Dresden

Zurück am Hasenberg

Die Synagoge am Hasenberg in Dresden Foto: picture alliance / imageBROKER

Gut dreieinhalb Jahre dauerten die Umbauarbeiten an der Neuen Synagoge Dresden, am kommenden Montag wird das Haus mit einem Fest nun wieder eröffnet. Im Mittelpunkt der seit Januar 2023 durchgeführten Baumaßnahmen stand die Verbesserung der baulich-technischen Sicherheit, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

Grundlage dafür waren »die Empfehlungen des Landeskriminalamtes Sachsen. Zugleich mussten die besonderen architektonischen Anforderungen des mehrfach ausgezeichneten Synagogenbaus sowie zwischenzeitlich erhöhte Anforderungen unter anderem an Brand- und Arbeitsschutz berücksichtigt werden.«

Katerina Kulakova, die Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen der Jüdischen Gemeinden sagte: »Wir schätzen die Unterstützung, die wir für unsere Sicherheit erhalten, sehr. Besonders in letzter Zeit, in der der Antisemitismus im alltäglichen Leben, aber auch auf politischer Ebene, so rasant zugenommen hat.« Wichtig sei »jede Art der Unterstützung: der Schutz jüdischen Lebens seitens des Landes Sachsen, aber auch die Unterstützung von sächsischen Bürgern, die uns schriftlich und persönlich erreicht. Viele machen sich mit Blick auf die politische Entwicklung Sorgen.«

Der sächsische Kultusminister Conrad Clemens (CDU) betonte »Jüdisches Leben gehört zu Sachsen. Es muss bei uns frei, sichtbar und vor allem sicher gelebt werden können. Der Freistaat steht deshalb fest an der Seite der Jüdischen Gemeinden.« Die umfassenden Sicherungsmaßnahmen an Synagoge und Gemeindezentrum in Dresden seien Ausdruck dieser besonderen Verantwortung. Dass sowohl die Gemeinde als auch der Landesverband Sachsen der Jüdischen Gemeinen »wieder an diesen für das jüdische Leben in Dresden so wichtigen Ort zurückkehren konnten, ist ein gutes und wichtiges Zeichen.« Die Umbaumaßnahmen waren für die Gemeinde mit erheblichen Einschränkungen verbunden, die allerdings durch eine enge Zusammenarbeit mit der Stadt Dresden abgefedert werden konnten.

Einen weiteren Grund zur Freude neben der Rückkehr in die Synagoge und das Gemeindezentrum gibt es zudem auch noch: Der Landesverband begeht sein 100-jähriges Jubiläum. Interessierte können am 14. September die Synagoge zu besuchen. Ab 18 Uhr findet eine Feierstunde mit anschließendem Festkonzert statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. ja

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