Rendsburg

Spurensuche mit Geflüchteten

Das Jüdische Museum in Rendsburg hat am Donnerstag ein Integrationsprojekt für junge muslimische Flüchtlinge gestartet. Unter dem Motto »Meet Fred« begeben sie sich im Jüdischen Museum auf die Spuren des Rendsburger Juden Fred Ring, der während der NS-Zeit flüchten musste, wie Museumsleiter Carsten Fleischhauer am Donnerstag ankündigte.

Die Teilnehmer stammen aus Afghanistan, Syrien, Jemen und dem Iran und sind meist als unbegleitete minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland gekommen.

Pädagogik Fred Ring wuchs in den 30er-Jahren in Rendsburg auf und konnte während der NS-Zeit mit einem Kindertransport nach England fliehen. Seine Eltern kamen im KZ Auschwitz ums Leben. Später wanderte Ring in die USA aus. Nach Gründung des Jüdischen Museums in den 80er-Jahren nahm er Kontakt auf, besuchte seine Heimatstadt und schenkte dem Museum persönliche Objekte für die pädagogische Arbeit. Seine Bereitschaft zur Versöhnung und seine Rückkehr nach Deutschland seien ein Beispiel dafür, dass Hass und Vorurteile überwunden werden könnten, hieß es.

Das Museumsprojekt hat zum Ziel, die Flüchtlinge durch Geschichtswissen und kulturelle Sensibilisierung bei der Integration zu unterstützen. Das Jüdische Museum Rendsburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Antisemitismus und Diskriminierung zu bekämpfen.

Dabei kooperiert das Museum mit »New Ways for Newcomers«, einem Integrationsprojekt von Geflüchteten für Geflüchtete. Themen des neunmonatigen Kursangebots sind Menschenrechte, Demokratie und deutsche Geschichte. epd

Engagement

Grenzenlose Solidarität

Spenden und Gespräche: Die jüdische Community ist schockiert über die dramatische Lage in der Ukraine und hilft – jeder so, wie er kann

von Christine Schmitt  05.02.2026

Gesellschaft

Einfach machen!

Seit dem Jahr 2000 zeichnet die amerikanische Obermayer Foundation ehrenamtlich engagierte Bürgerinnen und Bürger aus. So wie am vergangenen Sonntag im Jüdischen Museum in Berlin

von Katrin Richter  05.02.2026

Hilfe

Wärme schenken

Die Mitzwe Makers unterstützen mit der »Warmnachten«-Aktion obdachlose Menschen in der kalten Jahreszeit mit Sachspenden

von Esther Martel  04.02.2026

Podcast

Von Adelheid bis Henriette

Journalisten und Historiker gehen dem Leben jüdischer Frauen im 19. und 20. Jahrhundert nach

von Katrin Richter  04.02.2026

Umwidmung

Kein Zeitplan für Yad-Vashem-Straße in Berlin

Nach der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem soll ein Straßenabschnitt im Herzen von Berlin benannt werden. Bislang ist unklar, wann dies erfolgt

 03.02.2026

Tu Bischwat

Erste Blätter

Wie stellen sich jüdische Kinder das Neujahrsfest der Bäume vor? Wir haben einige Mädchen und Jungen gebeten, für uns zu malen

 02.02.2026

Berlin

Lehrerin und Heimatforscher mit Obermayer Awards ausgezeichnet

Seit dem Jahr 2000 verleiht die US-amerikanische Obermayer-Stiftung jährlich einen Geschichtspreis an Heimatforscher und Gedenk- und Aufarbeitungsprojekte in Deutschland. In diesem Jahr wurden vier Personen und eine Initiative geehrt

 01.02.2026

Porträt der Woche

Willkommen zu Hause

Laurette Dassui wuchs in Paris auf und entdeckte in Berlin ihr Jüdischsein neu

von Gerhard Haase-Hindenberg  01.02.2026

München

Wege aus dem Hass

Der amerikanisch-israelische Psychologe Dan Ariely und Guy Katz sprachen im »Prof-Talk« über Antisemitismus aus unterschiedlicher Perspektive

von Esther Martel  31.01.2026