Berlin

Shimon-Peres-Preis verliehen

Am 28. September 2016 verstarb der israelische Staatspräsident Shimon Peres, zwei Tage später wurde er auf dem Jerusalemer Herzlberg beigesetzt. Gut ein Jahr danach wurde am Dienstagabend im Jüdischen Museum Berlin mit der Verleihung eines Preises, der seinen Namen trägt, an ihn erinnert.

Das Auswärtige Amt vergibt diesen mit 10.000 Euro dotierten Preis in Kooperation mit der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum. Tamara Or, Geschäftsführender Vorstand des Zukunftsforums, sagte, Shimon Peres habe eine Vision hinterlassen.

andenken Er habe sich insbesondere an die jüngere Generation mit dem Appell gewandt, die Welt nicht so zu akzeptieren, wie sie ist, und am Traum einer besseren Welt festzuhalten. »Mit dem Shimon-Peres-Preis wollen wir daher das Andenken an Shimon Peres verbinden mit der Auszeichnung von Menschen, die sich in den letzten Jahren in seinem Sinne für unsere Gesellschaften und die deutsch-israelischen Beziehungen eingesetzt haben«, so Tamara Or.

Tsvia Walden, Tochter von Shimon Peres, dankte im Namen der Familie für die Initiative, die ganz im Sinne ihres Vaters sei, und die auch sicherstelle, dass seine Vision Realität werde.

Bundesaußenminister Sigmar Gabriel würdigte den Staatsmann und Friedensnobelpreisträger Peres, dessen Optimismus und Tatkraft sowie seinen Wunsch, Brücken zu bauen und Leerstellen mit einer gemeinsamen Zukunft zu füllen. Und um nach dem Tod von Shimon Peres dessen bleibende Bedeutung in Erinnerung zu behalten, werde dieser Preis nun jährlich verliehen.

versöhnung Damit würden vor allem junge Menschen in Deutschland und Israel gewürdigt, die gemeinsam einen konkreten Beitrag zur Zukunft der einzigartigen Beziehungen zwischen beiden Ländern leisten. »Denn das ist es, was wir heute mehr denn je brauchen: Menschen, die sich Frieden und Versöhnung zum Ziel setzen«, betonte Gabriel.

Der Bundesaußenminister überreichte die Auszeichnungen des Shimon-Peres-Preises an eine deutsche und eine israelische in der Flüchtlingsintegration tätige Gruppe: Migration Hub aus Berlin und Microfy aus Tel Aviv. Für das Projekt Störung/Hafraa, bei dem Teilnehmer aus Medizin, Wissenschaft, Tanz und Theater mit an Parkinson erkrankten Menschen arbeiten, nahmen die Yasmeen Godder Company aus Israel und Monica Gillette aus Deutschland die Ehrung entgegen.

Botschafter Die Preisverleihung, an der unter anderem der israelische Botschafter Jeremy Issacharoff und sein Amtsvorgänger Yakov Hadas-Handelsman sowie die Vizepräsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, Mark Dainow und Abraham Lehrer, teilnahmen, endete mit einem Konzert des israelischen Sängers Idan Reichel und seiner Band.

Begonnen hatte der Abend mit einer Schweigeminute für die bei einem tragischen Unfall am Donnerstag vergangener Woche ums Leben gekommene Journalistin und Politikwissenschaftlerin Sylke Tempel. Sie gehörte dem Kuratorium der Stiftung Deutsch-Israelisches Zukunftsforum an und hätte an dem Abend eine Gesprächsrunde mit den Preisträgern moderieren sollen. ddk

Leipzig

Ausstellung mit Fotografien von NS-Deportationen

Mehrere Hunderttausend Menschen wurden in der NS-Zeit aus dem Deutschen Reich deportiert. Ein Forschungsprojekt sichert seit Jahren fotografische Dokumente. Einige zeigt jetzt das Leipziger Ariowitsch-Haus

 13.08.2026

Sachsen-Anhalt

Polizeirabbiner vor der Wahl: Erstarken der AfD bereitet Sorgen         

Mehr Begegnung zwischen Juden und Nicht-Juden - das wünschen sich Deutschlands Polizeirabbiner. Sie bilden Polizeianwärter hierzulande fort und vermitteln jüdische Kultur. Seit fünf Jahren gibt es sie

von Nina Schmedding  13.08.2026

Ferien

Spiel, Spaß, Werte

Gerade beginnt der dritte Turnus der ZWST-Machanot. Bildungsreferentin Liya Cinciper über Heimweh, Handyzeiten und Kühlung bei Hitze

von Helmut Kuhn  13.08.2026

Hitze

Kühl beten, kühl bleiben

Gemeinden und jüdische Einrichtungen bekommen die hohen Temperaturen sehr zu spüren. Einige behelfen sich mit kalten Tüchern, manche mit Ventilatoren, andere haben Klimaanlagen

von Katrin Richter  13.08.2026

Programm

Summer Open Airs in Frankfurt und Hannover, und ein Rendezvous für Hercule Poirot - mit einer Leiche

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 13. August bis zum 20. August

 12.08.2026

Wiesbaden

Hessen verlängert Staatsvertrag mit jüdischen Gemeinden

Die Zahlungen an jüdische Gemeinden steigen schrittweise

 12.08.2026

Brandenburg

Cyberangriff auf Gedenkstätten

Immer wieder schädigen Ransomware-Attacken Behörden, Krankenhäuser und andere Einrichtungen. In Brandenburg ist nun die Gedenkstätten-Stiftung betroffen

 11.08.2026

Gedenken

Stolpersteine für jüdische Familie Frank in Erfurt

Als Zwölfjährige wurde Ingeburg Geißler nach Theresienstadt deportiert. Jahrzehnte später erzählt sie von ihrem Schicksal. Ihre Stimme soll nun bei der Gedenkveranstaltung erklingen

 11.08.2026

Porträt der Woche

Aus Erfahrung handeln

Marina Koren hat Ausgrenzung erlebt und unterstützt heute Betroffene von Hassgewalt

von Gerhard Haase-Hindenberg  09.08.2026