Mitzvah Day

Tausende Freiwillige erwartet

Der diesjährige Mitzvah Day am Sonntag, 15. November, steht unter dem talmudischen Leitgedanken »Und wenn nicht jetzt, wann dann?«. Wieder wird die Teilnahme von Tausenden Freiwilligen bundesweit erwartet. Soziale Aktionen für Flüchtlinge sollen diesmal im Mittelpunkt stehen.

Mit den Flüchtlingen, die in Deutschland ankommen, sei die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen in unserem Land deutlich gestiegen und die Notwendigkeit von ehrenamtlichem sozialen Engagement offensichtlich, heißt es in einer Erklärung des Zentralrats der Juden. Zentralratspräsident Josef Schuster dazu: »Wir werden am Mitzvah Day gezielt Flüchtlinge unterstützen und damit die neue Willkommenskultur in Deutschland stärken. Zugleich vergessen wir nicht die anderen Menschen in unserem Land, die ebenfalls Hilfe brauchen. Wir möchten unseren Beitrag leisten, um den Zusammenhalt in der ganzen Gesellschaft zu stärken.«

Engagement
Das Konzept des Mitzvah Day entstand vor mehr als 20 Jahren in den USA. Der Zentralrat der Juden hat diesen Aktionstag in den Jüdischen Gemeinden in Deutschland eingeführt. Neben dem Engagement für Flüchtlinge soll es in diesem Jahr auch wieder Projekte mit behinderten Menschen, mit Senioren sowie für die Umwelt und für wohltätige Zwecke geben. ja

www.mitzvah-day.de

Programm

Führung, Erinnerung und Vorträge: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 2. April bis zum 16. April

 30.03.2026

»Koscher-Licious«

Mazze, Challe, Wodka

Viele Besucher und noch mehr gute Laune gab es beim Streetfoodfestival auf dem Pears-Campus von Chabad in Berlin. Bereits zum fünften Mal probierten sich Gäste durch das Angebot

von Alicia Rust  29.03.2026

Meinung

Das Gedenken schützen

Ein linksextremes Bündnis plant zum Jahrestag der Befreiung Buchenwalds eine antisemitische Kundgebung. Thüringens Juden wehren sich gegen die Provokation

von Reinhard Schramm, Marek Sierka  29.03.2026

Porträt der Woche

Für alt und jung

Judit Marach hat in einem Seniorenheim gearbeitet – heute ist sie Schulsekretärin

von Gerhard Haase-Hindenberg  29.03.2026

Frankfurt

Wieder zusammen

Fast neun Jahrzehnte nach dem Novemberpogrom 1938 wird der Silberschmuck einer Torarolle erstmals als Einheit präsentiert

von Eugen El  29.03.2026

Ilja Richter

Zu Hause zwischen den Stühlen

Der Schauspieler stellte sein neues Buch vor und verzauberte das Publikum mit Gesang, Rezitationen – und sogar als Bauchredner

von Nora Niemann  29.03.2026

Oldenburg

»Es ist gesund, wenn nicht alles von nur einem Rabbiner abhängt«

Seit einem Jahr amtieren Netanel Olhoeft und Levi Israel Ufferfilge in der Gemeinde. Nun wurden sie auch offiziell eingeführt. Wie funktioniert die rabbinische »Doppelspitze«?

von Mascha Malburg  28.03.2026

Jüdischer Wahlkämpfer

»Wer nicht kämpft, hat schon verloren«

David Rosenberg über den Wahlkampf in Rheinland-Pfalz, die Niederlage seiner Partei und warum er sich gerade als junger Jude weiter politisch engagieren will

von Mascha Malburg  27.03.2026

Kommentar

Lieber Meron Mendel, das ist keine Politik mit Kettensäge. Das nennt man Demokratie!

Öffentliche Mittel sind an Wirkung gebunden. Maßnahmen müssen überprüfbare Ergebnisse erzielen. Bleibt diese Wirkung aus, endet ihre Legitimation

von Stefan Hensel  27.03.2026