Düsseldorf

Zeichen der Solidarität

Für die Renovierung und für den Neubau von Synagogen, Gemeindezentren oder Kindertagesstätten erhalten die 22 jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen künftig mehr Geld. Bis zum Jahr 2028 werden die jüdischen Gemeinden mit insgesamt 44 Millionen Euro unterstützt, wie das Heimatministerium in Düsseldorf mitteilte.

In diesem Jahr beläuft sich die Förderung auf drei Millionen Euro. Insgesamt erhalten die jüdischen Gemeinden damit im aktuellen Jahr 20 Millionen Euro aus dem Landeshaushalt, so das NRW-Heimatministerium weiter.

Sicherstellung Oded Horowitz, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Chef der Düsseldorfer Gemeinde, sagte zur Bezuschussung der Baumaßnahmen: »Die uns zur Verfügung gestellten Mittel sind der noch fehlende Baustein zur Sicherstellung eines lebendigen jüdischen Lebens in Nordrhein-Westfalen. Bei den Bauten aus den 50er-Jahren gibt es großen Sanierungsbedarf, und wir wären nicht in der Lage, das aus eigenen Mitteln zu finanzieren.«

Hanna Sperling, die Vorsitzende des Landesverbandes von Westfalen-Lippe, würdigte die Entscheidung der NRW-Landesregierung als »ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit uns«. Durch die Förderung werde auch weiterhin ein lebendiges und gut funktionierendes jüdisches Leben im bevölkerungsreichsten deutschen Bundesland sichergestellt.

Den Vertrag über die Förderung schloss Nordrhein-Westfalen mit den Landesverbänden der Jüdischen Gemeinden von Nordrhein und Westfalen-Lippe, der Synagogen-Gemeinde Köln und dem Landesverband Progressiver Jüdischer Gemeinden in Nordrhein-Westfalen. Den jüdischen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen gehören insgesamt 28.000 Mitglieder an. ja

Brandenburg

An einem Mittwoch in Cottbus

Was geschieht an einem ganz normalen Tag in einer jüdischen Gemeinde? Wir waren vor Ort und begegneten Menschen zwischen Chorproben und Amtsterminen

von Leon Stork  16.08.2026

München

Für die junge Generation

Künftig wird Rabbiner Elie Dues als Jugendrabbiner die religiöse Arbeit der Israelitischen Kultusgemeinde unterstützen

von Luis Gruhler  16.08.2026

Porträt der Woche

»Mein Glück war Alfred«

John Günther ist Künstler, religiös und lebte 62 Jahre mit seinem Mann zusammen

von Heike Linde-Lembke  16.08.2026

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Ferien

Spiel, Spaß, Werte

Gerade beginnt der dritte Turnus der ZWST-Machanot. Bildungsreferentin Liya Cinciper über Heimweh, Handyzeiten und Kühlung bei Hitze

von Helmut Kuhn  13.08.2026

Hitze

Kühl beten, kühl bleiben

Gemeinden und jüdische Einrichtungen bekommen die hohen Temperaturen sehr zu spüren. Einige behelfen sich mit kalten Tüchern, manche mit Ventilatoren, andere haben Klimaanlagen

von Katrin Richter  13.08.2026

Programm

Summer Open Airs in Frankfurt und Hannover, und ein Rendezvous für Hercule Poirot - mit einer Leiche

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 13. August bis zum 20. August

 12.08.2026

Wiesbaden

Hessen verlängert Staatsvertrag mit jüdischen Gemeinden

Die Zahlungen an jüdische Gemeinden steigen schrittweise

 12.08.2026