Speyer

Nach Drohbrief: Kirchen solidarisch mit Jüdischer Gemeinde

Die Synagoge »Beith Shalom« in der Innenstadt von Speyer Foto: picture alliance/dpa

Nach einem anonymen Drohbrief an die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer haben die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer ihre Solidarität mit der Kultusgemeinde bekundet. »Wir stehen antisemitischen Vorurteilen und Angriffen auf Jüdinnen und Juden entschieden entgegen - in unseren Kirchen, in unserer Gesellschaft und überall dort, wo jüdisches Leben angefeindet wird«, heißt es in einem am Montagabend gemeinsam veröffentlichten Schreiben. Antisemitismus, Hass und jede Form der Bedrohung jüdischen Lebens seien nicht hinnehmbar.

»Eine Drohung gegen eine Synagoge ist ein Angriff auf Menschen, ihre Religionsfreiheit und gegen das selbstverständliche Recht, den jüdischen Glauben ohne Angst und Einschüchterung leben zu können«, heißt es. Christinnen und Christen seien mit Jüdinnen und Juden im gemeinsamen geistlichen Erbe in besonderer Weise verbunden.

Landeskirche und Bistum wünschten den Mitgliedern der Kultusgemeinde »Kraft, Zuversicht und die Gewissheit, in dieser schwierigen Situation nicht allein zu sein«.

Anonymer Brief drohte Anschlag an

Die Jüdische Kultusgemeinde der Rheinpfalz in Speyer hatte am vergangenen Freitag einen anonymen Brief erhalten, in dem angedroht wurde, die dortige Synagoge in die Luft zu sprengen. Der Brief enthielt nach Angaben der Polizei auch fremdenfeindliche Äußerungen, ein beigelegtes Pulver sei harmlos. Die Ermittlungen dauern an. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) forderte für die Täter die volle Härte des Strafrechts. epd

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