Symbol des Überlebens
Leipzig – Eine Gemeinde mit Begegnungszentrum

Das Ariowitsch-Haus als jüdisches Kultur- und Begegnungszentrum zu eröffnen, war nicht unumstritten. So betonte denn auch Zentralratspräsidentin Charlotte Knobloch bei der Eröffnung am 15. Mai 2009: »Das Haus mit seiner wechselvollen Geschichte ist ein Symbol des Überlebens«.
Das Gebäude – am 17. Mai 1931 als Altenheim für orthodoxe Juden eröffnet – hat eine wechselvolle Geschichte. Träger war die »Ariowitsch-Stiftung – Israelitsches Altersheim«. Nach der Rückgabe im Jahr 1946 an ein Jahr zuvor wieder gegründete Israelitische Religionsgemeinschaft wurde das Grundstück mit Haus an die Stadt Leipzig verpachtet und von ihr bis 1997 als städtisches Alten- und Pflegeheim geführt. Während des Umbaus seines Altersheims nutzte das Diakonische Werk bis Juli 2000 das Haus. Zwar hatten Stadt und Gemeinde bereits im Herbst 2000 entschieden, das Gebäude zu einem Begegnungszentrum mit großem Veranstaltungssaal für die jüdische Gemeinde umzubauen, doch Klagen von Nachbarn verzögerten den Baubeginn bis April 2006.
Heute kann die Gemeinde ihren rund 1.300 Mitgliedern unter anderem einen Sozialarbeiter bieten, der Zuwanderern auch bei Behördengängen behilflich ist. Beim Sportverein Makkabi Leipzig kann man Fußball, Schach, Tischtennis und Volleyball spielen. Die Gemeinde bietet verschiedene Kurse für Kinder, Vorträge und Workshops wie PC-Kurs sowie die Frauen- und Seniorenklub und eine Tanzgruppe. Betreut wird sie von Landesrabbiner Salomon Almekias-Siegl, der einen liberalen Ritus pflegt.
Jüdische Gemeinde zu Leipzig
Vorsitzender: Küf Kaufmann
Löhrstraße 10
04105 Leipzig
Kontakt
Tel.: 0341/980 02 33
info@irg-leipzig.de
www.irg-leipzig.de
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