fest

Besondere Lichter der Gemeinde

Mehrere Wochen Vorbereitungszeit lagen hinter den jüngsten Gemeindemitgliedern, die den vierten Chanukka‐Tag mit einer großen Feier im Hubert‐Burda‐Saal begingen. Festlich angezogen warten die Mädchen und Jungs ungeduldig auf ihre Auftritte. Die Leiterin des Alexander‐Moksel‐ Kindergartens Romana Alfred spannte bei der Begrüßung einen Bogen zwischen dem Lichterfest und den Kindern des Kindergartens und sagt: »Jedes Kind ist ein besonderes Licht und alle zusammen sind sie das Licht unserer Gemeinde. Sie sind unsere Zukunft.« Nach dem gemeinsamen Singen von Chanukka‐Liedern wurde das vierte Licht entzündet. Die große Chanukkia aus Holz stand auf der Bühne, sodass jeder im Saal das Anzünden der Kerzen miterleben und sich darüber freuen konnte. Drei kostümierte Jungs sagten zunächst die Segenssprüche und erzählten später die Geschichte der mutigen Makkabäer. Zusammen hielten die Kinderhände die Schamasch‐Kerze, sie zündeten vier Chanukka‐Lichter an. Anschließend sangen alle das Maos‐Zur. Jede Kindergartengruppe trat dann mit Chanukka‐Liedern und Tänzen auf. Dabei begleiteten die Kinder ihre Auftritte mit verschiedenen Musikinstrumenten. Eigens zur Chanukka gebastelte Kostüme und Kopfbedeckungen schafften eine ganz besondere Stimmung. Dass man an Chanukka traditionell Krapfen bäckt, daran erinnerten die »kleinen Bäcker«, auf der Bühne.
Zwei Tage später war der Hubert‐Burda Saal wieder überfüllt. Die Direktorin der Sinai‐Schule, Antonia Ungar, begrüßte alle Kinder und Eltern zur Chanukka‐Feier, bei der das sechste Licht angezündet wurde. »Genießen Sie die Lieder und Texte, die unsere Kinder einstudiert haben. Chanukka Sameach!« Der Vorsitzende der Schul‐ und Erziehungskommission, Michael Fischbaum, bedankte sich bei Direktorin und Lehrkollegium: »Hier wird nicht nur auf die akademische Leistung geschaut, sondern auch auf die kleinen Herzen und Seelen – und dies ist uns besonders wichtig.« Mit Stolz teilte Fischbaum mit, dass die Sinai‐Schule in der Bewertung des Bayerischen Kultusministeriums für den bayerischen Raum weit oben stehe. Die besonderen Kenntnisse der Kinder zeigten sich im dreisprachigen Programm: Die Lieder erklangen auf Deutsch, Englisch und Hebräisch. Nach dem gemeinsamen Kerzenanzünden sangen sie das Maos‐Zur. Die zweite Klasse begeistert das Publikum mit dem Tanz »Put your hand« und die Kinder verschiedener Jahresstufen faszinierten mit der spannenden Chanukka‐Geschichte, die sie auf Englisch erzählten. 15 Auftritte schenkten die Kinder dem Publikum zur Chanukka‐Feier. Doch nicht nur das. Sie hatten auch einen Wandvorhang hergestellt, der fast den ganzen Bühnenhintergrund ausfüllte und auf dem eine leuchtende Chanukkia zu sehen war. Gestaltet wurde diese festliche Dekoration von allen Kindern der Sinai‐Schule. Jedes Kind steuerte ein Stück Stoff bei, das es mit einer speziellen Batik‐Technik gefärbt hat. Alle Teile wurden dann zum großen Ganzen zusammengefügt, sodass jedes Kind einen Teil von sich, ein kleines Licht für die große Chanukkia gegeben hatte.
Mit der Hatikwa, die alle Kinder zusammen sangen, endete die Feier. Marina Maisel

Berlin

Vertrauensperson für Jüdisches Museum ernannt

Nach dem Rücktritt von Peter Schäfer soll der Historiker und CDU‐Politiker Christoph Stölzl wieder für Beruhigung sorgen

 25.06.2019

Frankfurt

»Emotionaler Anker«

Die Bildungsabteilung im Zentralrat veranstaltet eine Tagung zur Geschichte der jüdischen Jugendbewegung

von Eugen El  06.06.2019

Fußball

»Wusste nicht, was Nazi‐Gruß ist«

Torwart des Première‐League‐Clubs Crystal Palace entgeht mit einer sehr besonderen Begründung einer Strafe

 16.04.2019