Haus der Wannsee-Konferenz

Die Täter benennen

Haus der Wannsee-Konferenz in Berlin Foto: Gregor Zielke

Gleich zwei Jahrestage begeht die Gedenk-und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz in diesen Tagen: Am 20. Januar 2017 jährt sich die berüchtigte Konferenz, bei der die Vernichtung der europäischen Juden beschlossen wurde, in der Villa am Wannsee zum 75. Mal. Die Einrichtung feiert in diesem Jahr zudem ihr 25-jähriges Bestehen.

Diese Daten nimmt die Gedenk-und Bildungsstätte zum Anlass, um Interessierte mit einer Veranstaltungsreihe vom 19. bis zum 25. Januar an den historischen NS-Täterort am Großen Wannsee 56-58 im Südwesten Berlins einzuladen.

programm Am Mittwoch stellte Gedenkstättenleiter Hans-Christian Jasch das Programm vor. »Vor 75 Jahren, am 20. Januar 1942, berieten in dieser Villa am Wannsee auf Einladung von Reinhard Heydrich, dem Chef des Sicherheitsdienstes und der Sicherheitspolizei, 15 hochrangige Polizei-und Ministerialbeamte über einen einzigen Tagesordnungspunkt, die sogenannte Endlösung der Judenfrage«, erklärte Jasch.

Der Gedenk-und Bildungsstätte Haus der Wannsee-Konferenz komme als authentischem Schauplatz nationalsozialistischer Verbrechen und als Ort der Information und Namhaftmachung der Täter eine besondere Rolle in der Berliner Erinnerungslandschaft zu, so der Direktor.

sonderausstellung Das Veranstaltungsprogramm startet am 19. Januar. Mit einer großen Gedenkzeremonie, an der Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) und Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) teilnehmen werden, soll der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden. Am 20. Januar eröffnet die Gedenk-und Bildungsstätte die Sonderausstellung Ausgeblendet – Repressed Memory, in der der schwierige Umgang mit NS-Täterorten in West-Berlin thematisiert werden soll.

Weitere Informationen zum Programm unter: www.ghwk.de
Anmeldung zu den Veranstaltungen bis zum 13. Januar per E-Mail unter: office@ghwk.de

Berlin

»Ich bin stolz! Sehr stolz«

Dieter Nuhr ist mit dem Leo-Baeck-Preis des Zentralrats der Juden geehrt worden. Wir dokumentieren hier exklusiv seine Rede im Wortlaut

von Dieter Nuhr  12.06.2026 Aktualisiert

WM 2026

Tooooooooooooooooor!

Zwischen Training, Turnieren und Stadionbesuchen: Jüdinnen und Juden berichten, warum Fußball für sie mehr ist als das runde Leder

von Christine Schmitt  12.06.2026

Jewrovision

»Wir glauben an uns«

Die Jugendlichen von Neschama performten einen eindrucksvollen Act und räumten den begehrten Videopreis ab

von Luis Gruhler  11.06.2026

Berlin

Jüdischer Juristenverband als herausragende soziale Initiative ausgezeichnet

Die Organisation jüdischer Juristen ist eines von 25 Projekten, die vom Verein »startsocial« für ihr Engagement gewürdigt wurden. Gastgeber der Ehrenveranstaltung war Bundeskanzler Friedrich Merz

 11.06.2026

Kulturfest

Jüdische Woche in Leipzig

70 Leipziger Institutionen und Vereine gestalten ein Programm zu jüdischem Leben in Vergangenheit und Gegenwart. Erwartet werden internationale Gäste

 11.06.2026

Dresden

Elnet: Initiative soll Neugier auf jüdisches Leben wecken

Die Kampagne ist Teil des Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und wird zunächst sechs Wochen sichtbar sein

 11.06.2026

Berlin

Dieter Nuhr erhält den Leo-Baeck-Preis

Der Kabarettist ist mit dem Leo-Baeck-Preis ausgezeichnet worden. Zentralratspräsident Josef Schuster würdigte den Kabarettisten für seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus

von Detlef David Kauschke  10.06.2026

Leo-Baeck-Preis

»Seine Arbeit hat rettende Relevanz«

Ahmad Mansour lobte in seiner Laudatio auf Dieter Nuhr den Mut und die intellektuelle Unbestechlichkeit des Kabarettisten. Eine Dokumentation

von Ahmad Mansour  10.06.2026

Rede

»Sie beweisen Zivilcourage und folgen mit ihrem Mut dem Beispiel von Leo Baeck«

Zentralratspräsident Schuster hob bei der Vergabe des Leo-Baeck-Preises Dieter Nuhrs ebenso fairen wie kompetenten Blick auf den jüdischen Staat hervor

von Josef Schuster  10.06.2026