Nach Vorwürfen

Kolleg-Gründer Walter Homolka ist wieder als Professor im Dienst

Abraham Geiger Kolleg am Institut für Jüdische Theologie in Potsdam Foto: IMAGO/Jürgen Ritter

Der Gründer der Rabbinerschule Abraham Geiger Kolleg in Potsdam, Walter Homolka, ist nach der Prüfung von Vorwürfen wieder offiziell als Professor im Dienst der Universität.

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»Soweit wir nach erster Sicht des Berichts sehen, ergeben sich keine straf- und zivilrechtlichen Konsequenzen und damit auch keine beamtenrechtlichen Konsequenzen«, sagte der Präsident der Universität, Oliver Günther, am Mittwoch.

Die Universität sehe keine Grundlage für ein Disziplinarverfahren. Nachdem klar gewesen sei, dass sich keine beamtenrechtlichen Konsequenzen ergeben, sei Homolka seit 1. Oktober wieder als Professor der Universität im Dienst. Die Beurlaubung sei zu Ende. Im Wintersemester habe er aber ein Forschungssemester.

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Im Mai waren Vorwürfe sexualisierter Belästigung durch einen Dozenten am Geiger Kolleg in einem Bericht der »Welt« öffentlich geworden. Der Gründer und Rektor des Rabbinerkollegs, Walter Homolka, ließ daraufhin seine Ämter ruhen. Es ging auch um den Vorwurf des Machtmissbrauchs.

Eine Kommission der Uni sieht den Vorwurf des Machtmissbrauchs als bestätigt an, nicht aber den Vorwurf der Duldung sexualisierter Belästigung durch einen Dozenten. Die Universität will Konsequenzen ziehen.

»Unser aller Ziel ist es, dass wir die jüdische Theologie in Deutschland retten«, sagte Günther. Die Strukturen sollten ersetzt oder geändert werden. Die School of Jewish Theology ist Teil der Uni. Rabbiner studieren dort und am Geiger Kolleg. dpa

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