Berlin

Premiere zum Schluss

Mit einem rund zweistündigen Konzert der »Klezmer Brass Allstars« in der Synagoge Rykestraße sind am Sonntagabend die 30. Jüdischen Kulturtage in Berlin zu Ende gegangen. Die Band um das Gründungsmitglied der weltberühmten Klezmatics, Frank London, sorgte zusammen mit der jüdischen Sängerin Eleanor Reissa für einen schwungvollen musikalischen Abend in Europas größter Synagoge.

Die beiden Künstler aus New York traten mit ihrem gemeinsam performten Musikprojekt »Vilde Mekhaye« erstmals vor Berliner Publikum auf. Der Titel ist ein Wortspiel und beschreibt eine Mischung aus einem nicht zu bändigenden Wildfang und etwas ganz besonders Schönem. Die gespielten Stücke des Trompeten-Gesang-Duos waren ein bunter Mix aus klassischen und unbekannten jiddischen Liedern, politischen Weisen und jazzigen Sounds.

anspruch Gerhard Kämpfe, Intendant der Jüdischen Kulturtage 2017, zog ein positives Resümee der neuntägigen Jubiläumsveranstaltung, die in diesem Jahr zum 30. Mal stattfand. »Wir haben eine sehr aufregende Woche hinter uns. Ich bin stolz darauf, dass viele der Veranstaltungen im Rahmen der Kulturtage ausverkauft waren«, sagte Kämpfe. Er bedankte sich für die Unterstützung der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und insbesondere bei ihrem Vorsitzenden, Gideon Joffe. Und er freue sich schon auf die Kulturtage im kommenden Jahr, so Kämpfe.

Mit insgesamt 18 Veranstaltungen boten die Jüdischen Kulturtage auch in diesem Jahr wieder ein vielfältiges Programm. Highlights waren neben dem Eröffnungskonzert des israelischen Sängers David D’Or die Deutschlandpremiere des portugiesischen Spielfilms Der Konsul von Bordeaux und der Auftritt des Tel Aviver Star-DJs Tomer Maizner im Klub The Pearl. Die Jüdischen Kulturtage haben den Anspruch, dem Besucher durch ganz unterschiedliche Veranstaltungsangebote die verschiedenen Facetten jüdischen Lebens nahezubringen.

Lesen Sie mehr dazu in unserer nächsten Printausgabe.

Seder

Es ist unsere Freiheit

Zu Pessach setzen wir unser Vertrauen in die Kraft des Guten

von Charlotte Knobloch  31.03.2026

Pessach

Der leere Stuhl

Für viele bedeutet der Seder, auf geliebte Menschen zu verzichten. Hier erzählen vier Frauen und Männer, wer an Pessach fehlt – und was ihnen Hoffnung gibt

von Nicole Dreyfus  31.03.2026

Programm

Führung, Erinnerung und Vorträge: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 2. April bis zum 16. April

 30.03.2026

»Koscher-Licious«

Mazze, Challe, Wodka

Viele Besucher und noch mehr gute Laune gab es beim Streetfoodfestival auf dem Pears-Campus von Chabad in Berlin. Bereits zum fünften Mal probierten sich Gäste durch das Angebot

von Alicia Rust  29.03.2026

Meinung

Das Gedenken schützen

Ein linksextremes Bündnis plant zum Jahrestag der Befreiung Buchenwalds eine antisemitische Kundgebung. Thüringens Juden wehren sich gegen die Provokation

von Reinhard Schramm, Marek Sierka  29.03.2026

Porträt der Woche

Für alt und jung

Judit Marach hat in einem Seniorenheim gearbeitet – heute ist sie Schulsekretärin

von Gerhard Haase-Hindenberg  29.03.2026

Frankfurt

Wieder zusammen

Fast neun Jahrzehnte nach dem Novemberpogrom 1938 wird der Silberschmuck einer Torarolle erstmals als Einheit präsentiert

von Eugen El  29.03.2026

Ilja Richter

Zu Hause zwischen den Stühlen

Der Schauspieler stellte sein neues Buch vor und verzauberte das Publikum mit Gesang, Rezitationen – und sogar als Bauchredner

von Nora Niemann  29.03.2026

Oldenburg

»Es ist gesund, wenn nicht alles von nur einem Rabbiner abhängt«

Seit einem Jahr amtieren Netanel Olhoeft und Levi Israel Ufferfilge in der Gemeinde. Nun wurden sie auch offiziell eingeführt. Wie funktioniert die rabbinische »Doppelspitze«?

von Mascha Malburg  28.03.2026