Herford

»Ich fühle mich wohl hier«

Lang ersehnt: der Einzug der Torarollen in die neue Synagoge Herford Foto: Alexander Kröger

Ruben Heinemann, 47:
»Für mich ist eine Wunde im Stadtbild geschlossen, die im Herzen noch bleibt. Die vergangenen 21 Monaten betreute ich als Gemeinde-Projektkoordinator die Baustelle. Das war wie ein zweiter Beruf, eine oft sehr zeitintensive Aufgabe. Trotzdem war es nie eine Belastung, sondern immer eine Herzensangelegenheit für mich. Mein Onkel und mein inzwischen verstorbener Vater haben früher die alte Synagoge besucht, aus den Erinnerungen und Gesprächen der Familie ist sie nie verschwunden. Auch deswegen ist das heute für mich ist ein sehr bewegender Moment.«

Daphne Wolff, 60:
»Es ist ein wunderschönes Haus, alles ist perfekt. Mit dem Neubau zeigt sich, dass es noch immer ein aktives jüdisches Leben gibt. Die Synagoge ist auch ein deutlich sichtbares Zeichen, dass es damals den Nazis nicht gelungen ist, uns auszulöschen.«

Kira Zelewitsch-Bergmann, 61:
»Ich bin dankbar und stolz, das ist ein unvergleichbares Gefühl. Dieser Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben.«

Walter Heinemann, 83:
»Ich besuchte als Elfjähriger den Gottesdienst in der alten Synagoge, bevor sie 1938 zerstört wurde. Ich fühle Freude und Trauer. Freude, dass es wieder aufwärts geht, und Trauer, weil damals viele Freunde und Gemeindemitglieder sterben mussten.«

Chabad

Jüdische Gemeinde verschiebt Fest wegen Hitze

Neuer Termin nun Ende August

 25.06.2026

Musik

Vielstimmig

Das Festival »Shirat Haʼam« der ZWST hat sich zu einer kleinen Tradition entwickelt und ist so beliebt, dass Chöre weite Reisen auf sich nehmen, um dabei zu sein. Wir haben mitgehört

von Anja Bochtler  25.06.2026

Zwickau

Ausstellung zu jüdischen Lebensgeschichten

Im Jahr 2022 ist in Zwickau eine alte Torarolle wiederentdeckt worden. Die Schrift der früheren jüdischen Ortsgemeinde bildet nun das Herzstück einer Ausstellung

 24.06.2026

Dresden

Sachsen erwägt Verbindungsbüro in Israel

Das sächsische Kabinett stehe seiner Anregung dazu positiv gegenüber, sagt der Beauftragte für jüdisches Leben, Thomas Feist

 24.06.2026

Dresden

Jüdisches Leben: Gefühl von Unsicherheit im Alltag

In Sachsen gestalten Jüdinnen und Juden das kulturelle und gesellschaftliche Leben entscheidend mit. Dennoch bleibt Antisemitismus ein präsentes Problem

 23.06.2026

Meinung

Essen mit Beigeschmack

Katrin Richter kritisiert, dass jüdische und israelische Küche zunehmend nur noch mit Schutzkonzept serviert werden kann

 23.06.2026

Berlin

Zusammen genießen

Zum fünften Mal fand das Koschere Streetfood-Festival statt – mit Geschmäckern von fast überall

von Katrin Richter  23.06.2026

Jubiläum

Fünf Jahre jüdische Seelsorge der Bundeswehr: Militärrabbiner Zsolt Balla zieht Bilanz

Seit dem Start der jüdischen Militärseelsorge vor fünf Jahren wächst ihre Bedeutung in der Truppe. Sieben Militärrabbiner tun inzwischen Dienst. Ein Fazit - mit Blick auf Zeitenwende und deutsche Geschichte

von Karin Wollschläger  23.06.2026

Bildung

»Die jüdische Sicht stärken«

Eduard Steinberg über den neu gegründeten Verband jüdischer Pädagogen, Ausbildung von Lehrern und Fakten statt Meinungen

von Katrin Richter  22.06.2026