München

Trauer, Museum, Kultur

Hans-Jochen Vogel und Charlotte Knobloch Foto: Marina Maisel

Trauer

Als eine Persönlichkeit, die zeitlebens an der Seite der jüdischen Gemeinschaft war, bezeichnete IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch den am Sonntag im Alter von 94 Jahren verstorbenen ehemaligen Münchner Oberbürgermeister und SPD-Vorsitzenden Hans-Jochen Vogel. »Mit ihm«, schrieb sie in einem Nachruf, »verlieren wir einen außergewöhnlichen Politiker, eine prägende Figur der Zeitgeschichte und ganz besonders einen treuen und engen Freund.« Knobloch erinnerte auch daran, dass Vogel 1938 als Jugendlicher Zeuge des Novemberpogroms war. Nach der NS-Zeit sei der daraus resultierende Drang, die demokratische Kultur der Bundesrepublik zu bewahren und zu schützen, zu einer Triebfeder seines politischen Handelns geworden, beschrieb die IKG-Präsidentin den Verstorbenen. Auch abseits der Politik habe sich Hans-Jochen Vogel als Mensch verstanden, der für andere da war. Ein ehrendes Andenken vonseiten der jüdischen Gemeinde sei ihm sicher. ikg

Einstein

Letzter regulärer Öffnungstag des Restaurants »Einstein« im Jüdischen Gemeindezentrum ist Freitag, der 31. Juli. An den Sonntagen, das heißt, am 2., 9., 16., 23. und 30. August, ist das Restaurant geschlossen. Von Montag, 3. August, bis einschließlich Freitag, 4. September, gelten folgende Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 12 bis 14 Uhr und 18 bis 20 Uhr sowie am Freitag 12 bis 15 Uhr. Kabbalat Schabbat wird nach Vereinbarung angeboten. Für den Besuch des Restaurants ist persönliche Voranmeldung unbedingt erforderlich unter www.einstein-restaurant.de. ikg

Museum

Das Jüdische Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, ist bis 2. August geöffnet. Auf Ebene 1 wird die Dauerausstellung Stimmen_Orte_Zeiten. Juden in München gezeigt. Auf Ebene 2 ist die Ausstellung Von der Isar nach Jerusalem. Gabriella Rosenthal (1913–1975) – Zeichnungen zu sehen. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 6 Euro, ermäßigt 3 Euro. Die Literaturhandlung hat in dieser Zeit von 11.30 bis 18 Uhr geöffnet. Das Museumscafé »Exponat« bleibt bis auf Weiteres geschlossen. Im gesamten Museumsgebäude ist auf Mund-Nasen-Bedeckung zu achten. Aufgrund von Wartungsarbeiten ist das Jüdische Museum vom 3. August bis 7. September geschlossen. ikg

Kultur

Das Kulturzentrum der IKG meldet sich am 13. September mit dem Europäischen Tag der jüdischen Kultur zurück, der 2020 unter dem Motto »Jewish Journeys« steht. Wenn das Auf-Reisen-Gehen und das Einander-Treffen in Zeiten von Corona auf einer Skala von »ausgeschlossen« über »beschwerlich« und »unter Auflagen möglich« bis hin zu »gewünscht« und »erforderlich« reicht, muss man sich etwas Besonderes einfallen lassen. Das hat die IKG getan und lädt zu Ausflügen in die Geschichte ein – virtuell, aber auch real. Es gibt Bewegung und Begegnung (unter Berücksichtigung der Hygienevorgaben), Erfahrung, gutes Essen und Mitmach-Momente. Mehr dazu ab 31. August auf www.ikg-m.de/kultur, auf www.facebook.com/kultur­amjakobsplatz und im Programm des IKG-Kulturzentrums. ikg

Programm

Vortrag, Führung, Finissage: Tipps und Termine

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 27. August bis zum 3. September

 26.08.2026

Neuanfang

Erste Klasse

Zwischen Schultüte und Blumen: Jüdinnen und Juden öffnen ihre Fotoalben und blicken auf ihre Einschulung zurück – in Israel, im Baltikum, in der Sowjetunion sowie in Ost- und West-Berlin

von Christine Schmitt  26.08.2026

Kommentar

Die verlorene Mitte

Beim Betrachten des Wahlkampfs zu den Landtagswahlen im Herbst muss man feststellen: Judenhass ist in Deutschland längst kein Ausschlusskriterium mehr für die Parteien der sogenannten politischen Mitte

von Benjamin Graumann  26.08.2026

Plädoyer

Stark und selbstbewusst

Die Zeiten des Ghettos und Sich-Wegduckens gehören zum Glück der Vergangenheit an. Umso mehr sollten Juden hierzulande entschiedener für ihre Interessen eintreten

von Sacha Stawski  25.08.2026

München

Von Deutschland in die Welt

Eine Ausstellung widmet sich dem Wirken jüdischer Architekten, deren Karrieren von Verfolgung und Exil bestimmt waren. Ihre Bauten beeinflussten die Moderne maßgeblich

von Ellen Presser  25.08.2026

Dresden

Ausstellung würdigt jüdische Sportlerinnen und Sportlern

Deutsch-jüdische Sportlerpersönlichkeiten stehen im Mittelpunkt einer Präsentation. Anlässlich des Jahres der jüdischen Kultur wird sie in Dresden gezeigt

 25.08.2026

Spremberg/Forst

Stolpersteine gestohlen

Der Staatsschutz ermittelt

 24.08.2026

Dresden

Unbekannter entwendet Kippa

Der Staatsschutz der Dresdner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen

 24.08.2026

Meinung

Jüdische Schulen: Orte der Zugehörigkeit

Der Wunsch nach jüdischer Bildung wächst, während die Strukturen zunehmend fragil werden

von Eduard Steinberg  24.08.2026