Sinai-Schule

Asparagus, Gumbie und Rumpleteazer

von Marina Maisel

„Musik ist immer ein Thema – und Katzen gehören zu den Lieblingstieren von Kindern.“ Diese Erfahrung von Romana Al‐fred und ihr Vorschlag, das Musical Cats in kindgerechter Bearbeitung auf die Bühne zu bringen, führte bei Groß und Klein im Sinai‐Hort schnell zu begeisterter Zustimmung. Mit ihrer Idee löste die erfahrene Kinderpädagogin so ganz nebenbei auch noch ein anderes Problem: Die 38 Hortkinder konnten nach einem unvorhergesehenen Personalengpaß nach der Erledigung ihrer Hausaufgaben auf diese Weise gemeinsam in einem Projekt betreut werden.
Romana Alfred durfte die Vorbereitung des Projekts übernehmen, kürzte die Hamburger Version des Musicals, paßte sie für Kinder an und ging mit ihren kleinen Schauspielern die ganze Geschichte durch. „Die Kinder waren von der Geschichte sofort fasziniert“, erzählt sie, „besonders beeindruckt hat sie, daß eine Katze bei Vollmond ausgewählt wurde, noch ein Leben zu bekommen!“
Die Texte wurden auswendig gelernt und geübt. Irina Sokolov gestaltete inzwischen die grandiosen Dekorationen, während Luisa Pertsovska die musikalische Begleitung vorbereitete. Sie bearbeitete die Partitur so, daß drei Kinder des Horts ein paar Passagen des Musicals auf ihren Instrumenten selber begleiten konnten. Sechs Monate haben die Kinder mit den Pädagogen fleißig geprobt.
Außerdem mußten noch originelle und exotische Musikinstrumente besorgt werden, um das Leben der 38 Katzen auch akustisch darzustellen. Die herrlichen Masken, die entzückenden Kostüme, die ernsthafte und virtuose Aufführung – all das waren die Komponenten, die eine echte Theaterstimmung erzeugten und die Vorstellung zu einem großen Erfolg werden ließen. Der Saal der Sinai‐Schule war voll, die Eltern tief beeidruckt. „Leider“ sagte Luisa Pertsovska, „können wir das Musical allenfalls noch einmal spielen. Die Kinder aus den vierten Klassen verlassen in ein paar Wochen die Schule und den Hort. Das bedeutet, daß wir die gleiche Besetzung nie wieder kriegen.“
Nach der Vorführung tobte die kleine Theatergruppe im Hof, und die Kinder hatten es nicht eilig, die Katzenmasken vom Gesicht abzuwischen. So setzte die lustige Katzengemeinde auf dem Schulhof der Sinai‐Schule ihr Spiel fort. Auf diese Weise konnten auch die Besucher noch Gespräche mit dem melancholischen Theaterkater Asparagus, der Hauskatze Gumbie, dem Rock’ n’ Roll‐Kater Rum Tum Tugger, einem magischen Mistoffelees, dem Diebespärchen Mungojerrie und Rumpleteazer sowie natürlich der berühmten Grizabella und dem alten Deuteronimus führen.

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