Hannover

Angriff auf Gedenkstätte: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

Auf dem Geländer der ehemaligen Israelitischen Gartenbauschule in Ahlem ist jetzt eine Informations-, Bildungs- und Gedenkzentrum Foto: dpa

Im Fall des Angriffs auf die Gedenkstätte Ahlem für jüdische NS-Opfer in Hannover hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen 26-Jährigen erhoben. Er war im Mai in Budapest festgenommen worden. Staatsanwältin Kathrin Söfker sagte am Dienstag: »Ihm wird im Zusammenhang mit den Verwüstungen an der Gedenkstätte eine Sachbeschädigung vorgeworfen.« Außerdem seien bei einer Wohnungsdurchsuchung unter anderem Verstöße gegen das Waffengesetz festgestellt worden, für die eine Freiheitsstrafe von einem bis zu fünf Jahren verhängt werden könne.

Bei dem Angeklagten handelt es sich den Angaben der Polizei zufolge um einen bekannten Rechtsextremisten aus Hannover. Bei einer Wohnungsdurchsuchung nach der Tat im Januar habe die Polizei auch eine vollautomatische Maschinenpistole mit Munition gefunden, sagte Söfker. Dabei handele es sich um einen Verbrechenstatbestand, deshalb gelte dafür die höchste Strafandrohung bei den Vorwürfen, die ihm gemacht würden. Die Polizei habe zudem ein Springmesser und eine Schreckschusspistole sichergestellt.

Dem Tatverdächtigen wird vorgeworfen, am 29. Januar Blumenkränze beschädigt zu haben, die anlässlich des Holocaust-Gedenktages in der Gedenkstätte niedergelegt worden waren. Videoaufzeichnungen brachten die Ermittler auf die Spur des Mannes. epd

Berlin

Urteil zu Angriff auf Lahav Shapira erwartet

Nach einem antisemitischen Angriff auf einen jüdischen Studenten in Berlin ist der Fall neu vor Gericht verhandelt worden. Im Mittelpunkt des Berufungsverfahrens steht die Höhe der Strafe. Ein Urteil wird am Montag erwartet

 13.04.2026 Aktualisiert

Fussball

Kopfball mit Kippa

Die Halle war voll, der Spaß groß: Zum ersten Mal trafen zwölf jüdische Teams beim Berlin Jewish Football Cup in Spandau aufeinander

von Jan Feldmann  01.04.2026

Podcast

»Arbeiten im Krieg ist eine große Herausforderung«

Zwischen Bomben und Bunker: Wie unsere Korrespondentin in Tel Aviv ihren Alltag erlebt

von Jan Feldmann, Sabine Brandes  01.04.2026

Video

Zwischen Matzen und Kneidlach: Stimmen aus einem koscheren Supermarkt

Kurz vor Pessach: Vorbereitungen auf den Feiertag – Stimmen aus »Kosherlife«

von Jan Feldmann  01.04.2026

Wirtschaft

Iran-Krieg treibt Inflation auf höchsten Stand seit 2024

Teurer Sprit, steigende Preise für Strom und Gas: Die Kämpfe im Nahen Osten haben schon im ersten Kriegsmonat die Verbraucherpreise angeheizt. Bald könnten auch andere Warengruppen betroffen sein

von Alexander Sturm und Christian Ebner  30.03.2026

Die israelische Raketenabwehr hat eine aus dem Libanon anfliegende Terror-Rakete im Visier.

Nahost

Libanon muss jetzt handeln

Die Hisbollah hat äußeren Druck jahrzehntelang in politische Stärke verwandelt. Doch ihr aktueller Legitimitätsverlust ist hausgemacht — und eröffnet dem Libanon erstmals die Chance, das Machtgefüge im eigenen Land zu verändern.

von Leo Benderski  26.03.2026

Berlin

»Grenzen der Erinnerung erweitern«

Argentinien hat von Israel die Präsidentschaft der International Holocaust Remembrance Alliance übernommen. In der Botschaft des südamerikanischen Landes wurde das mit einer Zeremonie gefeiert

 26.03.2026

Nahost

Israels Kriegsstrategie gegenüber Iran und der Hisbollah

Israels Armee greift Irans Führung unerbittlich an. Es gibt jedoch warnende Stimmen: Die gezielten Tötungen von Anführern könnten das System noch radikaler machen. Welche Ziele verfolgt Israel?

von Sara Lemel  19.03.2026

Forschung

Ukraine öffnet Archiv über KZ-Häftlinge

Mitten im Krieg mit Russland öffnet die Ukraine historische Geheimarchive. Für Forschende über die NS-Zeit und die Sowjetische Besatzungszone soll der Zugang erleichtert werden

 11.03.2026