München

Antisemitismus, Gottesdienste, Maccabi

Corona-Protest auf dem Münchner Marienplatz Foto: imago images/ZUMA Wire

Antisemitismus

Mit deutlichen Worten hat IKG-Präsidentin Charlotte Knobloch auf die antisemitischen Vorfälle bei den jüngsten Protesten gegen die Corona-Einschränkungen reagiert. Unter dem Deckmantel politischen Protestes seien mitten in München antisemitische Verschwörungstheorien zu hören gewesen. »Was da an offenem Judenhass verbreitet wurde, ist schockierend«, erklärte sie. Ihren Worten zufolge nehme Judenhass in Krisenzeiten zwar immer zu, ein derartiges Ausmaß habe sie in jüngerer Zeit aber nicht erlebt. Tausende Verwirrte hätten den Hass, der seit Jahren im Internet verbreitet werde, aufgenommen und auf die Straße getragen. Für die Zukunft fordert die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ein härteres Durchgreifen der Behörden. Auch in Corona-Zeiten, sagte sie, habe zwar jeder das Recht auf seine eigene Meinung, aber nicht auf seine eigenen Fakten. »Verschwörungstheorien und Antisemitismus«, so Charlotte Knobloch, »sind keine Meinungsäußerung, sondern müssen verfolgt und geahndet werden.« ikg

Gottesdienste

Die Corona-Zwangspause für die Ohel-Jakob-Synagoge ist vorbei. Seit vergangenen Freitag finden wieder Gottesdienste statt. Die Besucher müssen sich allerdings an einem Leitfaden orientieren, der vom Krisenstab in Abstimmung mit dem Vorstand erarbeitet wurde, um ein größtmögliches Maß an Sicherheit gewährleisten zu können. Die Synagogen in der Possart- und Georgenstraße sind ab diesem Wochenende wieder geöffnet. ikg

Maccabi

Seit vergangenen Sonntag kann auf der Anlage des TSV Maccabi München in der Riemer Straße wieder Tennis gespielt werden. Dies ist allerdings nur für Mitglieder möglich, nach vorheriger Anmeldung und unter strengen Hygieneregeln. Die Details dazu sind auf der Website des Vereins zu finden. Bis zum Ende der Pfingstferien (14. Juni) findet kein Fußballtraining statt. Diese Entscheidung hat der Vorstand getroffen. ikg

Film

Nur noch bis Sonntag (24. Mai) präsentiert das Jüdische Museum München als Kooperationspartner ausgewählte Filme von Deutschlands größtem Dokumentarfilmfestival, das wegen der Corona-Krise in diesem Jahr nur online stattfinden kann. Zu sehen ist beispielsweise der gleichermaßen aufwühlende wie erhellende Film After Munich, der den Mordanschlag auf die israelischen Sportler bei der Olympiade 1972 in München thematisiert. Das gesamte Programm des Festivals ist auf der Seite www.dokfest-muenchen.de zu finden. ikg

Sally Bein

Reformpädagoge in schwieriger Zeit

Ein deutsch-israelisches Autorenduo zeichnet das Leben und Wirken filmisch nach

von Alicia Rust  23.02.2026

Lesen

Mehr als eine Familiengeschichte

Jan Mühlstein stellte im Gemeindezentrum sein neues Buch vor, das persönliche Erinnerungen mit europäischer Geschichte verknüpft

von Esther Martel  23.02.2026

Beni-Bloch-Preis

Jugend erinnert

Die Jüdische Gemeinde Frankfurt am Main vergibt die Auszeichnung an Gedenkprojekte von Schülerinnen und Schülern aus Hessen

von Katrin Richter  23.02.2026

Porträt der Woche

»Das wird mein Leben«

Mayan Goldenfeld verliebte sich in die Opernwelt und wurde Sängerin

von Gerhard Haase-Hindenberg  23.02.2026

Göttingen

Ehrendoktortitel für Holocaust-Überlebenden Leon Weintraub

Auch Ehrung mit Friedenspreis geplant

 23.02.2026

Berlin

Gedenken an Proteste von 1943 in der Rosenstraße

Der Protest von wahrscheinlich mehreren hundert Frauen in der Berliner Rosenstraße während der zwölfjährigen NS-Diktatur gilt als beispiellos. An den lange vergessenen Widerstand wird am Donnerstag erinnert

 23.02.2026

München

Religiöse Heimat

Die Stadtteilsynagoge Sha’arei Zion in der Georgenstraße ist seit Jahrzehnten ein Zentrum jüdischen Lebens in Schwabing

von Esther Martel  22.02.2026

Interview

»Alija machen ist wie vom Zehnmeterturm springen«

Sie haben Deutschland verlassen und sich für ein Leben in Israel entschieden. Was hat sie dazu bewogen? Ein Gespräch mit vier »Olim« über Zionismus, einen rastlosen Alltag und die Zukunft des Judentums in der Diaspora

von Joshua Schultheis  19.02.2026

Programm

Lesung, Erkundung, Abrechnung: Termine und TV-Tipps

Termine und Tipps für den Zeitraum vom 19. Februar bis zum 25. Februar

 19.02.2026