Frankfurt am Main

Der Mut der Überlebenden

Frauen mit Kinderwägen aus dem DP-Lager Landsberg, 1945-50 Foto: United States Holocaust Memorial Museum, Washington, DC

Das Jüdische Museum Frankfurt am Main zeigt eine Wechselausstellung über den Neubeginn von Juden in Europa nach dem Ende des Nationalsozialismus. Die ab Mittwoch geöffnete Schau »Unser Mut. Juden in Europa 1945-48« sei die erste, die deren Flucht, Vertreibung, Selbstvergewisserung und Wiederaufbau gesamteuropäisch in den Blick nehme, teilte das Jüdische Museum Frankfurt mit.

Das Leben von Juden unmittelbar nach der Schoa wird den Angaben zufolge anhand von Filmen, Fotografien, Gemälden, Grafiken, Gegenständen aus Privatbesitz und Höraufnahmen von autobiografischen Texten veranschaulicht.

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel anreichert. Wir benötigen Ihre Zustimmung, bevor Sie Inhalte von Sozialen Netzwerken ansehen und mit diesen interagieren können.

Mit dem Betätigen der Schaltfläche erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihnen Inhalte aus Sozialen Netzwerken angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Dazu ist ggf. die Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät nötig. Mehr Informationen finden Sie hier.

Von den 1933 rund zehn Millionen Juden in Europa und der Sowjetunion haben dem Museum zufolge etwa 3,5 Millionen die Verfolgung und Ermordung durch das nationalsozialistische Deutschland überlebt. Wie sie ihr Leben neu gestalteten, sei bisher nicht erforscht und öffentlich thematisiert worden.

FORSCHUNG Grundlage der Ausstellung ist den Angaben zufolge ein mehrjähriges Forschungsprojekt des Jüdischen Museums Frankfurt in Kooperation mit dem Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur - Simon Dubnow in Leipzig zur Lebenssituation von Juden an ausgewählten Orten in Mitteleuropa.

Ein Ergebnis sei, »dass jüdische Überlebende nicht etwa eine homogene Gruppe von passiven Opfern bildeten, sondern ihr Leben in der unmittelbaren Nachkriegszeit in großem Maß selbst organisierten und aktiv gestalteten«.

Die Ausstellung ist bis 18. Januar 2022 in Frankfurt zu sehen. Sie wird im Frühjahr 2022 zudem in der Bundesstiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung in Berlin gezeigt. epd/ja

Dresden

Gemeinde feiert Rückkehr mit Konzert und Ausstellungen

Rund 200 Besucher feierten die Rückkehr der jüdischen Gemeinde in ihre Synagoge, die nach rund dreieinhalb Jahren Bauzeit wiedereröffnet werden konnte

 15.09.2026

Bayern

Nach Morddrohung gegen Charlotte Knobloch – jetzt äußert sich die Polizei

Die Hintergründe

 15.09.2026

Audiowalk

Schritte durch die Vergangenheit

Das Junge Theater Köln erzählt die Geschichte des jüdischen Viertels und verbindet dazu Schauspiel und digitale Technik

von Annette Kanis  15.09.2026

München

Wadephul trifft Charlotte Knobloch nach Morddrohung

Die Präsidentin der Israelitischen Gemeinde München und Oberbayern wurde nach dem AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt Opfer einer Gewaltandrohung. Der Bundesaußenminister demonstriert Solidarität

 15.09.2026

Mascha Malburg und Joshua Schultheis

In eigener Sache

Mascha Malburg und Joshua Schultheis werden mit dem Georg-Stefan-Troller-Preis ausgezeichnet

Die Redakteurin der Jüdischen Allgemeinen und der freie Mitarbeiter erhalten die Auszeichnung für ihre Interviewreihe mit Juden aus Deutschland

 15.09.2026 Aktualisiert

Rheinland-Pfalz

SchUM-Kulturtage Speyer präsentieren jüdisches Leben

Ob ein Kochkurs mit dem Landesrabbiner oder jiddische Lieder mit dem Oberkantor: Die SchUM-Kulturtage laden ab Oktober mehr als einen Monat lang dazu ein, die jüdische Kultur kennenzulernen

 14.09.2026

Kino

»Ich habe keine Heimat«

Eine Dokumentation über Albrecht Weinberg erzählt von Verfolgung, Erinnerung und der schwierigen Rückkehr in das Land der Täter

von Esther Martel  14.09.2026

Porträt der Woche

Der Barockmusiker

Moshe Haas stammt aus Israel, ist Kantor und liebt Johann Sebastian Bach

von Anja Bochtler  14.09.2026

Berliner Leuchtturmprojekt

Musikalische Stolpersteine jetzt in fünf Bundesländern

Mehrere Tausend in Gehwegen eingelassene »Stolpersteine« halten europaweit die Erinnerung an Verfolgte des Naziregimes wach. Jetzt gibt es auch »Stolperstein«-Podcasts

 14.09.2026