München

Gedenkstättenentwurf vorgestellt

Die Architekten wollen einen »Ort zum Innehalten« schaffen. Bis September 2016 soll der Bau abgeschlossen sein. Foto: dpa

Die Realisierung des Gedenkortes für das Attentat bei den Olympischen Spielen 1972 in München ist einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Der Vorschlag des Büros »Brückner & Brückner Architekten« aus Würzburg und Tirschenreuth biete »Spannendes und Überraschendes«, sagte Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) bei der Vorstellung des Siegerentwurfs am Montag im Jüdischen Museum in München. Die neue Gedenkstätte solle »nicht museal wirken«, aber dennoch ein persönliches Gedenken an die Opfer ermöglichen.

Ausstellung Durch den Einschnitt in einen bestehenden Hügel schaffe der Siegerentwurf im Olympiapark einen Ort zum Innehalten, begründete die Architektin Barbara Holzer als Vorsitzende der Wertungskommission die einstimmige Wahl der Jury. Wie das Attentat den heiteren Spielen in München etwas genommen habe, »nimmt auch der neue Erinnerungsort etwas aus der Landschaft weg«, erklärte Holzer. Die entstehende Leere werde anschließend durch die Ausstellung gefüllt.

Für den Bau des Gedenkortes, der bis September 2016 abgeschlossen sein soll, sind laut Kultusminister Spaenle im Haushalt des Freistaats 1,7 Millionen Euro eingeplant.

Bei den Olympischen Sommerspielen 1972 in München waren palästinensische Terroristen in das Olympische Dorf eingedrungen und hatten Sportler der israelischen Mannschaft als Geiseln genommen. Zwei israelische Sportler wurden sofort erschossen. Bei dem Befreiungsversuch auf dem Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck ermordeten die Terroristen alle neun weiteren. epd

Brandenburg

Potsdam soll jüdische Kita bekommen

Zum jüdischen Leben gehören auch jüdische Schulen und Kitas. Eine Kindertagesstätte wird derzeit in Potsdam geplant

 09.01.2026

Leipzig

Kinder greifen koscheres Café an

Sie bewarfen offenbar Mitarbeiter mit Plastikflaschen, beschimpften sie und versuchten, in den Schankraum einzudringen: Die Polizei ermittelt gegen mehrere Kinder und Jugendliche in Leipzig

 08.01.2026

Entführungsfall

Jugendamts-Zeugin im Block-Prozess: »Unglaubliche Belastung«

In dem Hamburger Prozess geht es eigentlich um die Entführung der Block-Kinder. Die hat aber eine jahrelange Vorgeschichte. Eine Jugendamts-Mitarbeiterin schildert eine wichtige Wende im Sommer 2021

von Stephanie Lettgen, Bernhard Sprengel  08.01.2026

Fußball

England als neue Chance? Daniel Peretz verlässt Hamburger SV

Nach der missglückten Leihe zum Hamburger SV geht es für Bayern-Torhüter Daniel Peretz in England weiter. Dort trifft er auf einen deutschen Trainer

 08.01.2026

Trauer

Schöpfer der Todesmarsch-Mahnmale: Hubertus von Pilgrim ist tot

Der Bildhauer Hubertus von Pilgrim ist im Alter von 94 Jahren in Pullach bei München gestorben. Internationale Bekanntheit erlangte er durch sein Mahnmal für die Opfer des Dachauer Todesmarschs vom April 1945

 08.01.2026

Debatte

Schulen legen Namen von Antisemiten und Eugenikerinnen ab

Hedwig Dohm oder Dag Hammarskjöld sind Namen, die Schulen heute gerne tragen. Andere Schulen sind nach Menschen benannt, deren Wirken heute kritischer gesehen wird als in der Vergangenheit

von Pat Christ  08.01.2026

Gegenwart

Jetzt erst recht!

Das Festjahr für jüdisches Leben in Deutschland war ein großer Erfolg. Es wird Zeit, dass nun auch auf europäischer Ebene das reiche jüdische Erbe gewürdigt wird

von Andrei Kovacs, Abraham Lehrer  08.01.2026

Mannheim

Schätze der Synagogalmusik

Die jüdischen Kantoren treffen sich zur Jahreskonferenz und laden zu drei Konzerten ein

von Christine Schmitt  08.01.2026

Programm

Kicken, Karneval, König Salomo: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 8. Januar bis zum 14. Januar

 08.01.2026