Offenbach

ORD-Vorstand bestätigt

Wiedergewählt: die Rabbiner Zsolt Balla, Avichai Apel und Jehuda Puschkin Foto: ORD

Die Orthodoxe Rabbinerkonferenz Deutschlands (ORD) hat am Sonntag in Offenbach ihren neuen Vorstand gewählt. Dabei bestätigten die 28 anwesenden Rabbiner ihre Kollegen Avichai Apel aus Dortmund, Zsolt Balla aus Leipzig sowie Jehuda Puschkin aus Esslingen, der im Juni in den Vorstand nachgerückt war, einstimmig.

Beirat Der Beirat setzt sich aus den Rabbinern Jaakov Ebert aus Würzburg, Avraham Radbil aus Osnabrück, Julian-Chaim Soussan aus Frankfurt und Jona Pawelczyk-Kissin aus Heidelberg zusammen. Rabbiner Jaron Engelmayer aus Köln hatte nicht erneut für den Vorstand kandidiert, da er mit seiner Familie Deutschland Richtung Israel verlassen wird.

Engelmayer bedankte sich für die langjährige Zusammenarbeit: »Gemeinsam ist es uns in den vergangen Jahren gelungen, die Arbeitsfelder zu erweitern und die ORD in vielen Bereichen stärker zu etablieren.« Er forderte seine Kollegen auf, den eingeschlagenen guten Weg fortzuführen. Er sei jederzeit bereit, »aus der Ferne hilfreich zur Seite zu stehen«, wenn es nötig würde. Er war sieben Jahr in der ORD tätig, teils im Beirat und im Vorstand. Die ORD hat derzeit deutschlandweit 48 Mitglieder und ist damit die größte Rabbinerkonferenz Deutschlands. ja

www.ordonline.de

Warnung

Holocaust-Überlebende besorgt um Zukunft der Demokratie

Sieben Holocaust-Überlebende berichten in dem Buch »Nach der Nacht« über ihre Sorgen um die Demokratie und den Aufstieg rechter Parteien. Zu sehen sind Ausschnitte der Interviews auch im Nachtprogramm der ARD

 19.01.2026

Interview

»Die Kita wird für alle offen sein«

Yevgeny Kutikov, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Potsdam, über die erste jüdische Kita in Brandenburg.

von Christine Schmitt  19.01.2026

Dachau

2025 mehr als eine Million Besucher in KZ-Gedenkstätte

Erstmals wurden in der KZ-Gedenkstätte Dachau ein ganzes Jahr lang Besucher gezählt. 2025 waren es mehr als eine Million. Im kommenden Frühjahr will man deren Profil genauer untersuchen

 19.01.2026

Köln

Jüdischer Karnevalsverein antisemitisch angefeindet

»Es ist das bisher Heftigste, was uns passiert ist«, sagt der Präsident des jüdischen Karnevalsvereins »Kölsche Kippa Köpp«. Den Mut verliert Aaron Knappstein aber nicht

von Leticia Witte  19.01.2026

Uckermark

Stille Weite

Alex Stolze ist Musiker und hat sich in einem Dorf unweit der deutsch-polnischen Grenze einen jüdischen Ort in Brandenburg geschaffen

von Katrin Richter  18.01.2026

Berlin

»Meine Überraschung war die Konfitüre aus Rosenblüten«

Laurel Kratochvila backt Challa, Rugelach und Bagels. Nun hat sie ein Buch über polnische Backkunst geschrieben, das die »New York Times« prämiert hat. Eine Reise in die Familiengeschichte und an den Straßenrand

von Katrin Richter  18.01.2026

Grunewald

Friedhof Heerstraße braucht mehr Platz

Die Gemeinde hofft auf die lang erwartete Erweiterung. 1200 neue Grabstellen sind geplant

von Christine Schmitt  18.01.2026

Porträt der Woche

Action als Lebenselixier

Ruth Frenk ist Gesangspädagogin, lebt am Bodensee und fand im Alter die große Liebe

von Matthias Messmer  18.01.2026

Gelnhausen

»Stopp! So geht das nicht!«

Die Stadt wollte das Rabbinerhaus aus dem 16. Jahrhundert verkaufen. Ein Förderverein schritt ein und entwickelt nun ein Konzept als »Ort des Dialogs«

von Eugen El  18.01.2026