Berlin

Ein Ort mit Geschichte

Makkabi Deutschland hat ein neues Hauptstadtbüro. Der jüdische Turn- und Sportverband eröffnete am Donnerstagabend seine Räume auf dem Gelände des Berliner Olympiaparks. Makkabi-Präsident Alon Meyer verwies dabei darauf, dass dies ein geschichtsträchtiger Ort sei, an dem vor mehr als 90 Jahren die Propagandaspiele der Nationalsozialisten stattfanden.

Makkabi zeige nun neben seinen sportlichen Aktivitäten auch Präsenz im gesellschaftspolitischen Geschehen, engagiere sich im Kampf gegen Gleichgültigkeit und für ein friedliches Miteinander, sagte Meyer.

Zur Einweihung brachte er gemeinsam mit den Gemeinderabbinern Yehuda Teichtal und Jonah Sievers und Makkabi-Vizepräsident Alfi Goldenberg die Mesusa am Türpfosten an. Die Leitung des Hauptstadtbüros hat die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier inne.

Zahlreiche Gäste waren zur Einweihung gekommen, darunter Dagmar Freitag, die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Berlins Sportstaatssekretär Aleksander Dzembritzki, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Mark Dainow, und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Gideon Joffe.

Die Leitung des Hauptstadtbüros hat die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Michaela Engelmeier inne.

Auch der Präsident des Landessportbundes Berlin, Thomas Härtel, war mit dabei. Er freute sich über den neuen Nachbarn. Es sei »ein sehr schönes Zeichen für die Entwicklung und Vielfalt des Sports«, dass Makkabi dort, wo bei den Olympischen Spielen 1936 jüdischen Athletinnen und Athleten vom Nazi-Regime die Teilnahme verwehrt wurde, das Büro eröffnet. Und Härtel versicherte: »In Zeiten des wachsenden Antisemitismus stehen wir erst recht an der Seite der jüdischen Sportbewegung Makkabi und bieten unsere Unterstützung an.«

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Berlins Sportsenator Andreas Geisel hatte zuvor von einem wichtigen Zeichen für die Stadt gesprochen. In einer Mitteilung hieß es: »Makkabi wird die sportliche, kulturelle und religiöse Vielfalt in Berlin bereichern. Es ist auch ein wichtiger sportpolitischer Schritt in der Zusammenarbeit mit den Fachverbänden, den Vereinen und Schulen.« ddk

50 Jahre in Deutschland

»Die Deutschen haben aus ihrer Geschichte gelernt«

Was ist typisch deutsch, was typisch amerikanisch? Holly-Jane Rahlens kennt sich mit beiden Nationen aus. Die Autorin lebt seit mehr als 50 Jahren in Berlin

von Nina Schmedding  08.07.2026

München

»Auf geht’s – an die Arbeit!«

Die Israelitische Kultusgemeinde hat einen neuen Vorstand gewählt. Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin im Amt bestätigt

von Leo Grudenberg  07.07.2026

Rabbinerausbildung

Levinson-Stiftung als Institut an der Uni Potsdam anerkannt

Neuer Meilenstein für die Ausbildung liberaler und konservativer Rabbinerinnen und Rabbiner sowie Kantorinnen und Kantoren

 07.07.2026

Bayern

Die jüdische Gemeinde München hat einen neuen Vorstand gewählt

Charlotte Knobloch wurde als Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern bestätigt

 06.07.2026 Aktualisiert

Porträt der Woche

Die Kraft der Sichtbarkeit

Rivkah Schwarzbart entwirft seit dem 7. Oktober jüdischen Schmuck und lebt in München

von Katrin Diehl  05.07.2026

Kommentar

Meine Angst

Was es heißt als Jude in Deutschland nach dem 7. Oktober zu leben. Ein Aufschrei von André Herzberg

von André Herzberg  05.07.2026

Schule

Blick nach vorn

Das Helene-Habermann-Gymnasium in München verabschiedete seine Abiturientinnen und Abiturienten – und feierte zugleich zehnjähriges Bestehen

von Ellen Presser  05.07.2026

Lesung

Sprache statt Wurzeln

Die aus dem Irak stammende Schriftstellerin Mona Yahia stellte in München ihr neues Buch über jüdisches Leben im arabischen Raum vor

von Nora Niemann  05.07.2026

Thüringen

Achava-Festspiele: Dialog zwischen Religionen und Kulturen

Die Achava-Festspiele gehen mit mehr als 80 Veranstaltungen in ihre zwölfte Ausgabe. Neben Konzerten umfasst das Programm Ausstellungen, Filme, Vorträge, interreligiöse Begegnungen sowie Angebote für Familien und Schulen

 02.07.2026