Mitzvah Day

Tausende Freiwillige erwartet

Der diesjährige Mitzvah Day am Sonntag, 15. November, steht unter dem talmudischen Leitgedanken »Und wenn nicht jetzt, wann dann?«. Wieder wird die Teilnahme von Tausenden Freiwilligen bundesweit erwartet. Soziale Aktionen für Flüchtlinge sollen diesmal im Mittelpunkt stehen.

Mit den Flüchtlingen, die in Deutschland ankommen, sei die Zahl der hilfsbedürftigen Menschen in unserem Land deutlich gestiegen und die Notwendigkeit von ehrenamtlichem sozialen Engagement offensichtlich, heißt es in einer Erklärung des Zentralrats der Juden. Zentralratspräsident Josef Schuster dazu: »Wir werden am Mitzvah Day gezielt Flüchtlinge unterstützen und damit die neue Willkommenskultur in Deutschland stärken. Zugleich vergessen wir nicht die anderen Menschen in unserem Land, die ebenfalls Hilfe brauchen. Wir möchten unseren Beitrag leisten, um den Zusammenhalt in der ganzen Gesellschaft zu stärken.«

Engagement
Das Konzept des Mitzvah Day entstand vor mehr als 20 Jahren in den USA. Der Zentralrat der Juden hat diesen Aktionstag in den Jüdischen Gemeinden in Deutschland eingeführt. Neben dem Engagement für Flüchtlinge soll es in diesem Jahr auch wieder Projekte mit behinderten Menschen, mit Senioren sowie für die Umwelt und für wohltätige Zwecke geben. ja

www.mitzvah-day.de

Israel

Zeit, Zionist zu sein!

Fünf Gründe, den jüdischen Staat zu lieben – mit all seinen Stärken und Schwächen

von Daniel Neumann  13.04.2026

Gedenken

Zwischenrufe bei Weimer-Rede in Buchenwald

Schon im Vorfeld hatte es Kritik am Auftritt des Kulturstaatsministers beim Buchenwald-Gedenken gegeben. Auch vor Ort gab es Gegenwind. Das sagt Weimer selbst dazu

 13.04.2026

Gedenken

»Für mich steht sein ›Hochverrat‹ heute als das höchste Zeugnis von Treue zur Menschlichkeit«

Hape Kerkeling sprach anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des KZ Buchenwald über seinen Großvater Hermann, der dort fast drei Jahre inhaftiert war. Wir dokumentieren seine Rede

 13.04.2026

Berlin

Trauer um Rabbiner Avraham Golovacheov

Der Rabbiner der Jüdischen Gemeinde Chabad Berlin ist am Montag nach schwerer Krankheit gestorben. Vor 18 Jahren war er als Chabad-Gesandter in die deutsche Hauptstadt gekommen

 07.04.2026

Porträt der Woche

Ich bin dankbar

Svitlana Petrovska überlebte die Nazis – und floh vor Putins Krieg nach Berlin

von Rob Savelberg  06.04.2026

Kahal Adass Jisroel

Platz für die Zukunft

Die Gemeinde in Berlin plant für 26 Millionen Euro ein neues Gemeinde- und Bildungszentrum

von Christine Schmitt  06.04.2026

Schwerin

Ein Denkmal für Willy

Der ehemalige Rabbiner William Wolff wird mit einer Statue geehrt

von Axel Seitz  06.04.2026

»Meet a Jew«

Viele Fragen

Marguerite und Benjamin sind zwei Freiwillige, die im Rahmen des Zentralratsprojektes mit Jugendlichen über das Judentum ins Gespräch kommen. So wie kürzlich in Spandau mit einer Box Mazzot

von Alicia Rust  06.04.2026

Jom Haschoa

Narbe gegen das Vergessen

Wir, die Nachkommen der Zeitzeugen und der Ermordeten, dürfen das Leid unserer Großeltern nicht verstecken – wir müssen dafür sorgen, dass es unseren Kindern erspart bleibt

von Eugene Korsunsky  06.04.2026