcher Trauerfeier gibt es das?«

Nahost

Waffenstillstand nach 4000 Raketen

Die Israelis hoffen nach nahezu zwei Wochen der Kämpfe auf einen ruhigen Schabbat

von Sabine Brandes  21.05.2021

Deutscher Koordinierungsrat

Orthodoxer ins Präsidium

Rabbinerkonferenz plädiert für stärkere Verankerung im interreligiösen Dialog

 12.05.2021

Berlin

So viele rechts motivierte Straftaten wie noch nie

Trotz der Kontaktbeschränkungen nehmen 2020 die ideologisch und rassistisch motivierten Gewalttaten zu

 04.05.2021

Bochum

Abraham Lehrer im Instagram-Live-Gespräch

Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden spricht über die Schüsse auf die Bochumer Synagoge

 04.05.2021

Bundestag

Zentralrat fordert schnelle Einführung von Härtefallfonds

Jüdische Zuwanderer sollen möglichst schnell bei der Rente besser gestellt werden, so Josef Schuster in einer Anhörung

 12.04.2021

Bundesrat

Bessere Renten für jüdische Zuwanderer gefordert

Länderkammer appelliert an Bundesregierung, schnellere Lösungen zu finden

 12.02.2021

Corona-Geimpfte

Israel und Griechenland planen Reise-Korridor

Basis der Abmachung soll die gegenseitige Anerkennung sogenannter Grüner Impfpässe sein

 08.02.2021

Archäologie

Des Königs alte Kleider

Purpurfarbene Stoffreste aus der frühen Eisenzeit in Timna entdeckt

von Sabine Brandes  29.01.2021

Vereinte Nationen

Videos mit explizitem Inhalt in der Kritik

»Schockiert und tief verstört«: UN-Chef Guterres kündigt rasche und eingehende Ermittlungen an

von Michael Thaidigsmann  28.06.2020